Charakter Sprüche – weisheit
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Schlechtigkeit des Charakters, verbunden mit Geist, mit genialer Verstellung, Machiavellismen usw. imponiert nie den Frauen. Diese bleiben fest in ihrem Haß und ihrer Verwerfung. Männern dagegen mildert sich ihr Urteil, wenn sie das Schlechte mit Virtuosität behandelt sehen.
Die Vornehmen sind die dauerhaftesten Stützen der Sittenlosigkeit und der Religion.
Was zeigt untrüglich einen Edlen an? Wenn Nutzen hat von ihm und besser wird Der Mann sogar, der Böses ihm getan.
Je großartiger und sittlicher ein Charakter ist, desto einfacher und klarer sind auch seine Situationen, seine Beziehungen zur Welt. Umgekehrt deuten verwirrte, verdunkelte und sehr individualisierte Verhältnisse auf einen komplizierten Charakter, auf einen Egoisten, Abenteurer und Intriganten zurück.
Mit manchen Anlagen verhält es sich wie mit den Sinnen; wer keine hat, gewahrt und begreift sie nicht.
Gewaltsam unterdrückte Richtungen des Naturells und der Charakteranlagen brechen in späteren Jahren, wenn die Schranken gefallen sind, nur desto unverhüllter hervor und werden zur drückenden Last.
Wir haben alle eine tigerartige Anlage, so wie wir eine himmlische haben, und wenn die tigerartige nicht geweckt wird, so meinen wir, sie sei gar nicht da!
Die Gebundenheit der Ansichten, durch Gewöhnung zum Instinkt geworden, führt zu dem, was man Charakterstärke nennt.
Integrität ohne Wissen ist ohne Wert, Wissen ohne Integrität ist gefährlich und fürchterlich.
Jede Nichtswürdigkeit wird verziehen, nur kein Charakter. Wer die Welt verstehen will, der merke sich das.
Wo der Adel der Gesinnung fehlt, da ist der befähigtste und kenntnisreichste Mensch nichts wert.
Bei den besten Menschen, die mir begegnet, habe ich noch immer die Reißzähne von den Schneidezähnen ganz deutlich unterscheiden können.
Wert oder Unwert eines Menschen tritt immer erst zutage, wenn ihm Opfer abverlangt werden.
Charakteristisch für einen Menschen ist das, was ihm selbstverständlich ist.
Wir sind, was wir waren. Nur nach diesem Grundsatz sollte man Menschen beurteilen.
Für menschliche Güte und menschliche Schlechtigkeit gibt es keine bestimmenden Grenzen. Spricht man von Gottinnigkeit, sollte man auch von Teufelsinnigkeit sprechen können. Es gibt beides.
Das nur ist eine kraftvolle Zeit, in der das Handeln aus dem Charakter hervorgeht; totgeschlagen haben sich die Menschen immer.
Das Urteil über einen Menschen hängt oft bedeutend von seiner formellen Bildung ab. Manche Leute sind wie Münzsammler, die nur auf das Gepräge sehen, nicht darauf: ob Gold oder Kupfer, Silber oder Blei?
Jeder Charakter, so eigentümlich er sein möge, und jedes Darzustellende, vom Stein herauf bis zum Menschen, hat Allgemeinheit; denn alles wiederholt sich, und es gibt kein Ding in der Welt, das nur einmal da wäre.
Je länger man lebt, desto höher steigt uns der Wert der Charaktere im Verhältnis zu den Talenten.
Handle rechtschaffen. Diese einfache Regel ist das Resultat aller Bildung, sie ist Inbegriff aller Bedingungen zu einem glücklichen Leben.