Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Welcher Physiognomiker ist imstande, einen Charakter so schnell zu erfassen wie ein Hund, der sofort weiß, ob ein Fremder ihn liebt oder nicht? Das Gefühl umfaßt alle Dinge und überwindet den Raum.

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Charakter ohne Bildung ist aber weit besser, als Bildung ohne Charakter.

Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 90. Auflage 1936 (EA: 1890). IV. Deutsche Bildung. Charakter tut not

Wir sind die Männer einer Übergangszeit, und darin liegt unsere Aufgabe, das auch sein zu wollen.

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Schlechtigkeit des Charakters, verbunden mit Geist, mit genialer Verstellung, Machiavellismen usw. imponiert nie den Frauen. Diese bleiben fest in ihrem Haß und ihrer Verwerfung. Männern dagegen mildert sich ihr Urteil, wenn sie das Schlechte mit Virtuosität behandelt sehen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Es ist zu verwundern, daß solche [niederträchtigen] Menschen nicht im Gefühl ihrer Nichtswürdigkeit augenblicklich verwesen!

Schwab, Schiller's Leben in drei Büchern, 1840. Über die niederträchtige Tat eines damals in Jena angesehenen Mannes

Ich will meiner Not nichts verdanken, als höchstens meinen Charakter.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837. Aus einem Brief an Frau Dokt. S.[choppe] vom 25. Mai 1837

Allgemein gefallen, heißt vielen gleichen, mißfallen: eigen sein.

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Dagegen ist gewiß, daß noch jetzt jeder, der etwas Rechtes will und kann, in der Regel auch ein anständiger und wohlwollender Gesell ist, der nach getaner Arbeit sein kluges Pfeifchen in Ruhe zu rauchen versteht und nicht immer von bösen Mücken geplagt ist.

Keller, G., Autobiographie von 1876

Je bitterer die Schale, je süßer der Kern.

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Auch der Mistkäfer fliegt – aber nur von einem Misthaufen zum andern.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Je leichter der Mensch ist, desto tiefer kann er sinken.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Wüste wächst: Weh dem, der Wüsten birgt!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Unter Töchtern der Wüste

Sage mir, wonach du in deiner Zeitung suchst, und ich sage dir, wer du bist.

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Jede Gabe ist ein Geschenk Gottes, der Charakter aber ein Produkt der eigenen Seele, weshalb Gaben entzücken, Charaktere aber geliebt werden.

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Üb immer Treu und Redlichkeit Üb immer Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab, Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab Dann wirst du wie auf grünen Au´n Durch´s Pilgerleben geh´n Dann kannst du sonder Furcht und Grau´n dem Tod ins Auge seh´n. Dann wird die Sichel und der Pflug In deiner Hand so leicht, Dann singest du beim Wasserkrug, Als wär dir Wein gereicht. Dem Bösewicht wird alles schwer, Er tue was er tu, Ihm gönnt der Tag nicht Freude mehr, Die Nacht ihm keine Ruh. Der schöne Frühling lacht ihm nicht, Ihm lacht kein Ährenfeld, Er ist auf Lug und Trug erpicht, Und wünscht sich nichts als Geld. Der Wind im Hain, das Laub im Baum Saust ihm Entsetzen zu, Er findet, nach des Lebens Raum Im Grabe keine Ruh. Dann muß er in der Geisterstund aus seinem Grabe gehn und oft als schwarzer Kettenhund vor seiner Haustür stehn Die Spinnerinnen, die, das Rad im Arm, nach Hause gehn erzittern wie ein Espenblatt wenn sie ihn liegen sehn Und jede Spinnestube spricht von diesem Abenteuer und wünscht den toten Bösewicht ins tiefste Höllenfeuer Der Amtmann, der die Bauern schund in Wein und Wollust floß trabt nachts, mit seinem Hühnerhund im Wald auf glühendem Roß Oft geht er auch am Knotenstock als rauher Brummbär um und meckert oft als Ziegenbock im ganzen Dorf herum Der Pfarrer, der aufs Tanzen schalt und Filz und Wucherer war steht nachts als schwarze Spukgestalt um zwölf Uhr am Altar Paukt dann mit dumpfigen Geschrei die Kanzel, daß es gellt und zählet in der Sakristei sein Beicht- und Opfergeld Drum übe Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab, Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab! Dann suchen Enkel deine Gruft Und weinen Tränen drauf, Und Sonnenblumen, voll von Duft, Blüh'n aus den Tränen auf.

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Seid doch, was ihr seid, und die Hefe wird schon vor euch niedersinken!

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Bin ich auch nichts geworden, Ich blieb doch, der ich war.

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Je edler ein Mensch ist und je mehr in ihm der Geist der Liebe lebt, um so mehr nimmt er den Schmerz der Menschheit in die eigene Seele auf und trägt ihn innerlich mit.

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Es ist rentabler, ein Hügel in der Ebene als ein Berg im Gebirg zu sein.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wer ein schlechtes Herz hat, kann keinen guten Gedanken hegen.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Es ist auf Erden kein besser List, Denn wer seiner Zungen ein Meister ist. Viel wissen und wenig sagen, Nicht antworten auf alle Fragen. Rede wenig und mach's wahr, Was du borgest bezahle bar. Laß einen jeden sein, was er ist, So bleibst du auch wohl, wer du bist.

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