Charakter Sprüche – erfahrung

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Alle Zufälle unsers Lebens sind Materialien, aus denen wir machen können, was wir wollen. Wer viel Geist hat, macht viel aus seinem Leben.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Fragmente über den Menschen

Was der Mensch aus sich macht, das ist er.

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Es gibt zwei Arten von Menschen: Solche, die Bananenschalen auf den Boden werfen, und solche, die sie aufheben.

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Am sichersten erkennt man den Charakter eines Menschen an der Art, wie er die Leute behandelt, die a) ihm keinen Nutzen erweisen und b) nicht zurückschlagen können.

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Durch keine Eigenheiten, die man hat, macht man sich so lächerlich wie durch jene, die man zu haben vorgibt.

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Und so wäre es wohl das Beste, sich nicht zu bekümmern, was andere tun, sondern immerfort zu suchen, wie weit man es selbst bringen kann.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Zelter, 20. Oktober 1831

Wenn unser Charakter ausgebildet ist, fängt leider unsere Kraft an zusehends abzunehmen.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Die Menschenseele ist ein kleiner fliegender Samenstaub, der einen guten Boden sucht, um auch Charakter zu werden.

Arnim/Brentano, Clemens Brentanos Frühlingskranz. Aus Jugendbriefen ihm geflochten, wie er selbst schriftlich verlangte, 1844

Eine Besserung der deutschen Zustände ist nur möglich, wenn alles auf Charakterbildung gegründet [...] wird [...]. Das ist die Pointe des weltgeschichtlichen Berufes der Deutschen.

Nissen, Der Rembrandtdeutsche Julius Langbehn. Von seinem Freunde Benedikt Momme Nissen, 1926

Und auf Charakter, dünkt mich, komme es bei unsrer Existenz am meisten an, nicht auf vermehrte Kenntnisse und Wissenschaften.

Herder, Zerstreute Blätter (6 Sammlungen), 1785-97. Sechste Sammlung, 1797. III. Palingenesie. Vom Wiederkommen menschlicher Seelen

Jedermann hat seine Eigenheiten und kann sie nicht loswerden; und doch geht mancher an seinen Eigenheiten, oft an den unschuldigsten, zugrunde.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 3. Bandes 1. Heft, 1821

In der Herrlichkeit der ewig sich neugebärenden, alllebendigen Natur, da lerne der Unselige den Balsam finden und bereiten, der allen Kreaturen gegönnt und gegeben ist; in dem ungeheuren Zusammenspiel menschlicher Charaktere und Geschicke, da lerne er das Maß finden, zu welchem er selber geboren ist; und wenn er dieses einmal erkannt hat, so strebe er nach nichts Weiterem als: Er selbst zu sein und zu bleiben – rein und wahrhaftig, wie ein unverfälscht ausgesprochenes Wort Gottes.

Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 40. Auflage 1874 (EA: 1838)

Tägliche Erfahrung lehrt uns, daß, wenn auch Erziehung und Verhältnisse die Masse formen, die Natur doch selbst das Individuum bildet, und in Gestalt und Geist derselben so viel Schönheit oder Unform fließen läßt, daß die ursprünglichen Elemente des Charakters durch nichts gänzlich bewältigt werden.

Weiß (Hg.), Tausend und Ein Gedanke. Aphorismen für Geist und Herz, zusammengestellt von Heinrich Weiß, 6. Auflage 1904 (EA: 1880)

Der Charakter eines Menschen und sein Garten lassen erkennen, wie gründlich während der Zeit des Wachstums gejätet worden ist.

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Nur was du in dir bist, bestimmt deinen Wert, nicht was du hast.

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Obgleich man Menschen anklagt, sie kennen nicht ihre eigene Schwäche, kennen vielleicht ebenso wenige ihre eigene Stärke. Es ist im Menschen wie im Erdreich, wo es manchmal eine Goldader gibt, von der der Eigentümer nichts weiß.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

Verborgen bleibt nur das Beste an uns; das Schlechte und Dumme hat überall Mitwisser.

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

Du kehrst wieder zu deiner Veranlagung zurück.

Terenz, Hecyra (Die Schwiegermutter), entstanden um 165 v. Chr

Wie das Licht durch sehr kleine Löcher dringt, so geben kleine Dinge den Charakter eines Menschen zu erkennen.

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Auf die Bildung des Charakters haben Zucht und Übung einen bedeutenden Einfluß.

Smiles, Der Charakter (Character), 1871

Ich habe Leute gekannt, die gute Eigenschaften besaßen, welche anderen sehr dienlich waren, ihnen selbst aber nutzlos; wie eine Sonnenuhr an der Vorderseite eines Hauses Nachbarn und Vorübergehenden dient, nicht aber dem Eigentümer im Innern.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst