Charakter Sprüche – nachdenklich

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Die Natur empfiehlt uns keine Fehler, sie hat uns unverdorben und frei geschaffen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 94. Brief. Übers. Internet. Originaltext: Nulli nos vitio natura conciliat: illa integros ac liberos genuit.

Wie wenige Philosophen gibt es aber, die so charaktervoll, so in ihrem Geist und in ihrem Leben gefestigt sind, wie die Vernunft es fordert?

Cicero, Gespräche in Tusculum (Tusculanae disputationes), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Quotus enim quisque philosophorum invenitur, qui sit ita moratus, ita animo ac vita constitutus, ut ratio postulat?

Aber es fehlt ja auch nicht an Theologen, die Beleidigungen aussprechen und die zum Kriegslärm noch die Trompete blasen.

Erasmus von Rotterdam, Schülergespräche (Familiarum colloquiorum formulae), 1526. Übers. Internet. Erasmus zitiert hier z.T. Plautus. Originaltext: Immo non desunt theologi, qui frigidam suffundant et ad hos tumultus classicum cantant

Besser als die Beredsamkeit schützt die Unbescholtenheit den Stand und die Sicherheit eines jeden.

Tacitus, Dialog über die Redner (Dialogus de oratoribus), um 102 n. Chr. Übers. Internet Originaltext: Statum cuiusque ac securitatem melius innocentia tuetur quam eloquentia

Achte darauf, dass deine Großzügigkeit nicht zu sorglos erscheint.

Cicero, Briefe. An M. Brutus. Übers. Internet Originaltext: Illud consideres, ne tua liberalitas dissolutior videatur.

Auch Rechtschaffenheit ist nicht ohne Schuld.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.12a. Übers. Internet Originaltext: Bonitas sine crimine nil est.

Zeichen schlechter Charaktere ist es, sich nach den Feindseligkeiten des Zornes zu erinnern.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 2.15. Übers. Internet Originaltext: Post inimicitias iram meminisse malorum est

Rote Äpfel sind auch faul.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wer gerne trägt, dem lädt jedermann auf.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Niemand aber ist so hart, dass er nicht milder werden könnte.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 1, 39. Übersetzung: Internet Originaltext: Nemo adeo ferus est, ut non mitescere possit.

Ein Herz, das sich zu fürchten versteht, versteht es auch, vorsichtig zu sein.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Animus, vereri qui scit, scit tuto ingredi

Wie sehr ist zu fürchten, wer Sterben für Rettung hält.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Heu, quam est timendus, qui mori tutum putat

Wenn ein Mensch verdorben wird, geschieht es in der Regel stufenweise.

Poe, Gesammelte Werke, 6 Bde., hg. von Franz Blei, München 1922. Bd. IV: William Wilson. Übers. J. von der Goltz

Wer sich selbst beschuldigt, dem kann geholfen werden; wer sich aber nur rechtfertigt und entschuldigt, der kommt nicht weiter.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Willst Du dem Charakter eines Menschen gerecht werden, so beurteile ihn nicht nach einem einzelnen hervorstehenden Zuge oder einer einzelnen auffallenden Handlung, sondern prüfe den ganzen Menschen in allen seinen Zügen und Handlungen und ziehe daraus Dein Fazit, denn kein Mensch ist nur gut oder nur schlecht.

Verworn, Aphorismen, 1922

Bei klaren Wassern unterschätzt man die Tiefe.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Menschen, Leben und Welt

Stille Wasser sind tief – doch darf man ja nicht glauben, dass sturmbewegte seicht sind.

Peters, Aphorismen, 1931

Im Dunkel des eigenen Selbst schärft sich das Auge für – das Licht anderer.

Peters, Aphorismen, 1931

Gar manche lachen über andere – und täten besser, über sich selbst zu weinen.

Peters, Aphorismen, 1931

Ein kostbares Gefäß nützt dem wertlosen Inhalt nichts.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Will viel in dich hinein: Reines – Gemeines. Kannst nur für eines Wohnung sein. Wen lässt du ein ...?

Seemann, Funken, 1940