Charakter Sprüche
Sprüche über Charakter
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Wessen Kleidung nicht in Ordnung ist, dessen Charakter ist es auch nicht.
Es liegt in der deutschen Natur, alles Ausländische in seiner Art zu würdigen und sich fremder Eigentümlichkeit zu bequemen.
Das Humane und das Grausame sind Ergebnisse der gleichen Kultur.
Dem Verlauf der Entwicklung des Geistes und Charakters wird hauptsächlich durch organische Disposition seine Bahn angewiesen.
Fein war er eigentlich nicht, allein er verstund doch die Kunst, wenn er es bedurfte, zuweilen auf seinen Nebenmenschen zu reiten.
"Hat der Schmerz heute einen besonderen Grund?" – "Ist nicht der Schmerz der tiefste, welcher grundlos ist?"
Der Charakter ist es, der in letzter Linie das Handeln des Menschen bestimmt: der Verstand geht mehr in dienender Eigenschaft nebenher und sucht den Gefühlen, welche eben zusammen das Wesen des Charakters ausmachen, Befriedigung zu verschaffen.
Unheimliche Menschen das, die mit unserer eigenen Natur eine gewisse Verwandtschaft hatten, beinahe auch dasselbe Lebensziel verfolgten, ja sich sogar dazu derselben Mittel bedienen mußten und schon oft mit uns verwechselt wurden – und von denen wir uns doch im innersten Kern und vom tiefsten Grund unsres Wesens aus himmelweit verschieden fühlen.
Es ist bekannt, wie viele verlorene Nadeln sich täglich auf Weg und Steg finden lassen. Im äußersten Gegensatz hierzu würde, gesetzt auch geistige Dinge könnten in solcher Weise verloren gehen, täglich wohl kaum Ein Paar Scheuklappen gefunden werden.
Für edle Gemüter sind Prüfungen zugleich Stärkungen.
Wenn du ein Geldstück von Wert bist, so briefwechsle dich nicht zu oft.
Nicht wahr, du Gute, sagte die Niedertracht zur Dummheit, du bist die einzige, welche einsieht, wie sehr man mir überall Unrecht tut.
Egoismus ist das perspektivische Gesetz der Empfindung, nach dem das Nächste groß und schwer erscheint: während nach der Ferne zu alle Dinge an Größe und Gewicht abnehmen.
Habe immer etwas Gutes im Sinn.
Wenn es auch wahr ist, daß sich selbst der redlichste, der beste Charakter, den man mit irgendeiner Aufgabe in die Mitte einer gewaltig sich bewegenden und leidenschaftlich durcheinander taumelnden Welt stellt, ohne List nicht behaupten kann, so ist es doch noch immer nicht nöthig, daß die Biedermänner in solcher Lage auch gleich gar so durchtrieben werden.
Erwarte nichts vom Treiben und den Treibern; und wo Geräusch auf der Gassen ist, da gehe fürbaß.
Jeder Mensch wird von seiner Zeit verschwemmt; von allen, die mit ihm leben. Nur auftauchen kann das bißchen Bessere im Charakter.