Charakter Sprüche – mut

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Sie haben alle keinen Charakter: was half's! Sie mussten sich einen stehlen.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Ende 1883

Ich muss nach meiner Überzeugung handeln, wenn ich ein ehrlicher Mann bleiben will.

Bismarck, Reden. Im Reichstag, am 5. Mai 1881

„Hart gegen andere, Selber sich milde“ Führt als Devise Mancher im Schilde.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Vier Dinge sind, die, wer Verdienst hat, übt Und ohne sie kann kein Verdienst bestehen: Das erste: Großmut! Wer die Großmut hat, Läßt gerne sich und andern wohlgeschehen; Das zweite: Schonung für des Freundes Herz! Ein Spiegel ists, in dem du klar sollst sehen; Das dritte: Vorsicht, wenn du Tadel sprichst! Denn bitter schmeckt das Umvergebungflehen; Das vierte endlich: dem, der sich verging Und Reue zeigt, wirf vor nicht sein Vergehen!

Ibn Jemin, Bruchstücke (Mokathaat)

Wer unter uns hat Nerv und Blut, ein schlagendes Herz, der nicht schon ein und das andere Mal mühsam den sehnlichen Wunsch hinabgedrückt hätte, diesem oder jenem Schurken, Schleicher, dieser oder jener Schmutzseele in seinem Frack einmal alle Ehrentitel an den Kopf zu werfen, die sie verdienen, und sie womöglich zugleich recht gründlich durchzuwamsen?

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900

Nicht immer ist der Charakter des Menschen verläßlich. Zuweilen ist er stark, aber nicht ganz und jederzeit.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Im Beginn ihres Daseins können selbst die stolzesten und tapfersten Charaktere nicht immer der Entmutigung entgehen.

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Ein edles Gemüt des Volkes ist ein sicheres, unauflösbares Band, das alle Glieder beglückend festhält. Es lehrt in dem Schicksale dulden, in dem Kampfe für Recht und Freiheit allem entsagen, um das Gesamtwohl zu verfechten.

Lehmann, Über die Lehrfreiheit, in: Magazin für Pädagogik. Vierteljahrs-Schrift für Volkserziehung und Volksunterricht, 1. Heft, 1. Abteilung, 1849. 1849

Laß, bei gutem Bewußtsein, die Unverständigen schreien, und verfolge getrost deinen Weg! Das Beste ist noch überall gekreuzigt worden.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Ein Mensch, der überhaupt nicht übereinstimmend, d.h. nicht nach Grundsätzen handelt, weder nach guten, noch nach bösen, ist charakterlos, ein schwankendes Rohr, das der Wind des Zufalls hin und her bewegt.

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Du bleibe deinem Wort in jeder Lage treu! Soll dir der Gute trau'n, der Redliche dich schätzen. Nur der Verworfne hat weder Scham noch Scheu Dies eine Hauptgebot der Ehre zu verletzen.

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Besser ist es, hinkend auf dem rechten Weg zu gehen, als mit einem festen Schritt abseits.

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Ob du von Adel seist, ob nicht? ist nicht die Frage; die Frag' ist, ob du edel seist.

Gleim, J. W. L., Sinngedichte

Totalität des Charakters muß also bei dem Volke gefunden werden, welches fähig und würdig sein soll, den Staat der Not mit dem Staat der Freiheit zu vertauschen.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen, 1793-1794. 4. Brief

Es nennt ›Charakter‹ sich so mancher Narr, Der in der Blüte schon geworden starr; Von dem wird dann als ›Renegat‹ behandelt, Wer sich indessen hat zur Frucht gewandelt.

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

Frei ist nur der Charakterlose. Wer so etwas wie Linie in sich besitzt, mehr noch, wer diese Linie zeigt, fällt damit den Rechenkünsten der anderen zum Opfer.

Colerus, Wieder wandert Behemoth. Roman einer Spätzeit, 1924

Jeder Mensch hat ein wildes Tier in sich; nur wenige wissen es zu zähmen, die meisten lassen ihm den Zügel schießen, sobald die Furcht vor den Gesetzen sie nicht zurückhält.

Friedrich II. (der Große), Briefe. An Voltaire, am 31. Oktober 1760

Es muss einer schon fest im Ton sein, um nicht in die Melodie zu verfallen, die die andern pfeifen.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Halte dein moralisches Erscheinungsbild der Rechtschaffenheit und der Ehre frei von jedem Makel, ja, jedem Verdacht.

Chesterfield, Briefe an seinen Sohn Philip Stanhope über die anstrengende Kunst ein Gentleman zu werden

Wir sind die Männer einer Übergangszeit, und darin liegt unsere Aufgabe, das auch sein zu wollen.

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Auch der Mistkäfer fliegt – aber nur von einem Misthaufen zum andern.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944