Charakter Sprüche – glück

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Was ich Gutes haben mag, ist durch einige wenige vortreffliche Menschen in mich gepflanzt worden, ein günstiges Schicksal führte mir dieselben in den entscheidenden Perioden meines Lebens entgegen, meine Bekanntschaften sind auch die Geschichte meines Lebens.

Schiller, F., Briefe. An Charlotte Gräfin von Schimmelmann, 23. November 1800

»Vor seinem Tode«, sagt Solon, »ist niemand glücklich zu schätzen« – und wir dürfen auch sagen: Vor seinem Tode ist niemand als Charakter zu preisen.

Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. VI. Vermischte Einfälle

Ein Mensch von sanftem Charakter macht sich selbst und andere glücklich.

Lipperheide (Hg.), Spruchwörterbuch, hg. von Franz Freiherrn von Lipperheide, Berlin 1907

Sieh, auf dem Pfuhl wie schwimmt das zarte Lotosblatt! So bleibt der Reine rein auch an unreiner Statt.

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien. Vierzeilen

Das Herze rein, Die Sinne fein, Die Seele wahr, Das Auge klar, Dann ist die Bahn des Lebens licht Und zeigt ein holdes Angesicht.

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[...] daher ein sogenannter Mann von festen Grundsätzen gewöhnlich nur ein Mensch ist, dessen äußere Lage glücklicherweise stets mit seinen Neigungen übereinstimmt.

Kotzebue, Kleine Romane, Erzählungen, Anecdoten und Miscellen, 1805 (erweiterte Ausgabe 1842)

Wo Charakter ist, wird hässlich schön. Wo kein Charakter ist, wird schön hässlich.

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Es gibt Menschen, die wohnen auf dem Cimborasso der Gemeinheit. Es ist unmöglich, ihnen beizukommen – sie behalten immer recht. Der Witz, der sie aufsucht, sinkt schon am Fuße des Berges entatmet nieder und bekennt mit Scham, daß ein Prügel besser sei als eine Lanze.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [133]

Stets er selbst zu bleiben. Das glückt wenigen!

Multatuli, Woutertje Pieterse, 1862-77

Das halte fest bei hellem Sonnenschein ist's leichte Kunst, getrosten Muts zu sein, doch ob ein Menschenherz ist stark und groß, das zeigt sich erst bei einem schweren Los.

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Ich kümmere mich [...] um die Dinge, die außer mir sind, gar nicht, trachte nicht zu scheinen, sondern zu sein, und diesen Überzeugungen danke ich denn die tiefe Seelenruhe, welche ich genieße.

Fichte, J. G., Briefe. An Achelis in Bremen

Der größere Teil unseres Glücks wie unseres Unglücks hängt von unseren Anlagen ab und nicht von unseren äußeren Verhältnissen.

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Der eine kann das Unglück nicht, Der andre nicht das Glück verdauen. Durch Männerhaß verdirbt der eine, Der andre durch die Gunst der Frauen.

Heine, H., Gedichte. Nachlese. Zeitgedichte. Aus: Simplicissimus I.

Ein- und dieselbe Daseinsstufe gibt nur einen Augenblick vollkommenen Glückes; aber die Wesensart des leidenschaftlichen Menschen wechselt zehnmal am Tage.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Über Nacht, über Nacht kommt still das Leid, Und du bist erwacht, O traurige Zeit! Du grüßest den dämmernden Morgen Mit Weinen und Sorgen. Über Nacht, über Nacht Kommt das stille Glück, Und du bist erwacht, O selig Geschick! Der düstere Traum ist zerronnen Und Freude gewonnen. Über Nacht, über Nacht Kommt Freud und Leid, Und eh du's gedacht, Verlassen dich beid' Und gehen, dem Herren zu sagen, Wie du sie getragen.

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Ohne Rechtschaffenheit ist es nicht leicht, in äußerem Glück die Bescheidenheit zu bewahren.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr

Die Bäume beugen sich, wenn Früchte wachsen; Die Wolken hangen, wenn sie frisches Wasser Enthalten, tief herab; die guten Menschen Beweisen auch im Glücke sich nicht stolz.

Kalidasa, Sakuntala. Drama in sieben Akten

Wehe dem Mann, der keine Schattenseiten hat, er hat auch keine Lichtseiten.

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Lass Neider neiden und Hasser hassen: Was Gott mir gönnt, muss man mir lassen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wenn das Glück, die leichte Dirne, Launisch dir den Rücken kehrt, Hebe doppelt kühn die Stirne, Gürte doppelt fest das Schwert. Rasch verwelkt ein Kranz aus Zweigen, Die du spielend dir gewannst; In der Not erst magst du zeigen, Wer du bist, und was du kannst.

Geibel, E., Gedichte. Spätherbstblätter. Sprüche, 32.

Schlechte Menschen ohne Geist, ohne Geschmack, Wenn sie noch so reich sind, bleiben nur Pack.

Ringelnatz, J., Gedichte. Flugzeuggedanken, 1929. Aus: Geld allein