Charakter Sprüche – gedanken

167 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Charakter gedanken

Mancher Charakter, der anderen unverständlich ist, wird als „falsch“ angesehen, da er sich, wohl bewusst, dass er nicht das richtige Verständnis findet, seiner Umgebung sein Inneres verschließt.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Charakter ist das entschiedene Wollen oder Nichtwollen der Person, das unter gleichen Verhältnissen dasselbe bleibt.

Internet

Vielen ist nach außen etwas verpönt, was ihnen im Innern nur erwünscht ist.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Es gibt Verbrechen der Gesinnung, denen alle begangenen nachstehen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Kein Schurke ist so dumm, daß er nicht einen Grund für seine Niedertracht fände.

Körner, Joseph Heyderich oder deutsche Treue. Trauerspiel, 1813

Die Grenzen des Gedankenkreises sind die Grenzen für den Charakter.

Internet

Äußerlicher Adel braucht Gesellschaft, um etwas vorzustellen, innererer braucht Einsamkeit.

Pauly, Aphorismen, 1905. Originaltext

Der Charakterstarke sucht zuerst alle Schuld bei sich, der Charakterlose beim anderen.

Internet

Eins nur sei dein Tun, dein Denken Eins und dein Wollen!

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [18]

Je mehr ein Mensch in sich gefestigt ist, um so weniger erliegt er den Einflüssen seiner Umwelt.

Internet

Es gibt mehr Seelen als Geister, die einen Charakter haben: Charakter nenne ich die Festigkeit eines Gewissens.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Was einer nicht sagt, ist oft viel charakteristischer für ihn, als was er sagt.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

„Hart gegen andere, Selber sich milde“ Führt als Devise Mancher im Schilde.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Die Individualität eines Menschen spiegelt sich nicht selten klarer in seinen Fehlern als in seinen Tugenden.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Der mißversteht die Himmlischen, der sie Blutgierig wähnt: er dichtet ihnen nur Die eignen grausamen Begierden an.

Goethe, Iphigenie auf Tauris, 1787. 1. Akt, 3. Szene, Iphigenie zu Thoas

Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809. Aus Ottiliens Tagebuche

Wofür ein Mensch empfänglich ist, das charakterisiert ihn, das prägt seine Natur.

Kent, Philosophische Gedanken zur Homöopathie. Aphorismen, Groma Verlag 2004. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Unser Charakter ergibt sich aus unserem Benehmen.

Internet

Es nennt ›Charakter‹ sich so mancher Narr, Der in der Blüte schon geworden starr; Von dem wird dann als ›Renegat‹ behandelt, Wer sich indessen hat zur Frucht gewandelt.

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

Man irrt sich gar sehr, wenn man aus dem, was ein Mann in Gesellschaft sagt oder auch tut, auf seinen Charakter oder Meinungen schließen will. Man spricht und handelt ja nicht immer vor Weltweisen; das Vergnügen eines Abends kann an einer Sophisterei hängen.

Lichtenberg, Sudelbuch G, 1779-1788. [G 69]

Die Manifestationen des Willens im Ich machen den Charakter aus.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919