Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Ich glaube, daß die Menschen zu allen Zeiten so gewesen sind wie heute, egoistisch, gewalttätig, geizig und mitleidlos.

France, Die rote Lilie (Le lys rouge), 1894

Mancher Charakter, der anderen unverständlich ist, wird als „falsch“ angesehen, da er sich, wohl bewusst, dass er nicht das richtige Verständnis findet, seiner Umgebung sein Inneres verschließt.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Charakter ist das entschiedene Wollen oder Nichtwollen der Person, das unter gleichen Verhältnissen dasselbe bleibt.

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Ach, jetzt weiß ich es, daß wenn man Glauben und Vertrauen zu Gott verliert, man gottlos wird, und wenn man Glauben und Vertrauen zu den Menschen verliert, so wird man lieblos, und wer gottlos und lieblos ist, um den ist es finstere Nacht, und wenn er schon noch nicht in der Hölle ist, so ist doch die Hölle in ihm.

Gotthelf, Geld und Geist oder Die Versöhnung, 1843/44

Wir sind das Jahrhundert der Meisterwerke der Frechheit.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Vielen ist nach außen etwas verpönt, was ihnen im Innern nur erwünscht ist.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Die Gemeinheit verfügt über große Kräfte, sie überrumpelt stets den anständigen Menschen und umgarnt und umklammert ihn, während er staunt und sich zurechtzufinden versucht.

Saltykow-Schtschedrin, Die Herren Golowljow, auch: Die Herren Golowlew (Господа Головлёвы), 1880

Es gibt Verbrechen der Gesinnung, denen alle begangenen nachstehen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Viele Menschen sind keine Charaktere, sondern Charakterdarsteller.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ganz gemeine Naturen kennen nur Furcht, nicht Liebe. Sobald sich dieselben nicht mehr fürchten, werden sie dreist und unlenksam. Für diese gilt der Spruch: "Sei immer gut, doch nicht zu gütig, die Wölfe werden sonst leicht übermütig!"

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Das Dumme ist und bleibt das Krumme und das Niederträchtige das ewig Mächtige.

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Kein Schurke ist so dumm, daß er nicht einen Grund für seine Niedertracht fände.

Körner, Joseph Heyderich oder deutsche Treue. Trauerspiel, 1813

Kein Mensch, auch nicht der allerverkommenste, verträgt es, unwert geachtet zu werden. Wenn ihn alle Welt verachtet, sucht er noch seinesgleichen, bei denen seine Taten etwas gelten.

Pauly, Aphorismen, 1905

Einem, den das Leben mit Tücken verfolgen mußte, weil es ihm nicht gewachsen war, machten sie einen Vorwurf aus ihrer Gemeinheit.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. II. Von der Gesellschaft

Es gibt Menschen, an denen nichts charakteristisch ist als das.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Man muss viel Charakterlosigkeit kennengelernt haben, um „Charaktere“ schildern zu können.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Die Grenzen des Gedankenkreises sind die Grenzen für den Charakter.

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Äußerlicher Adel braucht Gesellschaft, um etwas vorzustellen, innererer braucht Einsamkeit.

Pauly, Aphorismen, 1905. Originaltext

Wie rührend: wenn jemand über die Gemeinheit der Welt klagt, weil die seinige nicht erfolgreich genug ist!

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Einer der feinsten Genüsse des Menschenkenners besteht darin, zu erleben, wie bei seinem Mitmenschen die ursprüngliche Empfindung in Berechnung übergeht und Berechnung zur Natur wird.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Ihr Verlangen, andern Unangenehmes zu sagen, geben manche für Offenherzigkeit aus.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909