Charakter Sprüche – gedanken
167 Sprüche gefunden
Es bildet ein Talent sich in der Stille, Sich ein Charakter in dem Strom der Welt.
Der Charakter ist eine psychische Gewohnheit, eine Gewohnheit der Seele.
Es gibt eine Menge kleiner Unarten und Rücksichtslosigkeiten, die an und für sich nichts bedeuten, aber furchtbar sind als Symptome des Seelenzustandes, den sie verraten.
Nichts ist letzten Endes so heilig wie die Redlichkeit unserer Gesinnung.
Tiefes Eindringen und Festigkeit des Charakters wird man bei einer reizbaren Phantasie wohl immer vergebens suchen.
Zuerst die innere Haltung, dann die äußere Form! Es ist wie beim Malen, wo man Glanzlichter zuletzt aufsetzt.
Das was du bist, ruft mir so laut zu, daß ich kein Wort von dem verstehe, was du sagst.
Gerade in Kleinigkeiten, als bei welchen der Mensch sich nicht zusammennimmt, zeigt er seinen Charakter, und da kann man oft, an geringfügigen Handlungen, an bloßen Manieren, den grenzenlosen, nicht die mindeste Rücksicht auf andere kennenden Egoismus bequem beobachten, der sich nachher im Großen nicht verleugnet, wiewohl verlarvt.
Man wird mit seinem schlechten Gewissen leichter fertig, als mit seinem schlechten Rufe.
Außen hui, innen pfui.
Außen Honig, innen Galle.
Viel was erregt, nicht was Erregung schafft, Nicht was zu allen Herzen könnte sprechen; Ein Firnis über jeder wildern Kraft, Alltäglichkeit sogar in den Verbrechen; Witz ohne Salz, gemachte Leidenschaft; Kein Hauch von Wahrheit adelt ihre Schwächen; Die Charaktere sämtlich gleich und glatt, Wenn einer überhaupt Charakter hat.
In der Natur des Menschen wohnen vier Wesen zusammen: ein Hund, ein Schwein, ein Teufel und ein Engel. Alle Charaktereigenschaften entstehen aus jenen vier Gewaltigen.
Die Kennzeichen des Verstockten. Seit am Verstockten ich drei Züg’ erkannt, Hab’ ich mein Auge von ihm abgewandt. Am Schwachen übt er Härt’ und Grausamkeit, Was er auch hab’, ihm fehlt Zufriedenheit. So oft man auch ermahnend zu ihm spricht, Auf sein verstocktes Herz tut’s Wirkung nicht.
Nie zeichnet der Mensch den eignen Charakter schärfer als in seiner Manier, einen fremden zu zeichnen.
Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
Wer sich durch jede leise Eingebung seines Feindes ziehen und wie im Kreise umhertreiben läßt, der verrät, daß er eine kleine Seele und wenig Herz hat.
Den wahren Charakter eines Menschen erkennt man daran, was er tun würde, wenn ihm seine Tat nie nachgewiesen werden könnte.
Der Charakter sitzt nicht im Verstande, sondern im Herzen.
Wir sind wie der Löwe in der Fabel, der seine Reißzähne beschimpft, sobald ihm das Opfer geschmeckt hat.
Der Charakter des Menschen aber zeigt sich in denjenigen Reden und Handlungen, und bei demjenigen Teile seines ganzen Betragens, bei welchem er keine besondere Absicht hat.