Charakter Sprüche – gedanken

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Mancher verkauft seine Gesinnungen so billig – daß die Welt ihn verachtet.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Wer schätzt an andern nicht zumeist das, was er in sich selber vermißt?

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Charakterschwäche und geistige Leere, mit einem Wort alles, was uns hindert, mit uns selbst allein zu sein, bewahrt viele Menschen vor dem Menschenhaß.

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Man beachte, daß die Menschen, die keinen Gesichtsausdruck haben – und deren gibt es gar viele – ebensowenig haben, was man Charakter nennt.

Casanova, Die Erinnerungen des Giacomo Casanova (Histoire de ma vie, 1793-98), übersetzt von Heinrich Conrad, 6 Bde., 1911. 1. Band, Vorrede

Mein Verstand und mein Charakter liegen beständig im Kriege miteinander, und bei ihren fortwährenden Zusammenstößen habe ich stets gefunden, daß ich nicht Verstand genug für meinen Charakter und nicht Charakter genug für meinen Verstand besaß.

Casanova, Die Erinnerungen des Giacomo Casanova (Histoire de ma vie, 1793-98), übersetzt von Heinrich Conrad, 6 Bde., 1911. 1. Band, Vorrede

Wie leicht wäre der Charakter zu verbergen, verrieten ihn nicht unsre Handlungen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Der Genius wird nur vom Genius gefasset; die edle Natur nur von ihresgleichen.

Jean Paul, Komischer Anhang zum Titan, 1800-1801. I. Einladungs-Zirkulare an ein neues kritisches Unter-Fraisgericht über Philosophen und Dichter. Art. 3

Wer Charaktere studiert, der suche das Herz zu ergründen, Nicht den Verstand und den Geist; heißt doch Charakter: Gemüt.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Es ist das Zeichen einer überlegenen Seele, die Unbeständigkeit zu verabscheuen.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36

Alles, was wir sind, ist das Ergebnis dessen, was wir dachten.

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Ein Charakter, der sich nicht widerspricht, ist keiner.

Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 90. Auflage 1936 (EA: 1890). I. Deutsche Kunst. Individualismus

In jedem Menschen herrscht diejenige Tiernatur, die in ihm meistausgebildet ist.

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In der Nacht hat der Mensch nur ein Nachthemd an, und darunter kommt gleich der Charakter.

Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 3 Bde., 1930-43. Erstes Buch. Zweiter Teil, 51: Das Haus Fischel

Nur die Not zeigt den wahren Charakter.

Weber, Durch die Lupe, 1907

Der Charakter verhält sich zum Schönen wie das Skelett zum lebendigen Menschen.

Goethe, J. W., Theoretische Schriften. Der Sammler und die Seinigen, 1799, 5. Brief

Manche Menschen gleichen jenen schlecht gebundenen Büchern, die trotz des gewaltsamsten Öffnens und Auseinanderpressens doch immer wieder von selbst zusammenschlagen. Sie gestatten keinen tieferen Einblick in ihr Herz und Gemüt [...].

Amyntor, Aus der Mappe eines Idealisten, o.J. [1885]

Strenge gegen sich selbst, mit Weichheit gegen andre verbunden, macht den wahrhaft vortrefflichen Charakter aus. Aber meistens wird der gegen andere weiche Mensch es auch gegen sich selbst, und der gegen sich selbst strenge es auch gegen andere sein; weich gegen sich und streng gegen andre ist der verächtlichste Charakter.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen, 1793-1794. Dreizehnter Brief

Warum so stolz!– Ein edler Charakter unterscheidet sich von einem gemeinen dadurch, daß er eine Anzahl Gewohnheiten und Gesichtspunktenicht zur Hand hat, wie jener: sie sind ihm zufällig nicht vererbt und nicht anerzogen.

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Seelenstärke ohne Seelengröße bildet die bösartigen Charaktere, wie wir sie in den höhern Sphären der Macht und der Ehre nicht selten finden.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Zucht des Temperaments, Charakter

Charakter kann man nicht logisch erklären, nicht empirisch erzeugen, nicht geistig errechnen.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Der Charakter ist den Menschen ihr guter Dämon, welchen auch ihr schlechter.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 17.