Charakter Sprüche – weisheit

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Schlechtigkeit des Charakters, verbunden mit Geist, mit genialer Verstellung, Machiavellismen usw. imponiert nie den Frauen. Diese bleiben fest in ihrem Haß und ihrer Verwerfung. Männern dagegen mildert sich ihr Urteil, wenn sie das Schlechte mit Virtuosität behandelt sehen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Die Vornehmen sind die dauerhaftesten Stützen der Sittenlosigkeit und der Religion.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Was zeigt untrüglich einen Edlen an? Wenn Nutzen hat von ihm und besser wird Der Mann sogar, der Böses ihm getan.

Ernst, Gedichte und Sprüche, 1934

Je großartiger und sittlicher ein Charakter ist, desto einfacher und klarer sind auch seine Situationen, seine Beziehungen zur Welt. Umgekehrt deuten verwirrte, verdunkelte und sehr individualisierte Verhältnisse auf einen komplizierten Charakter, auf einen Egoisten, Abenteurer und Intriganten zurück.

Goltz, Typen der Gesellschaft, 2 Bde., 1860

Mit manchen Anlagen verhält es sich wie mit den Sinnen; wer keine hat, gewahrt und begreift sie nicht.

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Gewaltsam unterdrückte Richtungen des Naturells und der Charakteranlagen brechen in späteren Jahren, wenn die Schranken gefallen sind, nur desto unverhüllter hervor und werden zur drückenden Last.

Wiese, Über weibliche Erziehung und Bildung. Ein Vortrag, 1865

Wir haben alle eine tigerartige Anlage, so wie wir eine himmlische haben, und wenn die tigerartige nicht geweckt wird, so meinen wir, sie sei gar nicht da!

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Die Gebundenheit der Ansichten, durch Gewöhnung zum Instinkt geworden, führt zu dem, was man Charakterstärke nennt.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Fünftes Hauptstück. Anzeichen höherer und niederer Kultur

Integrität ohne Wissen ist ohne Wert, Wissen ohne Integrität ist gefährlich und fürchterlich.

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Jede Nichtswürdigkeit wird verziehen, nur kein Charakter. Wer die Welt verstehen will, der merke sich das.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1854

Wo der Adel der Gesinnung fehlt, da ist der befähigtste und kenntnisreichste Mensch nichts wert.

Kehr, Die Praxis der Volksschule. Ein Wegweiser zur Führung einer guten Schuldisciplin und zur Ertheilung eines methodischen Schulunterrichtes für Volksschullehrer und für solche, die es werden wollen, 1870

Bei den besten Menschen, die mir begegnet, habe ich noch immer die Reißzähne von den Schneidezähnen ganz deutlich unterscheiden können.

Busch, W., Briefe. An Marie Anderson, 16. April 1875

Wert oder Unwert eines Menschen tritt immer erst zutage, wenn ihm Opfer abverlangt werden.

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Charakteristisch für einen Menschen ist das, was ihm selbstverständlich ist.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Glaubenssätze der Bourgeoisie, in: Die Weltbühne, 2.10.1928, Nr. 40 (Peter Panter), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928, auch unter dem Titel: Zehn Glaubenssätze

Wir sind, was wir waren. Nur nach diesem Grundsatz sollte man Menschen beurteilen.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Für menschliche Güte und menschliche Schlechtigkeit gibt es keine bestimmenden Grenzen. Spricht man von Gottinnigkeit, sollte man auch von Teufelsinnigkeit sprechen können. Es gibt beides.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Das nur ist eine kraftvolle Zeit, in der das Handeln aus dem Charakter hervorgeht; totgeschlagen haben sich die Menschen immer.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Das Urteil über einen Menschen hängt oft bedeutend von seiner formellen Bildung ab. Manche Leute sind wie Münzsammler, die nur auf das Gepräge sehen, nicht darauf: ob Gold oder Kupfer, Silber oder Blei?

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Jeder Charakter, so eigentümlich er sein möge, und jedes Darzustellende, vom Stein herauf bis zum Menschen, hat Allgemeinheit; denn alles wiederholt sich, und es gibt kein Ding in der Welt, das nur einmal da wäre.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 29. Oktober 1823

Je länger man lebt, desto höher steigt uns der Wert der Charaktere im Verhältnis zu den Talenten.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Handle rechtschaffen. Diese einfache Regel ist das Resultat aller Bildung, sie ist Inbegriff aller Bedingungen zu einem glücklichen Leben.

Tschernyschewski, Was tun?, 1863. Aus dem Russischen übertragen von M. Hellmann, Berlin 1947