Charakter Sprüche – weisheit

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Was uns fehlet, das sehen wir nicht allein an uns, sondern auch an andern.

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Verborgen bleibt nur das Beste an uns; das Schlechte und Dumme hat überall Mitwisser.

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

Ich habe Leute gekannt, die gute Eigenschaften besaßen, welche anderen sehr dienlich waren, ihnen selbst aber nutzlos; wie eine Sonnenuhr an der Vorderseite eines Hauses Nachbarn und Vorübergehenden dient, nicht aber dem Eigentümer im Innern.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

Mit dem Werte des Menschen ist es wie mit den Diamanten, die bei einer gewissen Größe, Reinheit und Vollkommenheit ihren festen und bestimmten Preis haben, darüber hinaus aber unschätzbar sind und keine Käufer finden.

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Der Charakter ist die empirisch erkannte, beharrliche und unveränderliche Beschaffenheit eines individuellen Willens.

Schopenhauer, Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841. Preisschrift über die Freiheit des Willens

Man kann einen starken, edlen Charakter, so wie den Diamanten, oft an einem einzigen Strahle erkennen, der von ihm ausgeht, und das leuchtende Feuer läßt dem verständigen Auge dann keinen Zweifel mehr übrig.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Nur selten erwirbt man Eigenschaften, die man entbehren kann.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782

Charakter ist eigentlich vor aller Gewöhnung und Gewohnheit.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 28. August 1808

Vier Dinge sind [es,] die den bedeutenden Menschen ausmachen. Keines darf fehlen: Originalität des Denkens, Fleckenloses Leben, Milde der Gesinnung, Uneigennützigkeit.

Hilty, Bausteine. Aphorismen und Zitate aus alter und neuerer Zeit, gesammelt von Prof. Dr. C. Hilty, 1910 (posthum). 2. Juni 1872

Das Gemeine kann einer nicht verbergen, und wenn er in Gold gekleidet ist.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Egoismus ist das perspektivische Gesetz der Empfindung, nach dem das Nächste groß und schwer erscheint: während nach der Ferne zu alle Dinge an Größe und Gewicht abnehmen.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Ich glaube, daß die Menschen zu allen Zeiten so gewesen sind wie heute, egoistisch, gewalttätig, geizig und mitleidlos.

France, Die rote Lilie (Le lys rouge), 1894

Charakter ist das entschiedene Wollen oder Nichtwollen der Person, das unter gleichen Verhältnissen dasselbe bleibt.

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Die Gemeinheit verfügt über große Kräfte, sie überrumpelt stets den anständigen Menschen und umgarnt und umklammert ihn, während er staunt und sich zurechtzufinden versucht.

Saltykow-Schtschedrin, Die Herren Golowljow, auch: Die Herren Golowlew (Господа Головлёвы), 1880

Es gibt Menschen, an denen nichts charakteristisch ist als das.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Man muss viel Charakterlosigkeit kennengelernt haben, um „Charaktere“ schildern zu können.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Einer der feinsten Genüsse des Menschenkenners besteht darin, zu erleben, wie bei seinem Mitmenschen die ursprüngliche Empfindung in Berechnung übergeht und Berechnung zur Natur wird.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Wenn Sie zu wählen haben zwischen einem Genie und einem Charakter, vergessen Sie das Genie.

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Ein arglos weiser Sinn ist höchste Gottesgabe.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Nichts ist für das Auge so schön wie die Wahrheit für die Seele, und nichts ist so hässlich und abstoßend für den Verstand als die Lüge.

Locke, Ein Versuch über den menschlichen Verstand (An essay concerning human understanding), 1690

So verhält es sich: wie nämlich nicht jeder Wein, so wird nicht jede Individualität durch das Alter sauer.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übersetzt von Raphael Kühner 1864. Originaltext: Sic se res habet: ut enim non omne vinum, sic non omnis natura vetustate coacescit.