Charakter Sprüche – gedanken

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Der Mann wird gehässig, der sich in seinen Plänen, wenn sie unedel sind, durchschaut sieht.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Es ist zu verwundern, daß solche [niederträchtigen] Menschen nicht im Gefühl ihrer Nichtswürdigkeit augenblicklich verwesen!

Schwab, Schiller's Leben in drei Büchern, 1840. Über die niederträchtige Tat eines damals in Jena angesehenen Mannes

Bin ich auch nichts geworden, Ich blieb doch, der ich war.

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Wer ein schlechtes Herz hat, kann keinen guten Gedanken hegen.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Charakter ist innere Festigkeit.

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Niemals zeigt sich die Natur des Menschen bestialischer, als wenn sie zur Ehre der höchsten Ideen ins Wüten gerät.

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Ein Charakter ist ein vollkommen gebildeter Willen.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke psychologischer Enzyklopädistik

Wir müssen der gütigen Vorsehung dafür danken, dass die äußerste Verdorbenheit des Herzens zuweilen merkwürdiger Weise mit einem verworrenen Verstande verbunden ist, welcher selbst den stärksten Lieblingsneigungen entgegenwirkt und denselben Mann zu einem Verräther ohne Geschick und zu einem Heuchler ohne Maske macht.

Ruge (Hg.), Gesammelte Schriften, achter Band. Junius' Briefe, übersetzt von Arthur Ruge, 1847. 15. Brief. An Seine Gnaden den Herzog von Grafton. Den 8. Juli 1769

Ein edles Herz verleugnet seine Gesinnung nicht; es ist ihm recht, wenn man ihm bis ins Innere sieht.

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Glänzende Eigenschaften des Geistes erwerben Bewunderung, aber nicht Zuneigung: diese bleibt den moralischen, den Eigenschaften des Charakters, vorbehalten.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum zweiten Buch. Kapitel 19. Vom Primat des Willens im Selbstbewusstsein

[...] die eigenste Natur Verleugnet straflos keiner.

Geibel, Echtes Gold wird klar im Feuer. Ein Sprichwort, 1882. Helene

Es liegt nicht so viel daran, wie wir es um uns haben, sondern wie wir es in uns haben, darauf kommt es an.

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Meistens wird der Charakter jedes einzelnen durch seine Wünsche und durch seine psychische Gemütsart geformt.

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Nicht in Montaigne, sondern in mir selber finde ich alles, was ich bei ihm sehe.

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Ich habe mich wohl schon tausendmal über diese Fähigkeit des Menschen gewundert, das höchste Ideal neben der niedrigsten Gemeinheit in seiner Seele hegen zu können, und beides mit vollkommener Aufrichtigkeit.

Dostojewski, Die Brüder Karamasow, 1878-80

Ein Mann mit einem starken Charakter hat keinen guten Charakter.

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Jeder Mensch trägt einen Dämon in sich, der ihn reizt und zu seinen Handlungen treibt.

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Charakter ist Verwirklichung derIdee, der inneren Form, deseinmaligenSo-Seins jedes Einzelwesens.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Schlüpfrige Geister gibt es genug, schmähsüchtige oder satirische in noch größerer Zahl, die feinsinnigen sind selten.

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Jeder, der ein anständiger Mensch zu scheinen strebt, bekennt unbewußt, daß er es sein müßte.

Leixner, Der Weg zum Selbst, 1905

Viele Charaktere sind nichts als ein Mosaik von Stimmungen; mit der Zeit bröckeln sie leicht ab.

Auerbach, Tausend Gedanken des Collaborators. Aphorismen, 1875