Charakter Sprüche – erfahrung

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Wenn er auch einmal mit den Bessern ging, Vertrau' dem nicht, der dir als Lump bekannt ist; Schmückt er sich auch mit einem Demantring, Man sieht erst recht, wie schmutzig seine Hand ist.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Bezwingen kann auch ein Talent, fesseln nur ein Charakter.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

In jedem Menschen herrscht diejenige Tiernatur, die in ihm meistausgebildet ist.

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Kann man dem Charakter nach anders werden? Ja, wenn man körperlich ein anderer wird.

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Die charakterlosesten Menschen verteilen nach oben Bücklinge, nach unten Fußtritte.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Auch wenn die Schlange ins Bambusrohr kriecht, kann sie nur schwer ihre krumme Natur ändern.

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Wir können uns keine Neigungen und keine Talente geben; wie sollten wir uns Charaktereigenschaften geben können?

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Wollt ihr den Charakter eines Menschen von Grund auf ändern, so müßt ihr ihn täglich mit Abführmitteln purgieren, bis ihr ihn umgebracht habt.

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Das Talent kann es bis zum Künstler bringen, der Charakter zum Schöpfer werden.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Alle Veredlung des Menschen, die nur von außen kommt, ist wie die Blume, welche der Gärtner durch künstliche Befruchtung verschönert. Wie lange wird es währen, so fällt sie in ihre ursprüngliche Art zurück?

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Nichts gibt es auf den Blättern der Geschichte, das mich so ergriffe wie die nicht seltne Wahrnehmung, daß bedeutende Menschen oft gerade da, wo sie fehlgreifen, ihren eigentlichen Charakter in das schönste Licht stellen.

Fontane, Autobiographisches. Von Zwanzig bis Dreißig. Der Tunnel über der Spree. Aus dem Berliner literarischen Leben der vierziger und fünfziger Jahre. 9. Kapitel, 1908

Das Urteil über einen Menschen hängt oft bedeutend von seiner formellen Bildung ab. Manche Leute sind wie Münzsammler, die nur auf das Gepräge sehen, nicht darauf: ob Gold oder Kupfer, Silber oder Blei?

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Je länger man lebt, desto höher steigt uns der Wert der Charaktere im Verhältnis zu den Talenten.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Handle rechtschaffen. Diese einfache Regel ist das Resultat aller Bildung, sie ist Inbegriff aller Bedingungen zu einem glücklichen Leben.

Tschernyschewski, Was tun?, 1863. Aus dem Russischen übertragen von M. Hellmann, Berlin 1947

Laß dir nicht den Geist umnachten! Laß nicht Andre für dich denken! Lerne früh der Selbstsucht Trachten Und die Glaisnerei verachten. Lern' den Sinn auf's Hohe lenken Und dich in dich selbst versenken! Lern' trotz allen schlauen Ränken An des ew'gen Borns Geschenken Deine durst'ge Seele tränken!

Storch, B. v., Gedichte, 1872. Sinnsprüche

Strenge gegen sich selbst, mit Weichheit gegen andre verbunden, macht den wahrhaft vortrefflichen Charakter aus. Aber meistens wird der gegen andere weiche Mensch es auch gegen sich selbst, und der gegen sich selbst strenge es auch gegen andere sein; weich gegen sich und streng gegen andre ist der verächtlichste Charakter.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen, 1793-1794. Dreizehnter Brief

Charakter ist Gold und Wissen ist Blei – vor Gott.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Ein entschiedener Charakter wird man durch Anschluß an entschiedene Charaktere.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Doch diese Verderbtheit war ja nicht ohne Nutzen. Alle meine sittlichen Forderungen sind aus ihr erwachsen.

Tolstoi, Tagebücher. 1894

Niemand vergißt leichter eine Beleidigung als ich. Ferner bin ich sehr an das Befehlen gewohnt; doch wo ich nichts zu sagen habe, da kann ich es bleiben lassen.

Goethe, J. W., Briefe. An Ludwig Ysenburg von Buri, 23. Mai 1764

Wie entstehen und ändern sich Gesinnungen? Erlebnis wirkt auf Geist und wandelt ihn. Verschieden aber wird von gleichem Erlebnis verschiedener Geist bestimmt, und diese Verschiedenheit heißt Charakter.

Rathenau, An Deutschlands Jugend, 1918. Originaltext