Charakter Sprüche – nachdenklich
218 Sprüche gefunden
Alles, was wir sind, ist das Ergebnis dessen, was wir dachten.
Ein fester Sinn wirkt gleich einem geladenen Conduktor. Jeder fürchtet den elektrischen Schlag und meidet die Berührung.
Mancher sank umso tiefer an Würde des Charakters, je höher er im Charakter seiner Würde stieg.
Nur die Not zeigt den wahren Charakter.
Wir können uns keine Neigungen und keine Talente geben; wie sollten wir uns Charaktereigenschaften geben können?
Um fest zu bleiben, muß man's Ohr verkleben; Wer Gründen lauscht, hat sich schon halb ergeben.
Ein Mensch, der kein beständiges Principium seiner Handlungen, mithin keine Einförmigkeit hat, hat keinen Charakter.
Laß dir nicht den Geist umnachten! Laß nicht Andre für dich denken! Lerne früh der Selbstsucht Trachten Und die Glaisnerei verachten. Lern' den Sinn auf's Hohe lenken Und dich in dich selbst versenken! Lern' trotz allen schlauen Ränken An des ew'gen Borns Geschenken Deine durst'ge Seele tränken!
Mitten in der Welt stehen und nicht mit ihr gehen – das nenne ich Knochen und Rückgrat haben.
Die Menschen können sich nicht vorstellen, daß man ihnen das Unglück zufügen könnte, welches anderen zuzufügen sie ganz natürlich finden.
Dieses ist die Summe aller wahren Rechtschaffenheit: – begegne andern, wie du möchtest, daß dir selbst begegnet würde, Tue deinem Nachbar nichts, was du nicht möchtest, daß er dir tue. Im Erfreuen, im Kränken, im Wohltun oder Schaden, im Gewähren oder Versagen dient es dem Menschen zur genauen Richtschnur seines Handelns, wenn er auf seinen Nächsten sieht wie auf sich selbst.
Zunächst fallen uns zwei Gattungen von Menschen ein, gegen die wir uns verwahren möchten, wenn wir es könnten. Zuvörderst solche, welche, so wie sie selbst mit ihren Gedanken niemals über die neueste Zeitung hinauskommen, annehmen, dass dies auch kein anderer könne. […] Sodann gibt es solche, die vor keinem Dinge Scheu haben, wohl aber vor den Worten zu den Dingen, und vor diesen eine unmäßige. Du magst sie unter die Füße treten und alle Welt mag zusehen; dabei ist für sie weder Schande noch Übel: wenn aber darauf ein Gespräch erhoben würde vom Treten mit Füßen, so wäre dies ein unleidliches Ärgernis, und nun erst höbe das Übel an.
Solange der Mensch nicht gesprochen hat, bleiben seine Makel und Tugenden im Verborgenen.
Die Zeit der Muße verrät uns.
So mancher Hund tut freundlich und greift doch die Leute an.
Ein ungezügelter und ungeduldiger Geist meide die Reize der Freiheit, da sie ihm schaden können.
Ein Mann, der sich von Unrecht fernhält, um keinen Fehler zu machen, darf nicht für gut oder gerecht gehalten werden.
Es bedeutet viel, im Umgang mit Reichtum nicht verdorben zu werden.
Einigen muss man Heilmittel verordnen, anderen dagegen aufnötigen.
Zeichen eines großes Geistes ist es, Großes zu verachten und das Mittelmaß dem Übermaß vorzuziehen.
Reichtum, Ehrenämter, Macht und alles, was unserer Meinung nach wertvoll, dem eigentlichen Wert nach jedoch ohne Wert ist, bringen uns vom rechten Weg ab.