Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

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Der Charakter ist für den Menschen viel entscheidender als Reichtum des Geistes.

Burckhardt, J., Briefe. An Albert Brenner, 21. Februar 1856

Es gibt drei Arten des menschlichen Charakters: Der Philosoph, der Ehrgeizige und der Habsüchtige.

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Es sind nicht die Schlechtesten, die das Heil mit Schmerzen erringen, und nicht jeder kann gleich an des Heilands Brust ruhen wie Johannes; es geht mancher erst den Weg des Petrus, und doch war es Petrus, auf den der Herr seine Kirche gründete.

Hesekiel, Eine brandenburgische Hofjungfer. Historischer Roman aus Joachim Nestor's Tagen, 3 Bde., 1868

Je großartiger und sittlicher ein Charakter ist, desto einfacher und klarer sind auch seine Situationen, seine Beziehungen zur Welt. Umgekehrt deuten verwirrte, verdunkelte und sehr individualisierte Verhältnisse auf einen komplizierten Charakter, auf einen Egoisten, Abenteurer und Intriganten zurück.

Goltz, Typen der Gesellschaft, 2 Bde., 1860

Man ist vielmehr das Kind seiner vier Großeltern als seiner zwei Eltern.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Herbst 1887

Mit manchen Anlagen verhält es sich wie mit den Sinnen; wer keine hat, gewahrt und begreift sie nicht.

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Gewaltsam unterdrückte Richtungen des Naturells und der Charakteranlagen brechen in späteren Jahren, wenn die Schranken gefallen sind, nur desto unverhüllter hervor und werden zur drückenden Last.

Wiese, Über weibliche Erziehung und Bildung. Ein Vortrag, 1865

Es gibt Leute, die heute Sozialisten und Rebellen sind und morgen Verwaltungsräte. Die sind Personifikationen der Seelenwanderung.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1857

Wir haben alle eine tigerartige Anlage, so wie wir eine himmlische haben, und wenn die tigerartige nicht geweckt wird, so meinen wir, sie sei gar nicht da!

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Das größte Elend ist, kein Elend tragen können.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wer einmal krumme Wege zu gehen liebt, befreundet sich wohl nie wieder mit den geraden der Wahrheit.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788. Hier zitiert nach der 16. Ausgabe von Karl Goedeke, 1878

Glänzende Eigenschaften des Geistes erwerben Bewunderung, aber nicht Zuneigung: diese bleibt den moralischen, den Eigenschaften des Charakters, vorbehalten.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum zweiten Buch. Kapitel 19. Vom Primat des Willens im Selbstbewusstsein

Der hat den Kopf über dem Nebel.

Burckhardt, J., Briefe. An Preen über Constantin Frantz, 17. März 1872

[...] die eigenste Natur Verleugnet straflos keiner.

Geibel, Echtes Gold wird klar im Feuer. Ein Sprichwort, 1882. Helene

Die Gebundenheit der Ansichten, durch Gewöhnung zum Instinkt geworden, führt zu dem, was man Charakterstärke nennt.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Fünftes Hauptstück. Anzeichen höherer und niederer Kultur

Was der Mensch im Laufe seines Lebens wirkt, hängt doch mehr von seinem Charakter ab als von dem Reichtume seines Wissens.

Baer, Nachrichten über Leben und Schriften des Herrn Geheimrathes Dr. Karl Ernst v. Baer, mitgetheilt von ihm selbst, 1865

Wer die Kleider gewechselt hat, hat noch nicht den Menschen gewechselt.

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Manche Menschen gleichen den Bienen, aber nicht durch den Fleiß, sondern durch den Stachel.

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Tu deiner Natur niemals Gewalt an; es ist aber nicht im mindesten erforderlich, sie ganz zu zeigen.

Chesterfield, Briefe an seinen Sohn Philip Stanhope über die anstrengende Kunst ein Gentleman zu werden

Vortrefflichkeit der Seelen ist ein schönes und ein unzerreißbares Band der Freundschaft und der Liebe.

Schiller, F., Briefe. An Lotte von Lengenfeld, 3. August 1789

Charaktere ohne Handlungen sind lahm, Handlungen ohne Charaktere blind.

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