Charakter Sprüche – gedanken

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Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange Ist sich des rechten Weges wohl bewußt.

Goethe, Faust. Eine Tragödie. Prolog im Himmel, 1808. Der Herr zu Mephistopheles

Kleider verhüllen den Charakter.

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Fremde Tracht Alamode-Kleider, Alamode-Sinnen; Wie sichs wandelt aussen, wandelt sichs auch innen.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Die Motive bestimmen nicht den Charakter des Menschen, sondern nur die Erscheinung dieses Charakters, also die Taten.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Zweites Buch. Der Welt als Wille erste Betrachtung: Die Objektivation des Willens

Charakter ist der Inbegriff des bewußten und unbewußten Willens.

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Recht hat jeder eigene Charakter, Der übereinstimmt mit sich selbst.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 1. Akt, 7. Auftritt, Gräfin

Man schreibt sich leichter falsche Vorzüge zu, als man seine wahren errät.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Jenner 1797

Mein Weg muß gerad sein. Ich kann nicht wahr sein mit der Zunge, mit Dem Herzen falsch.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 5. Akt, 3. Auftritt, Max

[...] daher ein sogenannter Mann von festen Grundsätzen gewöhnlich nur ein Mensch ist, dessen äußere Lage glücklicherweise stets mit seinen Neigungen übereinstimmt.

Kotzebue, Kleine Romane, Erzählungen, Anecdoten und Miscellen, 1805 (erweiterte Ausgabe 1842)

Der rechtschaffene Mensch rechtfertigt sich wenig.

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Ein geistreicher und schlechter und ein geistreicher und anständiger Charakter unterscheiden sich wie ein Mörder und ein Weltmann, der gut fechten kann.

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Wie es unbeständige Seelen gibt, in denen bald die eine, bald die andere Leidenschaft herrscht, begegnet man auch manchem schwankenden Geist, der keine feste Grundlage finden und, von allen Meinungen fortgerissen, keine Entscheidung treffen kann.

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Der Charakter ist die sittliche Ordnung, durch das Medium einer individuellen Natur gesehen.

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Nur die gemeineren Naturen haben das Gesetz ihrer Handlungen in einem andern Menschen, die Voraussetzungen ihrer Handlungen außerhalb ihrer selbst.

Kierkegaard, Furcht und Zittern (Frygt og Bæven), 1843

Zwei Arten von Menschen: Die einen denken, die andern amüsieren sich.

Montesquieu, Meine Gedanken (Mes pensées), 1899-1901 (posthum), übersetzt von Fritz Schalk. Geist

Die Ich-Sucht vergeht sich nicht so sehr durch Taten, als durch Nicht-Verstehen.

Hofmannsthal, Buch der Freunde, 1922

Was der Mensch aus sich macht, das ist er.

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Durchsichtig wie der edelste Kristall Muß um mich stehn und leuchten rings das All, Kein dunkler Fleck darf fürder an ihm sein. Wie schaff ich das? – Ich glüh' mich selber rein!

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Ich möchte den Charakter das Knochengerüst des Geistes nennen. Nimm aus dem menschlichen Körper das Knochengerüst hinweg, er wird mit der Festigkeit jede sichere Bewegung und allen Halt verlieren und ein wahres Kautschukgebilde sein.

Fischer, Ich will! Ein Buch über Selbsterziehung des Willens und Veredelung des Herzens, 1920

Ich kümmere mich [...] um die Dinge, die außer mir sind, gar nicht, trachte nicht zu scheinen, sondern zu sein, und diesen Überzeugungen danke ich denn die tiefe Seelenruhe, welche ich genieße.

Fichte, J. G., Briefe. An Achelis in Bremen

Charakter: die Summe der Tendenzen, in einer bestimmten Weise zu handeln.

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