Charakter Sprüche – nachdenklich

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Alles, was wir sind, ist das Ergebnis dessen, was wir dachten.

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Ein fester Sinn wirkt gleich einem geladenen Conduktor. Jeder fürchtet den elektrischen Schlag und meidet die Berührung.

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Mancher sank umso tiefer an Würde des Charakters, je höher er im Charakter seiner Würde stieg.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Nur die Not zeigt den wahren Charakter.

Weber, Durch die Lupe, 1907

Wir können uns keine Neigungen und keine Talente geben; wie sollten wir uns Charaktereigenschaften geben können?

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Um fest zu bleiben, muß man's Ohr verkleben; Wer Gründen lauscht, hat sich schon halb ergeben.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ein Mensch, der kein beständiges Principium seiner Handlungen, mithin keine Einförmigkeit hat, hat keinen Charakter.

Erdmann (Hg.), Reflexionen Kants zur Anthropologie. Aus Kants handschriftlichen Aufzeichnungen (= Reflexionen Kants zur kritischen Philosophie, Band 1), hg. von Benno Erdmann, 1882

Laß dir nicht den Geist umnachten! Laß nicht Andre für dich denken! Lerne früh der Selbstsucht Trachten Und die Glaisnerei verachten. Lern' den Sinn auf's Hohe lenken Und dich in dich selbst versenken! Lern' trotz allen schlauen Ränken An des ew'gen Borns Geschenken Deine durst'ge Seele tränken!

Storch, B. v., Gedichte, 1872. Sinnsprüche

Mitten in der Welt stehen und nicht mit ihr gehen – das nenne ich Knochen und Rückgrat haben.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Die Menschen können sich nicht vorstellen, daß man ihnen das Unglück zufügen könnte, welches anderen zuzufügen sie ganz natürlich finden.

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Dieses ist die Summe aller wahren Rechtschaffenheit: – begegne andern, wie du möchtest, daß dir selbst begegnet würde, Tue deinem Nachbar nichts, was du nicht möchtest, daß er dir tue. Im Erfreuen, im Kränken, im Wohltun oder Schaden, im Gewähren oder Versagen dient es dem Menschen zur genauen Richtschnur seines Handelns, wenn er auf seinen Nächsten sieht wie auf sich selbst.

Hertz (Hg.), Worte der Weisen aus allen Völkern und Zeiten, 1886. XIII, 5571

Zunächst fallen uns zwei Gattungen von Menschen ein, gegen die wir uns verwahren möchten, wenn wir es könnten. Zuvörderst solche, welche, so wie sie selbst mit ihren Gedanken niemals über die neueste Zeitung hinauskommen, annehmen, dass dies auch kein anderer könne. […] Sodann gibt es solche, die vor keinem Dinge Scheu haben, wohl aber vor den Worten zu den Dingen, und vor diesen eine unmäßige. Du magst sie unter die Füße treten und alle Welt mag zusehen; dabei ist für sie weder Schande noch Übel: wenn aber darauf ein Gespräch erhoben würde vom Treten mit Füßen, so wäre dies ein unleidliches Ärgernis, und nun erst höbe das Übel an.

Fichte, Reden an die deutsche Nation, 1808. Aus einer Abhandlung über Macchiavelli als Schriftsteller, und Stellen aus seinen Schriften. 1. Aus dem Beschlusse jener Abhandlung

Solange der Mensch nicht gesprochen hat, bleiben seine Makel und Tugenden im Verborgenen.

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Die Zeit der Muße verrät uns.

Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Internet Originaltext: Otio prodimur

So mancher Hund tut freundlich und greift doch die Leute an.

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Ein ungezügelter und ungeduldiger Geist meide die Reize der Freiheit, da sie ihm schaden können.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 6. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Ferox impatiensque natura irritamenta nociturae libertatis evitet

Ein Mann, der sich von Unrecht fernhält, um keinen Fehler zu machen, darf nicht für gut oder gerecht gehalten werden.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Nam nec vir bonus ac iustus haberi debet qui, ne malum habeat, abstinet se ab iniuria

Es bedeutet viel, im Umgang mit Reichtum nicht verdorben zu werden.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 20. Brief. Übers. Internet Originaltext: Multum est non corrumpi divitiarum contubernio

Einigen muss man Heilmittel verordnen, anderen dagegen aufnötigen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 27. Brief. Übers. Internet Originaltext: Quibusdam remedia monstranda, quibusdam inculcanda sunt

Zeichen eines großes Geistes ist es, Großes zu verachten und das Mittelmaß dem Übermaß vorzuziehen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 39. Brief. Übers. Internet Originaltext: Magni animi est magna contemnere ac mediocria malle quam nimia

Reichtum, Ehrenämter, Macht und alles, was unserer Meinung nach wertvoll, dem eigentlichen Wert nach jedoch ohne Wert ist, bringen uns vom rechten Weg ab.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 81. Brief. Übers. Internet Originaltext: Abstrahunt a recto divitiae, honores, potentia et cetera quae opinione nostra cara sunt, pretio suo vilia.