Charakter Sprüche – gedanken
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Mancher Charakter, der anderen unverständlich ist, wird als „falsch“ angesehen, da er sich, wohl bewusst, dass er nicht das richtige Verständnis findet, seiner Umgebung sein Inneres verschließt.
Charakter ist das entschiedene Wollen oder Nichtwollen der Person, das unter gleichen Verhältnissen dasselbe bleibt.
Vielen ist nach außen etwas verpönt, was ihnen im Innern nur erwünscht ist.
Es gibt Verbrechen der Gesinnung, denen alle begangenen nachstehen.
Kein Schurke ist so dumm, daß er nicht einen Grund für seine Niedertracht fände.
Die Grenzen des Gedankenkreises sind die Grenzen für den Charakter.
Äußerlicher Adel braucht Gesellschaft, um etwas vorzustellen, innererer braucht Einsamkeit.
Der Charakterstarke sucht zuerst alle Schuld bei sich, der Charakterlose beim anderen.
Eins nur sei dein Tun, dein Denken Eins und dein Wollen!
Je mehr ein Mensch in sich gefestigt ist, um so weniger erliegt er den Einflüssen seiner Umwelt.
Es gibt mehr Seelen als Geister, die einen Charakter haben: Charakter nenne ich die Festigkeit eines Gewissens.
Was einer nicht sagt, ist oft viel charakteristischer für ihn, als was er sagt.
„Hart gegen andere, Selber sich milde“ Führt als Devise Mancher im Schilde.
Die Individualität eines Menschen spiegelt sich nicht selten klarer in seinen Fehlern als in seinen Tugenden.
Der mißversteht die Himmlischen, der sie Blutgierig wähnt: er dichtet ihnen nur Die eignen grausamen Begierden an.
Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.
Wofür ein Mensch empfänglich ist, das charakterisiert ihn, das prägt seine Natur.
Unser Charakter ergibt sich aus unserem Benehmen.
Es nennt ›Charakter‹ sich so mancher Narr, Der in der Blüte schon geworden starr; Von dem wird dann als ›Renegat‹ behandelt, Wer sich indessen hat zur Frucht gewandelt.
Man irrt sich gar sehr, wenn man aus dem, was ein Mann in Gesellschaft sagt oder auch tut, auf seinen Charakter oder Meinungen schließen will. Man spricht und handelt ja nicht immer vor Weltweisen; das Vergnügen eines Abends kann an einer Sophisterei hängen.
Die Manifestationen des Willens im Ich machen den Charakter aus.