Charakter Sprüche – glück

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Wer die Wünsche des Inneren nicht herausläßt, heißt geschlossen. Wer die Wünsche der Außenwelt nicht in sich hineinläßt, heißt gefestigt. Wer in sich geschlossen und nach außen gefestigt ist, der hat das Geheimnis der Wirkung des Himmels.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XVII - Schen Fen Lan. 2. Kapitel: Was der Fürst wahren muss / Gün Schou

Ist sonach der Charakter der ersten Lebenshälfte unbefriedigte Sehnsucht nach Glück, so ist der der zweiten Besorgnis vor Unglück. Denn mit ihr ist, mehr oder weniger deutlich, die Erkenntnis eingetreten, daß alles Glück chimärisch, hingegen das Leiden real sei.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 6: Vom Unterschiede der Lebensalter

Glücklich ist derjenige, welcher sein Dasein seinem besonderen Charakter, Wollen und Willkür angemessen hat und so in seinem Dasein sich selbst genießt.

Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, 1837 (posthum). Einleitung

Das Schicksal hat keinen Einfluß auf unseren Charakter, im Gegenteil: Der Charakter bestimmt das Schicksal und modelt es um.

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Der Mensch kann nicht eher wissen, wie gut er ist, als bis einmal sein halbes Glück von einer großen Sünde abhing.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Februar 1793

Der Wurm krümmt sich, wenn er getreten wird – der Mensch sagt: "Es war mir ein Vergnügen."

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ein edler Charakter wird nicht leicht über sein eigenes Schicksal klagen.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 14. Nachträge zur Lehre von der Bejahung und Verneinung des Willens zum Leben

O unglückselig ist, wer Menschen quält, Weil es im Unglück ihm an Freunden fehlt.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Alle Bestrebungen sind umsonst, sich etwas zu geben, was nicht in uns liegt – und darüber verscherzt man den Genuß dessen, was man wirklich besitzt.

Schiller, F., Briefe. An Christian Gottfried Körner, 20. August 1788

Wer nach Lust späht ungezügelt, ohne Maß beim Mahl und träge, Schwach an Kräften: den fällt Mara wie der Sturm das Baumgehege.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 7. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Der Mensch lebt durch Geradheit. Ohne sie lebt er nur von glücklichen Umständen und rechtzeitigem Ausweichen.

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Dagegen ist gewiß, daß noch jetzt jeder, der etwas Rechtes will und kann, in der Regel auch ein anständiger und wohlwollender Gesell ist, der nach getaner Arbeit sein kluges Pfeifchen in Ruhe zu rauchen versteht und nicht immer von bösen Mücken geplagt ist.

Keller, G., Autobiographie von 1876

Je bitterer die Schale, je süßer der Kern.

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Die Namenlosen Engelmenschen sind bei Tag und Nacht Sonder Lohn auf Nächstenwohl bedacht; Mittelmenschen lindern fremde Sorgen Dann nur, wenn sie selber sich geborgen; Teufelmenschen führen eignes Glück Auf des Nächsten Untergang zurück: Aber die von Schadenfreude brennen, Wahrlich, solche kann ich nicht benennen.

Bohlen (Übers.), Die Sprüche des Bhartriharis, 1835

Das größte Elend ist, kein Elend tragen können.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Es liegt nicht so viel daran, wie wir es um uns haben, sondern wie wir es in uns haben, darauf kommt es an.

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Mancher hat nichts als seine Frechheit, und er macht doch sein Glück in der Welt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

O der Einträchtigen Niederträchtigkeit!

Saar, Kaiser Heinrich der Vierte. Ein deutsches Trauerspiel in zwei Abtheilungen, 2 Bde., 1865-67

Es ist traurig zu erkennen, dass ich das Glück ebenso wenig zu ertragen verstand als das Unglück.

Tolstoi, Tagebücher. 1854

So sind viele: Den Glücklichen hassen sie, und den Unglücklichen verachten sie.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Über den Charakter hat das Schicksal keine Macht.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 36. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: In mores fortuna ius non habet