Charakter Sprüche – erfahrung

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In unserer Jugend war Charakter das, wofür man Prügel bekommt, obwohl man es nicht hat.

Musil, Kleine Prosa, Aphorismen, Autobiographisches, in: Gesammelte Werke in neun Bänden, 7. Band, hg. von Adolf Frisé, Reinbek 1978. Geschichten, die keine sind. Ein Mensch ohne Charakter

Wenn man älter wird, nimmt der Verstand ab und man bleibt allein übrig. Wenn der schlecht ist, dann wird man gemieden.

Sylva, Vom Amboß, 1890

Für einen charaktervollen Menschen liegt der Lohn der Tugend eher in seinem eigenen Bewusstsein als in der öffentlichen Meinung.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch I, Brief 8: C. Plinius [Pompeio] Saturnino Suo S. Übers. Internet Originaltext: [...] maiore animo honestatis fructus in conscientia quam in fama reponatur

Der Verlauf eines Jahres verändert den Charakter eines Menschen oft erheblich.

Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Internet Originaltext: Multum in commutandis moribus hominum medius annus valet

Wohl ist's unmöglich, auszuspähn an jedem Mann Verstand, Gemüth und Sinnesart, bevor er sich In Ämtern und Gesetzen wohlvertraut bewies.

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr. V. 175-177. Kreon. Übersetzt von J. J. C. Donner 1842

Einen guten Charakter kann man sich weder leihen noch kaufen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 27. Brief. Übers. Internet Originaltext: Bona mens nec commodatur nec emitur

Wachsen zu können ist Zeichen von Unvollkommenem.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 66. Brief. Übers. Internet Originaltext: Crescere posse imperfectae rei signum est

Es ist eine Kunst, gut zu werden.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 90. Brief. Übers. Internet Originaltext: Ars est bonum fieri.

Ich versuche, mir die Umstände unterzuordnen und nicht mich den Umständen.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 1, 19. Übersetzung: Internet Originaltext: Mihi res, non me rebus subiungere conor.

Niemand aber ist so hart, dass er nicht milder werden könnte.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 1, 39. Übersetzung: Internet Originaltext: Nemo adeo ferus est, ut non mitescere possit.

Ist der Weg lang, erkennt man die Stärke eines Pferdes; ist der Tag lang, sieht man den Charakter eines Menschen.

Internet

Wenn ein Mensch verdorben wird, geschieht es in der Regel stufenweise.

Poe, Gesammelte Werke, 6 Bde., hg. von Franz Blei, München 1922. Bd. IV: William Wilson. Übers. J. von der Goltz

Nicht gut riecht, wer stets gut riecht.

Martial, Epigramme, um 101 n. Chr. 2,12 Übers. Internet Originaltext: Non bene olet, qui bene semper olet.

Wer sich selbst beschuldigt, dem kann geholfen werden; wer sich aber nur rechtfertigt und entschuldigt, der kommt nicht weiter.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Willst Du dem Charakter eines Menschen gerecht werden, so beurteile ihn nicht nach einem einzelnen hervorstehenden Zuge oder einer einzelnen auffallenden Handlung, sondern prüfe den ganzen Menschen in allen seinen Zügen und Handlungen und ziehe daraus Dein Fazit, denn kein Mensch ist nur gut oder nur schlecht.

Verworn, Aphorismen, 1922

Als die wichtigsten Charakterfehler erscheinen einem die, welche man momentan nicht hat.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Moral

Neben der breiten Heerstraße zur Hölle laufen angenehme Seitenwegchen her. Auf ihnen gehen heißt "sich und andere studieren".

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Moral

Im Dunkel des eigenen Selbst schärft sich das Auge für – das Licht anderer.

Peters, Aphorismen, 1931

Gar manche lachen über andere – und täten besser, über sich selbst zu weinen.

Peters, Aphorismen, 1931

Der Weg vom Protektionskind zum Oberbonzen ist nicht lang: Er ist die Karriere der gemeinen Charaktere.

Peters, Aphorismen, 1931

Jeder Turm muss verankert sein und jeder Charakter muss erprobt werden auf Verzichten-können und Verzichtet-haben.

Seemann, Funken, 1940