Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Wessen Kleidung nicht in Ordnung ist, dessen Charakter ist es auch nicht.

Heiberg, Dunst aus der Tiefe. Berliner Roman, 2 Bde., 1890

Es liegt in der deutschen Natur, alles Ausländische in seiner Art zu würdigen und sich fremder Eigentümlichkeit zu bequemen.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 10. Januar 1825

Das Humane und das Grausame sind Ergebnisse der gleichen Kultur.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Dem Verlauf der Entwicklung des Geistes und Charakters wird hauptsächlich durch organische Disposition seine Bahn angewiesen.

Internet

Fein war er eigentlich nicht, allein er verstund doch die Kunst, wenn er es bedurfte, zuweilen auf seinen Nebenmenschen zu reiten.

Lichtenberg, Sudelbuch B, 1768-1771. [B 396]

Ich weiß, daß die Hoffnung grün is, weil sie dem Menschen grüne Zweige vorspiegeln muß, auf die er nie kommt.

Nestroy, Die beiden Herren Söhne, 1845

"Hat der Schmerz heute einen besonderen Grund?" – "Ist nicht der Schmerz der tiefste, welcher grundlos ist?"

Nestroy, Das Haus der Temperamente, 1837

Der Charakter ist es, der in letzter Linie das Handeln des Menschen bestimmt: der Verstand geht mehr in dienender Eigenschaft nebenher und sucht den Gefühlen, welche eben zusammen das Wesen des Charakters ausmachen, Befriedigung zu verschaffen.

Internet

Unheimliche Menschen das, die mit unserer eigenen Natur eine gewisse Verwandtschaft hatten, beinahe auch dasselbe Lebensziel verfolgten, ja sich sogar dazu derselben Mittel bedienen mußten und schon oft mit uns verwechselt wurden – und von denen wir uns doch im innersten Kern und vom tiefsten Grund unsres Wesens aus himmelweit verschieden fühlen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Es ist bekannt, wie viele verlorene Nadeln sich täglich auf Weg und Steg finden lassen. Im äußersten Gegensatz hierzu würde, gesetzt auch geistige Dinge könnten in solcher Weise verloren gehen, täglich wohl kaum Ein Paar Scheuklappen gefunden werden.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Wenn eine Größe am Boden liegt, rennen die Kleinen, sich mit ihr zu messen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Für edle Gemüter sind Prüfungen zugleich Stärkungen.

Varnhagen von Ense, K. A., Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften (4. Band: Vermischte Schriften. Erster Theil), 1843. Kaiser Alexander von Rußland

Wenn du ein Geldstück von Wert bist, so briefwechsle dich nicht zu oft.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Es gibt kaum ein besseres Erkennungszeichen für Menschen als ihr Verhalten zu Kindern.

Internet

Nicht wahr, du Gute, sagte die Niedertracht zur Dummheit, du bist die einzige, welche einsieht, wie sehr man mir überall Unrecht tut.

Pauly, Aphorismen, 1905

Egoismus ist das perspektivische Gesetz der Empfindung, nach dem das Nächste groß und schwer erscheint: während nach der Ferne zu alle Dinge an Größe und Gewicht abnehmen.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Habe immer etwas Gutes im Sinn.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799

Wenn es auch wahr ist, daß sich selbst der redlichste, der beste Charakter, den man mit irgendeiner Aufgabe in die Mitte einer gewaltig sich bewegenden und leidenschaftlich durcheinander taumelnden Welt stellt, ohne List nicht behaupten kann, so ist es doch noch immer nicht nöthig, daß die Biedermänner in solcher Lage auch gleich gar so durchtrieben werden.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Erwarte nichts vom Treiben und den Treibern; und wo Geräusch auf der Gassen ist, da gehe fürbaß.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799

Jeder Mensch wird von seiner Zeit verschwemmt; von allen, die mit ihm leben. Nur auftauchen kann das bißchen Bessere im Charakter.

Internet

Die Taten folgen der Gesinnung, die Gesinnung folgt den Trieben.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XX - Schï Gün Lan. 8. Kapitel: Beachten der Anzeichen / Guan Biau