Charakter Sprüche – gedanken

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Jeder Mensch hat drei Charaktere: denjenigen, welchen er zeigt, denjenigen, welchen er zu haben glaubt, und denjenigen, welchen er hat.

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Wenn du Jemand's Charakter hast enthüllt Und hältst ihm vor sein eigen Spiegelbild Recht ungeschmeichelt, ehrlich, offen: Gelang auch noch so gut das Konterfei, Er glaubt dir nicht, daß er getroffen sei – Doch sicher fühlt er sich getroffen.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wer mir verleidet guten Sinn, Ist wenig weiser als ich bin.

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Sich selber Wort halten schwerer als andern.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Mai 1799

Ich weiß nicht, ob ich mich irre, aber es scheint mir, als habe der Mensch einen Keim von Wildheit in seinem Herzen, der sich oft wieder zeigt, wenn man ihn schon zerstört zu haben glaubt.

Friedrich II. (der Große), Briefe. An Voltaire, am 9. Juli 1777

Ich mag das alte Sprüchlein gern: „In rauer Schale guter Kern.“ So blumig preis’ ich immerhin den Fakt, daß ich unmöglich bin.

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Unser guter Charakter, der so gern für mitfühlend gilt, schweigt oft schon, wenn uns nur der kleinste Vorteil winkt.

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Charakter ist in der moralischen Welt, was in der physischen das Knochengebäude.

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Ein armes, erbärmliches Tier ist der Mensch, wie er in der Regel ist, dem fremde Autorität die Stelle eigenen Urteils vertreten muß.

Schopenhauer, A., Nachlass. Pandectae II (1836)

Ein Charakter ist der Abdruck, den das Ewige in empfänglichen Seelen zurückläßt. Ein Charakter ist nur durch Frömmigkeit zu erwerben.

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Er war ein Mensch und Künstler von skrupulösem Gewissen, daß er auch dort noch wachsam blieb, wo die anderen, die Tauben, sich bereits sicher fühlten.

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Wenn du dir Gedanken darüber machst, was du für andere tun könntest, braucht dir um deinen Charakter nicht bange zu sein. Charakter ist ein Nebenprodukt, und wenn einer es zu sehr darauf anlegt, ihn um seiner selbst willen zu kultivieren, dann wird er bloß ein eitler Geck.

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Feinheit des Ausdrucks ist verschieden von Feinheit der Gesinnung.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Februar 1793

Wer unsre idealen Eigenschaften finden will, braucht mehr als Scharfsinn: Erfindung.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Ich schätze den Mann, der sich selber treu ist, sogar in seiner Bosheit.

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Der Charakter eines Menschen wohnt nicht im Intellekt, sondern im Herzen.

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Charakter eines Menschen – seine gebändigte, zugehauene, zugeschliffene oder seine wild wuchernde Natur.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1906

Der einsame Vogel hat fünf Eigenschaften: Die erste, daß er zum höchsten Punkt fliegt; die zweite, daß er keine Gesellschaft erträgt, auch wenn sie von seiner Art ist; die dritte, daß er den Schnabel in den Wind hält; die vierte, daß er keine bestimmte Farbe hat; die fünfte, daß er lieblich singt. Diese Eigenschaften muß auch der kontemplative Mensch haben.

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Herz und Verstand in vollendetster Harmonie nennt man Charakter.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Gespenster hausen nicht in alten Schlössern, sie stecken in uns selbst.

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Der edle Mensch handelt erst, bevor er spricht, und danach spricht er, wie er gehandelt.

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