Charakter Sprüche – gedanken
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Wie entstehen und ändern sich Gesinnungen? Erlebnis wirkt auf Geist und wandelt ihn. Verschieden aber wird von gleichem Erlebnis verschiedener Geist bestimmt, und diese Verschiedenheit heißt Charakter.
In jedem, auch selbst unbedeutenden Menschen liegt im Grunde ein tieferer und edlerer, wenn der wirklich erscheinende nicht viel taugt, oder noch edlerer, wenn er in sich gut ist, verborgen.
Ist der Character gemein oder lasterhaft oder roh, so wird der Abdruck desselben, seine That es auch sein; denn adeln kann ihn die Kraft der Leidenschaft nicht immer.
Für einen charaktervollen Menschen liegt der Lohn der Tugend eher in seinem eigenen Bewusstsein als in der öffentlichen Meinung.
Ich bin stark, weil ich das Gegenteil der Charactereigenschaften, die ich habe, in Erscheinung treten lasse.
Ein ungezügelter und ungeduldiger Geist meide die Reize der Freiheit, da sie ihm schaden können.
Es ist aufrichtiger, offen zu hassen, als seine Gedanken hinter der Stirn zu verbergen.
Gewöhnlich lässt der Stil den Charakter deutlich erkennen.
Der Charakter jedes einzelnen aber ist hinter vielen Schleiern der Vortäuschung verborgen und von ihnen verhüllt; die Stirn, die Augen und die Miene können mitunter lügen, am häufigsten jedoch lügt die Rede.
Ist der Zorn unerbittlich, zeigt das höchste Härte; ist er jedoch nachgiebig, zeigt das höchsten Wankelmut.
Gewöhnlich gilt der Bescheidene als verschlossen und der Schweigsame als bitter.
Die Charaktereigenschaften, welche man die analytischen nennt, sind selbst einer Analyse nur wenig zugänglich.
Die Konvenienz, der äußere Anstand, ist die Dezenz der Seele; sie verhüllt die nackte Wahrheit des Gemüts vor den kalten Menschen.
Der Charakter ist eine Erfindung für solche, die sonst nichts haben.
Als die wichtigsten Charakterfehler erscheinen einem die, welche man momentan nicht hat.
Im Dunkel des eigenen Selbst schärft sich das Auge für – das Licht anderer.
Will viel in dich hinein: Reines – Gemeines. Kannst nur für eines Wohnung sein. Wen lässt du ein ...?
Charakter ist seltener als Verstand.
Es gibt Menschen, die von außen nach innen leben; sie saugen alles um sich her auf. Und es gibt Menschen, die von innen nach außen leben; die haben nicht Erbarmen mit sich selbst, sondern sie leben im Dienst für andere.
An dem Benehmen dem Untergebenen gegenüber lässt sich der feingebildete Charakter erkennen, dem Vorgesetzten gegenüber sind die meisten verkörperte Engel.