Dankbarkeit Sprüche – klassisch

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Man muß wenigsten soviel Zeit aufwenden, Gott für seine Wohltaten zu danken, als man gebraucht hat, ihn darum zu bitten.

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Der ist nie recht dankbar gewesen, der aufhört, dankbar zu sein.

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Die Dankbarkeit der meisten Menschen ist nichts als eine geheime Begierde nach größeren Wohltaten.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Eher schätzt man das Gute Nichts, als bis man es verloren.

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Dank, der Gaben nicht vergüten kann, weist die Schulden auf die Gottheit an.

Haug, Sinngedichte, 1791

Es ist noch jeder leicht durch diese Welt geschritten, Der gut zu danken wusst', und wusste gut zu bitten.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Für eine Wohltat so groß wie ein Wassertropfen gib zum Dank eine sprudelnde Quelle zurück.

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Drei Dinge sind es, die mich dem Schicksal zu Dank verpflichten: erstens, daß ich als Mensch zur Welt kam und nicht als Tier; zweitens, daß ich ein Mann ward und nicht ein Weib; drittens, daß ich ein Hellene bin und nicht ein Barbar.

Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. I, 1. Übersetzt von Otto Apelt (1921)

Spruch vor Tisch Erde, die uns dies gebracht, Sonne, die es reif gemacht: Liebe Sonne, liebe Erde, euer nie vergessen werde!

Morgenstern, C., Gedichte. Kinderlieder

Wer treulos sich des Dankes will entschlagen, Dem fehlt des Lügners freche Stirne nicht.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 2. Akt, 2. Auftritt, Herzog von Burgund

Die Dankbarkeit der Völker ehrt nur die Toten, selten die Lebendigen.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Es ist keine Pflicht unausweichlicher als die, Dank abzustatten.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Originaltext: Nullum enim officium referenda gratia magis necessarium est.

Ein guter Rat ist selten, Dankbarkeit dafür noch seltener.

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Wer auf den Dank der Leute rechnete, wäre immer schlimm daran, und selbst der allgemeine Beifall, auch was man Ruhm nennt, hat nur Wert, wenn man es ganz wie eine freie Gabe empfängt und auf keine Weise darauf begierig ist.

Humboldt, W., Briefe. An Karoline, am 9. Juni 1817

Andacht muß dir alles sein, Tempel alles hier auf Erden! Jeder Stein muß Brot dir werden, jedes Wasser Freudenwein!

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Wohl dem, dem der Himmel ein Stück Brot beschert, wofür er keinem andern als dem Himmel selbst zu danken braucht.

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Die Dankbarkeit ist eine der heiligsten Tugenden; wer Dir Gutes getan hat, den ehre! Danke ihm nicht nur mit Worten, die ihm die Wärme Deiner Erkenntlichkeit zeigen, sondern suche auch jede Gelegenheit auf, wo Du ihm wieder dienen und nützlich werden kannst.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 10. Kapitel, 1.

Die Menschen sind nie so dankbar auch gegen die kleinste Wohltat, als wenn sie von eben der Hand kommt, die alle Macht ihnen zu schaden hat, von der sie nur Stolz, Vernachlässigung, Härte erwarten.

Humboldt, W., Tagebücher. Tagebuch der Reise nach Paris und der Schweiz, 9. August 1789

Wo ich aß und nicht trank, Da weiß ich keinen Dank.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?

Altes Testament. Das Buch Hiob (Ijob) (#Hiob 2,10)

Die Dankbarkeit ist ein Laster, das man ertragen muß!

Goethe, J. W., Gespräche. Mit S. Varnhage von Ense u.a., 1837. In: Varnhagen von Ense, Karl August: Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften. Bd. 1. Mannheim, 1837