Charakter Sprüche – gedanken

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Aus unsern Herzen Wächst, was wir säen, uns wieder zu; Da pflanzt die Wahrheit ihre Ruh', Da fühlt die Torheit ihre Schmerzen, Da sät das Laster seine Pein. Oh, da verblühet jeder Morgen, Den leere Abende bereun. Da hüllt die Tugend sich verborgen In ihre stille Pflanzung ein, Die ihr kein Erdensturm verweht.

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Ein Ungesitteter lauert auf das Betragen seines Nebenmenschen; wer aber im Licht wandelt, denkt nichts Böses.

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Das Gute trägt seine Belohnung allein in sich selbst, ebenso wie die Schlechtigkeit ihre eigene Strafe ist.

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 4. Buch. Originaltext: Sicut igitur probis probitas ipsa fit praemium, ita improbis nequitia ipsa supplicium est

Der Irrtum ist, Charakter sei, keinen Widerspruch in sich selbst zu dulden.

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Nicht sowohl der Ausdruck überlegenen Geistes fesselt uns so unwiderstehlich, als jener eines Charakters, der unsere Sympathie erweckt.

Stahl, Die Tochter der Alhambra, 1869

[...] Charakter als [...] die Farbe der Ereignisse bestimmende[] Beschaffenheit des Ich [...]

Spengler, Der Untergang des Abendlandes. Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte, 2 Bde., 1918-22. Erster Band, 1920

Was der höhere Mensch sucht, das ist in ihm selber; was der gemeine Mensch sucht, das ist in anderen.

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In jedem von uns ist etwas, was verdient, erschossen zu werden.

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Wie das Licht durch sehr kleine Löcher dringt, so geben kleine Dinge den Charakter eines Menschen zu erkennen.

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Ich habe Leute gekannt, die gute Eigenschaften besaßen, welche anderen sehr dienlich waren, ihnen selbst aber nutzlos; wie eine Sonnenuhr an der Vorderseite eines Hauses Nachbarn und Vorübergehenden dient, nicht aber dem Eigentümer im Innern.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

Man befindet sich nur wohl, wenn man das vorstellt, was man ist; man muß in Wahrheit den Charakter haben, den man vor der Welt haben möchte; sonst ist der, welcher die Welt zu täuschen wähnt, selber der Getäuschte.

Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, gesammelt von Emilie Schröder, 3. vermehrte Auflage 1912 (EA: 1882). Widerlegung des Fürsten von Machiavel, Kapitel 18, 1740

Anwendbar Ein weich verpackter, Ein fein befrackter, Nicht sehr intakter Charakter. Den Vers, den hab ich im Voraus gemacht, Ganz ohne Objekt; ich hab halt gedacht: Ich mach ihn einmal, er wird schon passen, Man kann ihn brauchen in allen Gassen.

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Der Charakter ist die empirisch erkannte, beharrliche und unveränderliche Beschaffenheit eines individuellen Willens.

Schopenhauer, Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841. Preisschrift über die Freiheit des Willens

Wer die Wünsche des Inneren nicht herausläßt, heißt geschlossen. Wer die Wünsche der Außenwelt nicht in sich hineinläßt, heißt gefestigt. Wer in sich geschlossen und nach außen gefestigt ist, der hat das Geheimnis der Wirkung des Himmels.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XVII - Schen Fen Lan. 2. Kapitel: Was der Fürst wahren muss / Gün Schou

Jeder hat etwas in seiner Natur, das, wenn er es öffentlich ausspräche, Mißfallen erregen müßte.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 3. Bandes 1. Heft, 1821. Eigenes und Angeeignetes in Sprüchen

Das sichre Kennzeichen eines gesunden, starken Sinnes ist, in jeder Sache die festgesetzten Gränzen ausfindig zu machen, über die diesseits und jenseits nichts weiter recht ist. Sie werden durch eine sehr zarte Linie bezeichnet, die blos guter Verstand und Aufmerksamkeit entdecken kann, und die für gemeine Augen viel zu fein ist.

Chesterfield, Briefe an seinen Sohn (Letters written to his natural son on manners & morals), 1774. London, den 10. Jänner alten Styls, 1749

Jede Sache verrät sich bei näherer Betrachtung; und ein Schluss auf den Charakter lässt sich auch aus den unbedeutendsten Dingen machen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 52. Brief. Übersetzt von August Pauly (1833) Originaltext: Omnia rerum omnium, si observentur, indicia sunt, et argumentum morum ex minimis quoque licet capere

Dem Verlauf der Entwicklung des Geistes und Charakters wird hauptsächlich durch organische Disposition seine Bahn angewiesen.

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Der Charakter ist es, der in letzter Linie das Handeln des Menschen bestimmt: der Verstand geht mehr in dienender Eigenschaft nebenher und sucht den Gefühlen, welche eben zusammen das Wesen des Charakters ausmachen, Befriedigung zu verschaffen.

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Nicht wahr, du Gute, sagte die Niedertracht zur Dummheit, du bist die einzige, welche einsieht, wie sehr man mir überall Unrecht tut.

Pauly, Aphorismen, 1905

Die Taten folgen der Gesinnung, die Gesinnung folgt den Trieben.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XX - Schï Gün Lan. 8. Kapitel: Beachten der Anzeichen / Guan Biau