Charakter Sprüche – hoffnung

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Kein Mensch, auch nicht der allerverkommenste, verträgt es, unwert geachtet zu werden. Wenn ihn alle Welt verachtet, sucht er noch seinesgleichen, bei denen seine Taten etwas gelten.

Pauly, Aphorismen, 1905

Wie rührend: wenn jemand über die Gemeinheit der Welt klagt, weil die seinige nicht erfolgreich genug ist!

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Dennoch! sei dein Wort, wenn jedes Licht um dich Nacht wird.

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [12]

Es gibt mehr Seelen als Geister, die einen Charakter haben: Charakter nenne ich die Festigkeit eines Gewissens.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Man lobt die Rechtschaffenheit, – und läßt sie frieren.

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Laß, bei gutem Bewußtsein, die Unverständigen schreien, und verfolge getrost deinen Weg! Das Beste ist noch überall gekreuzigt worden.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Die Bewährung Der Demant wird nur an dem Demant hell; Der große Geist nur an dem Großen groß; Das reine Herz bewährt sich nur am Reinen.

Conz, C. P., Gedichte

Besser ist es, hinkend auf dem rechten Weg zu gehen, als mit einem festen Schritt abseits.

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Solange du noch lebst, solange du noch kannst, sei ein rechtschaffener Mensch.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 4,17. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Der edle Mann lebt nie vergebens.

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Ich will meiner Not nichts verdanken, als höchstens meinen Charakter.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837. Aus einem Brief an Frau Dokt. S.[choppe] vom 25. Mai 1837

Üb immer Treu und Redlichkeit Üb immer Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab, Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab Dann wirst du wie auf grünen Au´n Durch´s Pilgerleben geh´n Dann kannst du sonder Furcht und Grau´n dem Tod ins Auge seh´n. Dann wird die Sichel und der Pflug In deiner Hand so leicht, Dann singest du beim Wasserkrug, Als wär dir Wein gereicht. Dem Bösewicht wird alles schwer, Er tue was er tu, Ihm gönnt der Tag nicht Freude mehr, Die Nacht ihm keine Ruh. Der schöne Frühling lacht ihm nicht, Ihm lacht kein Ährenfeld, Er ist auf Lug und Trug erpicht, Und wünscht sich nichts als Geld. Der Wind im Hain, das Laub im Baum Saust ihm Entsetzen zu, Er findet, nach des Lebens Raum Im Grabe keine Ruh. Dann muß er in der Geisterstund aus seinem Grabe gehn und oft als schwarzer Kettenhund vor seiner Haustür stehn Die Spinnerinnen, die, das Rad im Arm, nach Hause gehn erzittern wie ein Espenblatt wenn sie ihn liegen sehn Und jede Spinnestube spricht von diesem Abenteuer und wünscht den toten Bösewicht ins tiefste Höllenfeuer Der Amtmann, der die Bauern schund in Wein und Wollust floß trabt nachts, mit seinem Hühnerhund im Wald auf glühendem Roß Oft geht er auch am Knotenstock als rauher Brummbär um und meckert oft als Ziegenbock im ganzen Dorf herum Der Pfarrer, der aufs Tanzen schalt und Filz und Wucherer war steht nachts als schwarze Spukgestalt um zwölf Uhr am Altar Paukt dann mit dumpfigen Geschrei die Kanzel, daß es gellt und zählet in der Sakristei sein Beicht- und Opfergeld Drum übe Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab, Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab! Dann suchen Enkel deine Gruft Und weinen Tränen drauf, Und Sonnenblumen, voll von Duft, Blüh'n aus den Tränen auf.

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Charakter ist innere Festigkeit.

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Was zeigt untrüglich einen Edlen an? Wenn Nutzen hat von ihm und besser wird Der Mann sogar, der Böses ihm getan.

Ernst, Gedichte und Sprüche, 1934

Es sind nicht die Schlechtesten, die das Heil mit Schmerzen erringen, und nicht jeder kann gleich an des Heilands Brust ruhen wie Johannes; es geht mancher erst den Weg des Petrus, und doch war es Petrus, auf den der Herr seine Kirche gründete.

Hesekiel, Eine brandenburgische Hofjungfer. Historischer Roman aus Joachim Nestor's Tagen, 3 Bde., 1868

Das größte Elend ist, kein Elend tragen können.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Man kann nie über einen Charakter urteilen, bevor er sich nicht in Enttäuschung und Unglück bewährt hat.

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Seid standhaft – doch nicht verstockt, mutig – doch keine Unruhestifter, frei – doch nicht undiszipliniert, gefühlvoll – doch nicht schwärmerisch.

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Der böse Charakter vertraut in der Not nicht auf den Beistand anderer; ruft er ihn an, so geschieht es ohne Zuversicht: erlangt er ihn, so empfängt er ihn ohne wahre Dankbarkeit.

Schopenhauer, Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841. Preisschrift über die Grundlage der Moral

Aber im Feuer der Widerwärtigkeit und auf dem Amboß der Armut härtet sich edles Metall, während unedles da allerdings zerrinnt und zerstiebt.

Scherr, Menschliche Tragikomödie. Gesammelte Studien, Skizzen und Bilder, 12 Bde., 1884. Achter Band. Fichte

Es gibt unbeugsame Charaktere, die nichts erschüttert – nichts, als der Verlust ihres Geldes.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896