Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

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Die Namenlosen Engelmenschen sind bei Tag und Nacht Sonder Lohn auf Nächstenwohl bedacht; Mittelmenschen lindern fremde Sorgen Dann nur, wenn sie selber sich geborgen; Teufelmenschen führen eignes Glück Auf des Nächsten Untergang zurück: Aber die von Schadenfreude brennen, Wahrlich, solche kann ich nicht benennen.

Bohlen (Übers.), Die Sprüche des Bhartriharis, 1835

Es gibt auch heute noch Männer, die Charakter haben, weil sie einsam sind und einsam sind, weil sie Charakter haben.

Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 90. Auflage 1936 (EA: 1890). Katholisches, Reformatorisches. Einkehr

Wer den Schein mehr fürchtet, als er die Wahrheit liebt, nenne sich keinen Charakter!

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Der Lehrer, der nur Kenntnisse vermittelt, ist ein Handwerker – der Lehrer, der den Charakter bildet, ein Künstler.

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Charakter ist innere Festigkeit.

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Untrüglich kennzeichnet einen Menschen sein Verhalten gegen die, zu denen er sich stellen kann, wie es ihm beliebt.

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Sei, der du bist, nicht mehr, nicht weniger, aber der sei!

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Charakter haben und deutsch sein, ist ohne Zweifel gleichbedeutend.

Fichte, Reden an die deutsche Nation, 1808. 12. Rede: Über die Mittel, uns bis zur Erreichung unsers Hauptzwecks aufrecht zu erhalten

Mit einem Stock trifft man wohl den Knochen, aber nicht den Charakter.

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Die Vornehmen sind die dauerhaftesten Stützen der Sittenlosigkeit und der Religion.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Der Schwächling schiebt die Verantwortung für alle Fehler und Vergehen auf seine Umgebung, aus der er hervorgegangen ist. Der Starke nimmt sie auf sich selbst.

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Wackerer Sinn adelt geringes Kleid.

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Niemals zeigt sich die Natur des Menschen bestialischer, als wenn sie zur Ehre der höchsten Ideen ins Wüten gerät.

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Man sieht, es bessert doch nicht Elend, Reu' noch Zeit; Einmal ein Lumpenhund, er bleibt's in Ewigkeit.

Goethe, Die Mitschuldigen, entstanden 1768/69. 1. Aufzug, 1. Szene, Wirt zu Sophie

Ein ausgeglichener Charakter entstand selten auf ausgeglichenen Wegen.

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Ein Charakter ist ein vollkommen gebildeter Willen.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke psychologischer Enzyklopädistik

Ein jeder Mensch soll streben, stets so klar dazustehen, daß auch nicht der Hauch eines Mißtrauens oder Argwohns ihn berühren kann, vornehmlich gilt dies für Frauen.

Verena, Über Alles die Pflicht. Roman, 1870

Sonder Falsch, wie die Tauben! und ihr beleidigt keinen: Aber klug, wie die Schlangen! und euch beleidigt keiner.

Haug, Sinngedichte, 1791

Wir müssen der gütigen Vorsehung dafür danken, dass die äußerste Verdorbenheit des Herzens zuweilen merkwürdiger Weise mit einem verworrenen Verstande verbunden ist, welcher selbst den stärksten Lieblingsneigungen entgegenwirkt und denselben Mann zu einem Verräther ohne Geschick und zu einem Heuchler ohne Maske macht.

Ruge (Hg.), Gesammelte Schriften, achter Band. Junius' Briefe, übersetzt von Arthur Ruge, 1847. 15. Brief. An Seine Gnaden den Herzog von Grafton. Den 8. Juli 1769

Ein edles Herz verleugnet seine Gesinnung nicht; es ist ihm recht, wenn man ihm bis ins Innere sieht.

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Was zeigt untrüglich einen Edlen an? Wenn Nutzen hat von ihm und besser wird Der Mann sogar, der Böses ihm getan.

Ernst, Gedichte und Sprüche, 1934