Dankbarkeit Sprüche – glück

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Die Menschen sind nie so dankbar auch gegen die kleinste Wohltat, als wenn sie von eben der Hand kommt, die alle Macht ihnen zu schaden hat, von der sie nur Stolz, Vernachlässigung, Härte erwarten.

Humboldt, W., Tagebücher. Tagebuch der Reise nach Paris und der Schweiz, 9. August 1789

Wenn einer einen blütenreichen Frühling und einen satten Herbst erlebt, so muß er sich doch eingestehen, daß es schön ist, Mensch zu sein.

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Mir ist jede Stunde wohl gewesen, wo mir wohl sein konnte.

Schelling, C., Briefe. An Meyer, 12. August 1792

Klage nicht, daß dir im Leben Ward vereitelt manches Hoffen. Hat, was du gefürchtet eben, Doch auch meist dich nicht betroffen.

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien. Vierzeilen

Die Dankbarkeit ist ein Laster, das man ertragen muß!

Goethe, J. W., Gespräche. Mit S. Varnhage von Ense u.a., 1837. In: Varnhagen von Ense, Karl August: Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften. Bd. 1. Mannheim, 1837

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Morrison, G. H., Predigten

Die Wohltat ist eine stattliche Pflanze, ihre seltenste Blüte ist Dankbarkeit.

Weiß (Hg.), Tausend und Ein Gedanke. Aphorismen für Geist und Herz, zusammengestellt von Heinrich Weiß, 6. Auflage 1904 (EA: 1880)

Wenn's Euch mit dem und jenem wirklich Ernst ist, und es Dir so recht durch Mark und Bein geht, so lasse Du's durchgehen, und danke Gott dafür, und sage niemanden davon.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Eine Korrespondenz zwischen mir und meinem Vetter, das Studium der schönen Wissenschaften betreffend. Antwort

In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer.

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Ich glaube fest, daß jede Blume sich an der Luft, die sie atmet, erfreut.

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Tausendfach wird dem gegeben, tausendfach das Glück erneut, wer sich jeden Tag im Leben dankbar seiner Gaben freut.

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Die Dankbarkeit ist vor allen anderen Tugenden am meisten zu loben.

Boccaccio, Das Dekameron (Il decamerone), Novellensammlung, entstanden 1348-53; Erstdruck 1470

So oft ich einen hohen Grad von Dankbarkeit in einem Armen finde, bin ich davon überzeugt, er wäre ebenso freigebig, wenn er reich wäre.

Pope, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Jonathan Swift verfasst

Dankbarkeit ist unserer unvollkommenen Natur eine Last, und wir sind nur allzu bereit, uns ihrer zu entledigen oder sie uns so leicht wie möglich zu machen.

Chesterfield, Briefe an seinen Sohn Philip Stanhope über die anstrengende Kunst ein Gentleman zu werden

Es kann kein Mensch dem andern etwas vollkommen recht machen, aber dankbar kann man doch sein. Und Dank ist ein Boden, auf dem die Freude gedeiht.

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Man kann mit Zeus an Glückseligkeit wetteifern, wenn man Gerstenbrot und Wasser hat.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus unbestimmten Schriften [102]

Es sind nicht viele, bei denen die Dankbarkeit länger dauert als die Gabe; häufiger ist's, dass das Geschenkte nicht länger in der Seele bleibt, als im Gebrauch.

Seneca, Von den Wohltaten (De Beneficiis). I, 12. Übersetzt von J. M. Moser (1829). Originaltext: Apud paucos post rem manet gratia; plures sunt, apud quos non diutius in animo sunt donata quam in usu

Menschen sind in dem gleichen Maße dankbar, als sie rachgierig sind.

Pope, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Jonathan Swift verfasst

Jene, welche sich der Pflichten der Dankbarkeit entledigen, müssen sich deshalb nicht schmeicheln, dankbar zu sein.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Dankbarkeit ist ein göttliches Gefühl, sie erfüllet das Herz, aber nicht bis zum Zerspringen, sie erwärmt es, aber nicht bis zum Fieber wie andere Gefühle.

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Ein dankbarer Mensch, – von jeder Tugend trägt er im Busen den fruchtbaren Keim.

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