Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Nicht die Summe seiner Eigenschaften bildet den Charakter eines Menschen, sondern ihr Produkt.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Was einer nicht sagt, ist oft viel charakteristischer für ihn, als was er sagt.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Ein edler Charakter wird nicht leicht über sein eigenes Schicksal klagen.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 14. Nachträge zur Lehre von der Bejahung und Verneinung des Willens zum Leben

Ich muss nach meiner Überzeugung handeln, wenn ich ein ehrlicher Mann bleiben will.

Bismarck, Reden. Im Reichstag, am 5. Mai 1881

Man muss sich oft sehr zusammennehmen, um den Leuten nicht ins Gesicht zu lachen, wenn man ihr Komödienspiel durchschaut, und doch verstehen sich manche so vorzüglich auf ihre Rolle, dass man selbst zuletzt irre wird, und keine Erklärung dafür findet, wie es möglich ist, dass diese lebenden Puppen auf die Dauer nicht selbst Ekel an ihrem Scheinleben fassen, da sie ja ihren Mitmenschen ebenfalls die Maske aufzwingen.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Ein zuckersüßes Brüderchen! In der Tat! – Franz heißt die Kanaille?

Schiller, Die Räuber, 1781. 1. Akt, 2. Szene, Schweizer

Diebe untereinander sind niemals Schurken.

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Wer als Pfennig geprägt wurde, wird niemals ein Schilling.

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„Hart gegen andere, Selber sich milde“ Führt als Devise Mancher im Schilde.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Vier Dinge sind, die, wer Verdienst hat, übt Und ohne sie kann kein Verdienst bestehen: Das erste: Großmut! Wer die Großmut hat, Läßt gerne sich und andern wohlgeschehen; Das zweite: Schonung für des Freundes Herz! Ein Spiegel ists, in dem du klar sollst sehen; Das dritte: Vorsicht, wenn du Tadel sprichst! Denn bitter schmeckt das Umvergebungflehen; Das vierte endlich: dem, der sich verging Und Reue zeigt, wirf vor nicht sein Vergehen!

Ibn Jemin, Bruchstücke (Mokathaat)

Im Benehmen zeigt sich der äußere Schliff, im Sprechen die Geistesgegenwart, im Schreiben die wahre Bildung, im Handeln die Energie, im Spielen der Charakter.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Individualität eines Menschen spiegelt sich nicht selten klarer in seinen Fehlern als in seinen Tugenden.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wer unter uns hat Nerv und Blut, ein schlagendes Herz, der nicht schon ein und das andere Mal mühsam den sehnlichen Wunsch hinabgedrückt hätte, diesem oder jenem Schurken, Schleicher, dieser oder jener Schmutzseele in seinem Frack einmal alle Ehrentitel an den Kopf zu werfen, die sie verdienen, und sie womöglich zugleich recht gründlich durchzuwamsen?

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900

Nicht immer ist der Charakter des Menschen verläßlich. Zuweilen ist er stark, aber nicht ganz und jederzeit.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Im Beginn ihres Daseins können selbst die stolzesten und tapfersten Charaktere nicht immer der Entmutigung entgehen.

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Willst du die fratzenhafteste Unnatur sehen, so gehe in ein Trauerhaus und betrachte das Gesichterschneiden derjengen, die sich auch dort complimentieren.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Die Größe der Charaktere steigert auch die Größe der Situationen.

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Man lobt die Rechtschaffenheit, – und läßt sie frieren.

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Charakter ist viel leichter zu erhalten als wiederherzustellen.

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Ein edles Gemüt des Volkes ist ein sicheres, unauflösbares Band, das alle Glieder beglückend festhält. Es lehrt in dem Schicksale dulden, in dem Kampfe für Recht und Freiheit allem entsagen, um das Gesamtwohl zu verfechten.

Lehmann, Über die Lehrfreiheit, in: Magazin für Pädagogik. Vierteljahrs-Schrift für Volkserziehung und Volksunterricht, 1. Heft, 1. Abteilung, 1849. 1849

Laß, bei gutem Bewußtsein, die Unverständigen schreien, und verfolge getrost deinen Weg! Das Beste ist noch überall gekreuzigt worden.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)