Charakter Sprüche – erfahrung

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Der Schwächling schiebt die Verantwortung für alle Fehler und Vergehen auf seine Umgebung, aus der er hervorgegangen ist. Der Starke nimmt sie auf sich selbst.

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Ein ausgeglichener Charakter entstand selten auf ausgeglichenen Wegen.

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Mit manchen Anlagen verhält es sich wie mit den Sinnen; wer keine hat, gewahrt und begreift sie nicht.

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Gewaltsam unterdrückte Richtungen des Naturells und der Charakteranlagen brechen in späteren Jahren, wenn die Schranken gefallen sind, nur desto unverhüllter hervor und werden zur drückenden Last.

Wiese, Über weibliche Erziehung und Bildung. Ein Vortrag, 1865

Was der Mensch im Laufe seines Lebens wirkt, hängt doch mehr von seinem Charakter ab als von dem Reichtume seines Wissens.

Baer, Nachrichten über Leben und Schriften des Herrn Geheimrathes Dr. Karl Ernst v. Baer, mitgetheilt von ihm selbst, 1865

Wer die Kleider gewechselt hat, hat noch nicht den Menschen gewechselt.

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Die Geschichte eines Menschen ist sein Charakter.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 5. Kap., Therese zu Wilhelm

Integrität ohne Wissen ist ohne Wert, Wissen ohne Integrität ist gefährlich und fürchterlich.

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Man kann nie über einen Charakter urteilen, bevor er sich nicht in Enttäuschung und Unglück bewährt hat.

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Durch Veränderungen formt sich ein starker Charakter, ein schwacher durch die Stabilität.

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Jede Nichtswürdigkeit wird verziehen, nur kein Charakter. Wer die Welt verstehen will, der merke sich das.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1854

Meistens wird der Charakter jedes einzelnen durch seine Wünsche und durch seine psychische Gemütsart geformt.

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Aus Kleinem ermesse den Charakter, denn wer im Kleinen sich treu, ist erhaben im Großen.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Wer als Eckstein geboren wurde, wird nie ein Rahmkäse werden.

Oesch (Hg.), Spanische Sprichwörter, ausgewählt und gesammelt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Man beteure einem Schuft täglich zu mehreren Malen, er sei die Rechtschaffenheit in Person, und er wird sich allen Ernstes zumindest den Anschein einer perfekten ›Respektabilität‹ geben.

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Wenn du mit Sieg und Niederlage gleichermaßen fertig wirst, dann bist du ein richtiger Mensch.

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Wie wir sind, so wird uns geschehen.

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Die Lumpen, denen man es nicht ansieht, sind die größten.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

So mancher sieht sich in der Welt verkannt, weil er die Welt verkennt.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Viele … und viel mehr als wir ahnen, werden lieber zu Lügnern, als eine Schwäche ihres Charakters einzugestehen.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Alles, was wir sind, ist das Ergebnis dessen, was wir dachten.

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