Charakter Sprüche – mut
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Die Wüste wächst: Weh dem, der Wüsten birgt!
Üb immer Treu und Redlichkeit Üb immer Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab, Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab Dann wirst du wie auf grünen Au´n Durch´s Pilgerleben geh´n Dann kannst du sonder Furcht und Grau´n dem Tod ins Auge seh´n. Dann wird die Sichel und der Pflug In deiner Hand so leicht, Dann singest du beim Wasserkrug, Als wär dir Wein gereicht. Dem Bösewicht wird alles schwer, Er tue was er tu, Ihm gönnt der Tag nicht Freude mehr, Die Nacht ihm keine Ruh. Der schöne Frühling lacht ihm nicht, Ihm lacht kein Ährenfeld, Er ist auf Lug und Trug erpicht, Und wünscht sich nichts als Geld. Der Wind im Hain, das Laub im Baum Saust ihm Entsetzen zu, Er findet, nach des Lebens Raum Im Grabe keine Ruh. Dann muß er in der Geisterstund aus seinem Grabe gehn und oft als schwarzer Kettenhund vor seiner Haustür stehn Die Spinnerinnen, die, das Rad im Arm, nach Hause gehn erzittern wie ein Espenblatt wenn sie ihn liegen sehn Und jede Spinnestube spricht von diesem Abenteuer und wünscht den toten Bösewicht ins tiefste Höllenfeuer Der Amtmann, der die Bauern schund in Wein und Wollust floß trabt nachts, mit seinem Hühnerhund im Wald auf glühendem Roß Oft geht er auch am Knotenstock als rauher Brummbär um und meckert oft als Ziegenbock im ganzen Dorf herum Der Pfarrer, der aufs Tanzen schalt und Filz und Wucherer war steht nachts als schwarze Spukgestalt um zwölf Uhr am Altar Paukt dann mit dumpfigen Geschrei die Kanzel, daß es gellt und zählet in der Sakristei sein Beicht- und Opfergeld Drum übe Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab, Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab! Dann suchen Enkel deine Gruft Und weinen Tränen drauf, Und Sonnenblumen, voll von Duft, Blüh'n aus den Tränen auf.
Seid doch, was ihr seid, und die Hefe wird schon vor euch niedersinken!
Es gibt auch heute noch Männer, die Charakter haben, weil sie einsam sind und einsam sind, weil sie Charakter haben.
Wer den Schein mehr fürchtet, als er die Wahrheit liebt, nenne sich keinen Charakter!
Charakter ist innere Festigkeit.
Der Schwächling schiebt die Verantwortung für alle Fehler und Vergehen auf seine Umgebung, aus der er hervorgegangen ist. Der Starke nimmt sie auf sich selbst.
Ein ausgeglichener Charakter entstand selten auf ausgeglichenen Wegen.
Es sind nicht die Schlechtesten, die das Heil mit Schmerzen erringen, und nicht jeder kann gleich an des Heilands Brust ruhen wie Johannes; es geht mancher erst den Weg des Petrus, und doch war es Petrus, auf den der Herr seine Kirche gründete.
Wer einmal krumme Wege zu gehen liebt, befreundet sich wohl nie wieder mit den geraden der Wahrheit.
Der hat den Kopf über dem Nebel.
Tu deiner Natur niemals Gewalt an; es ist aber nicht im mindesten erforderlich, sie ganz zu zeigen.
Nichts kennzeichnet so den Menschen, wie sein Umgang mit Toren.
Durch Veränderungen formt sich ein starker Charakter, ein schwacher durch die Stabilität.
Das hervorragende Organ des Charakters ist entschiedenes Wollen. Recht oder Unrecht, Gut oder Schlecht bleiben ihm ganz nebensächlich, wenn nicht edler Wille das Sittliche unterstützt.
Wie redete sich der muntere Rattenfänger von Hameln in seiner leichtfertigen Manier heraus? "Was kann ich dafür, wenn einmal schlechten Ackergrund im Herzen die Natur mir eingerichtet?" –
Seid standhaft – doch nicht verstockt, mutig – doch keine Unruhestifter, frei – doch nicht undiszipliniert, gefühlvoll – doch nicht schwärmerisch.
Ich will lieber tausendmal sterben, als die Herzensreinheit preisgeben.
Aus Kleinem ermesse den Charakter, denn wer im Kleinen sich treu, ist erhaben im Großen.
Man sieht gleich, wo die zwei notwendigsten Eigenschaften fehlen: Geist und Gewalt.
Mancher hat nichts als seine Frechheit, und er macht doch sein Glück in der Welt.