Charakter Sprüche – mut

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Charakter ist eine gute Mischung von eiserner Härte und wärmster Herzlichkeit.

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Dein Nein sei eine eherne Mauer, an der das Kind fünf- oder sechsmal seine Kräfte erschöpfen mag, um es nie wieder zu versuchen, sie umzustürzen.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Was kraucht da in dem Busch herum? Ich glaub', es ist Napolium!

Pistorius (Füsilier Kutschke), Kutschkelied, Erstdruck 22. August 1870 (anonym)

Schicksale von Völkern und Staaten, Richtungen von ganzen Zivilisationen können daran hangen, daß ein außerordentlicher Mensch gewisse Seelenspannungen und Anstrengungen ersten Ranges in gewissen Zeiten aushalten könne.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum)

Integer vitae… Mit reinen Händen und weißer Weste Tut eure Arbeit, feiert die Feste, Schlagt eure Schlachten, dankt für die Siege … Schmutzigkeit ist alles Niedrigen Wiege. Die auf den Höhen der Menschheit wohnen, Führer der Völker, Träger der Kronen, Wahrt eure Schilde! Denn es erscheinen Groß alle Flecken drunten im Kleinen. Winziger Wolken Schatten bedecken Nieden am Boden riesige Strecken – Klar müssen Sonnen sein und Gedanken, Denen wir Licht und Leben verdanken! Das ist die höchste Ehre auf Erden: Niemals im Leben schmutzig zu werden, Und auch das Schwerste nur zu vollenden Mit weißer Weste und reinen Händen.

de Nora, Gedichte. Hochsommer. Neue Gedichte, 1912

Stille den Durst, üb' die Geduld und lasse den Hochmut. Sündiger Freude fröhne nicht. Sprich die Wahrheit; gehe den Pfad des Rechts, und an die Wissenschaft gewöhne dich. Wer's verdient, den ehre. Liebe selbst den Feind und schätze gering die eigene Kraft. Guten Namen schütze. Kummer bringe Linderung: das ist's, was der Edle schafft!

Lüttringhaus (Hg.), Lebensworte aus dem Munde guter und großer Menschen aller Zeiten und Völker für Geist und Gemüt, hg. von J. D. Lüttringhaus, Lüdenscheid, um 1880

Sei künftig auf der Lebensreise, Wie hier in diesem Buch Die vollgeschrieb'nen Blätter, weise, Doch berg' es vor der Menge klug, Durch Thaten nur, nicht durch Sentenzen, Such' mild wie Mondenlicht zu glänzen, Moral'sche Schwätzer gibt's genug!

Album- und Gedenksprüche. Eine Aehrenlese, C. Daberkow's Verlag, Wien 1893

Warum so stolz!– Ein edler Charakter unterscheidet sich von einem gemeinen dadurch, daß er eine Anzahl Gewohnheiten und Gesichtspunktenicht zur Hand hat, wie jener: sie sind ihm zufällig nicht vererbt und nicht anerzogen.

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Seelenstärke ohne Seelengröße bildet die bösartigen Charaktere, wie wir sie in den höhern Sphären der Macht und der Ehre nicht selten finden.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Zucht des Temperaments, Charakter

Mitten in der Welt stehen und nicht mit ihr gehen – das nenne ich Knochen und Rückgrat haben.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Ein entschiedener Charakter wird man durch Anschluß an entschiedene Charaktere.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Ist der Character gemein oder lasterhaft oder roh, so wird der Abdruck desselben, seine That es auch sein; denn adeln kann ihn die Kraft der Leidenschaft nicht immer.

Hahn-Hahn, Sibylle. Eine Selbstbiographie, 1846. Erster Band. Originaltext

Ein großer und freier Geist wird einen Verlust nicht im Verbund mit Schande ertragen können.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VI, Brief 8: C. Plinius Prisco Suo S. Übers. Internet Originaltext: Non feret magnum et liberum ingenium cum contumelia damnum

Erfindungsreicher als Wahrheit, Freiheit und Liebe sind Heuchelei, Unterwürfigkeit und Furcht.

Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Internet Originaltext: Ingeniosior est enim ad excogitandum simulatio veritate, servitus libertate, metus amore

Für tapfer nämlich und großmütig sind nicht diejenigen zu halten, die Unrecht tun, sondern jene, die es abwenden.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Fortes igitur et magnanimi sunt habendi non qui faciunt, sed qui propulsant iniuriam

Es lässt sich aber nicht gut verstehen, dass sich derjenige von der Begierde überwinden lässt, der durch Furcht nicht bezwungen wird, oder dass einer vom Genuss besiegt wird, der sich als von der Mühsal nicht zu bezwingen gezeigt hat.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Non est autem consentaneum, qui metu non frangatur, eum frangi cupiditate, nec qui invictum se a labore praestiterit, vinci a voluptate

Ich bin stark, weil ich das Gegenteil der Charactereigenschaften, die ich habe, in Erscheinung treten lasse.

Heym, G., Tagebücher. Drittes Tagebuch. Originaltext

Ein ungezügelter und ungeduldiger Geist meide die Reize der Freiheit, da sie ihm schaden können.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 6. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Ferox impatiensque natura irritamenta nociturae libertatis evitet

Ein Mann, der sich von Unrecht fernhält, um keinen Fehler zu machen, darf nicht für gut oder gerecht gehalten werden.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Nam nec vir bonus ac iustus haberi debet qui, ne malum habeat, abstinet se ab iniuria

Wichtiger, als wohin du kommst, ist, als wer du kommst; daher dürfen wir unser Herz an keinen Ort hängen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 28. Brief. Übers. Internet Originaltext: Magis quis veneris quam quo interest, et ideo nulli loco addicere debemus animum

Zeichen eines großes Geistes ist es, Großes zu verachten und das Mittelmaß dem Übermaß vorzuziehen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 39. Brief. Übers. Internet Originaltext: Magni animi est magna contemnere ac mediocria malle quam nimia