Charakter Sprüche – mut

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Sei nicht allzu süß, damit du nicht verschlungen wirst, und nicht allzu bitter, damit du nicht ausgespieen wirst.

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Wer sich am meisten verweichlicht, leidet am meisten.

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Der Mensch ist der Bildner der Verhältnisse. Der Charakter ist es, der aus den Verhältnissen eine Existenz schafft. An dieser bildenden Kraft wird unsere Stärke gemessen. Aus dem gleichen Material baut der eine Paläste, der andere Hütten, der eine Speicher, der andere Landhäuser; und der Granitblock, der für den Schwachen ein Hemmnis ist auf seinem Pfade, ist für den Starken eine Stufe, die ihn höher fördert.

Lewes, Goethes Leben und Werke (The life and works of Goethe. Sketches of His Age and Contemporaries, from Published and Unpublished Sources), 2 Bde., 1855

Es ist doch sonderbar, wie auch der vortrefflichste Mensch schlechte Eigenschaften haben muß, gleich einem stolz segelnden Schiffe, welches Ballast braucht, um zu seiner guten Fahrt gehörig schwer zu sein.

Keller, Das Tagebuch und das Traumbuch, Basel 1942 (posthum). Tagebuch, 15. September 1847

Die Seele warm, das Auge klar, die Lippe wahr, von Stahl der Arm; für's andre sorgen dein Heut' dein Morgen.

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Daß Edelmut, Seelenreinheit und Herzinnigkeit ›Schwächlichkeit‹ heißen sollten, das werden wir niemals begreifen und, soweit das in unsern Kräften liegt, auch niemals dulden.

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Wenn das Glück, die leichte Dirne, Launisch dir den Rücken kehrt, Hebe doppelt kühn die Stirne, Gürte doppelt fest das Schwert. Rasch verwelkt ein Kranz aus Zweigen, Die du spielend dir gewannst; In der Not erst magst du zeigen, Wer du bist, und was du kannst.

Geibel, E., Gedichte. Spätherbstblätter. Sprüche, 32.

Das ist des Mannes Ehre, Daß er fest im Wechsel bleibt, Und die Wog' im Lebensmeere Nicht von seiner Bahn ihn treibt.

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Wohl wär es besser, überall dem Herzen zu folgen, doch darüber würde man sich manchen guten Zweck versagen müssen.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 5. Akt, 1. Auftritt, Octavio

Schon die herbste Prüfung des Charakters ist die, daß man sich, eben als »Charakter«, nicht einmal soll umsehen dürfen, wenn Gassenbuben nach uns mit Steinen werfen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Nach dem Falle soll man sogleich wieder aufstehen.

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Charakter ist eigentlich vor aller Gewöhnung und Gewohnheit.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 28. August 1808

Vier Dinge sind [es,] die den bedeutenden Menschen ausmachen. Keines darf fehlen: Originalität des Denkens, Fleckenloses Leben, Milde der Gesinnung, Uneigennützigkeit.

Hilty, Bausteine. Aphorismen und Zitate aus alter und neuerer Zeit, gesammelt von Prof. Dr. C. Hilty, 1910 (posthum). 2. Juni 1872

Wenn es auch wahr ist, daß sich selbst der redlichste, der beste Charakter, den man mit irgendeiner Aufgabe in die Mitte einer gewaltig sich bewegenden und leidenschaftlich durcheinander taumelnden Welt stellt, ohne List nicht behaupten kann, so ist es doch noch immer nicht nöthig, daß die Biedermänner in solcher Lage auch gleich gar so durchtrieben werden.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Erwarte nichts vom Treiben und den Treibern; und wo Geräusch auf der Gassen ist, da gehe fürbaß.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799

Charakter ist das entschiedene Wollen oder Nichtwollen der Person, das unter gleichen Verhältnissen dasselbe bleibt.

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Ganz gemeine Naturen kennen nur Furcht, nicht Liebe. Sobald sich dieselben nicht mehr fürchten, werden sie dreist und unlenksam. Für diese gilt der Spruch: "Sei immer gut, doch nicht zu gütig, die Wölfe werden sonst leicht übermütig!"

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Ihr Verlangen, andern Unangenehmes zu sagen, geben manche für Offenherzigkeit aus.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Der wirklich edle Mensch kann wohl rauh, aber nie roh sein. Ein Mann soll sich als Kavalier zeigen! Welch ein schönes Wort! Auch ein solcher kann fehlen, aber selbst in seinen Schwächen wird sich ein gewisser Adel dokumentieren, wird eine gewisse Größe der Auffassung zur Geltung gelangen.

Heiberg, Schulter an Schulter, 2 Bde., 1889

Dennoch! sei dein Wort, wenn jedes Licht um dich Nacht wird.

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [12]

Der sittliche Adel eines Menschen bestimmt sich nicht zuletzt darnach, welche Waffen er im Streit auf alle Fälle unbenutzt läßt – auch dann, wenn sie sich ihm von selbst darbieten, ja aufdrängen.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926