Dankbarkeit Sprüche – klassisch

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Dem Mann, der die Geige baut, dankt allein der Klang.

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Dankbarkeit ist ein Zeichen edler Seele.

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Wer Wohltat dir erwies, sei deines Danks gewiß: Die du erwiesest, die vergiß.

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Durch den Tod Goethes bin ich wie eine Witwe, die ihren Mann verliert, ihren Herrn und Versorger. Und doch darf ich nicht trauern. Ich muß erstaunen über den Reichtum, den er mir zugebracht hat. Solchen Schatz habe ich zu bewahren und mir die Zinsen zu Kapital zu machen.

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Die nicht zu danken verstehen, die sind die Ärmsten.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Ein Wiener Stammbuch. Dem Direktor der Bibliothek und des Historischen Museums der Stadt Wien Dr. Carl Glossy zum 50. Geburtstage), 1898

Nicht nach dem Umfang seines Vermächtniß' Wird dem Dichter der Nachwelt Dank; – Mehr ist ein Lied in der Menschen Gedächtniß, Als dicke Bände im Bücherschrank.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1891

Ich hasse jeden, dessen Dankbarkeit erlischt.

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Dank für empfang'ne Wohltat wird ein Edler nie vergessen. Dank für erwies'ne Wohltat wird ein Edler nie erpressen.

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Dem sagt man jetzt altväterlich, wenn ein Mensch von Herzen für eine Wohltat danket; man sollte sich schämen.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Dankbarkeit kommt da niemals, wo man einem alle Tage Wohltaten vorhält. Sie ist eine gar wunderliche Pflanze; sobald man ihren Wachstum erzwingen will, verdorret sie.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Dankbarkeit ist der Maßstab für die Kultur des Herzens.

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Weltweisheit Es klingt ein Lied vom Himmel nieder So wunderlieb, so klar, so rein, Und deine Seele singts ihm wieder; Sie will dem Himmel dankbar sein. Die andern lauschen rings im Kreise; Dann siehst du, daß sie lächelnd weitergehn. Sie sind zu klug, sie sind zu weise, Um das, was dich beseligt, zu verstehn. Es kommt ein Strahl vom Himmel nieder; Er leuchtet in dein Herz hinein, Und dieses strahlt in andern wieder; Es will dem Himmel dankbar sein. Doch diese andern stehn im Kreise Und lächeln über dich, das große Kind. Sie sind zu klug, sie sind zu weise Und drum für das, was dich beseligt, blind. Und käm der Himmel selbst hernieder, Um dankbar dann auch dir zu sein, Und füllte alle deine Lieder Mit seinem ganzen Sonnenschein, Die andern ständen rings im Kreise Und fiel das Lächeln ihnen wohl nun schwer, Sie blieben doch so klug, so weise Für das, was dich beseligt, wie vorher.

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Dem, der uns Gutes tut, sind wir nie so dankbar, wie dem, der uns Böses tun könnte, es aber unterlässt.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Sei nicht dumm Kurzen Sommer blüht die Blume, Denn das Schöne währt nicht lang, Schwach Gedächtnis bleibt vom Ruhme, Jubel schwindet und Gesang. Blumen welken, Mädchen altern, Folgsam ewigem Gesetz, Jugend bannt man nicht mit Psaltern, Und die Dauer bleibt Geschwätz. Deshalb wollen wir zur Neige Schlürfen jeden Augenblick; Blau der Himmel, grün die Zweige, Sei nicht dumm und preis das Glück!

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Gib einem dankbaren Menschen mehr als er verlangt.

Oesch (Hg.), Portugiesische Sprichwörter, ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Du Wesen aller Wesen! Dich hab ich nach der Geburt meines einzigen Sohnes gebeten, daß du dem selben an Geistesstärke zulegen möchtest, was ich aus Mangel an Unterricht nicht erreichen konnte, und du hast mich erhört.

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Keinem muß man unangemessenen Dank schuldig sein, auch dem Besten nicht, wenn man mit sich selbst zufrieden bleiben will.

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Die Menschen, die du liebst, und die dich wieder lieben, Bewahr' dir Gott für Armut und vor Neid; Die schwerste Tugend auszuüben Ist die Dankbarkeit!

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Fehlt der Gabe gleich das Neue, Sie das Alte nicht veraltet, Wie Verehrung, Lieb’ und Treue Immer frisch im Busen waltet. Sei auch noch so viel bezeichnet, Was man fürchtet, was begehrt, Nur weil es dem Dank sich eignet, Ist das Leben schätzenswert.

Goethe, J. W., Gedichte. Dem Großherzog Carl August zu Neujahr 1828

Ist nicht ganz die Treue aus der Welt entschwunden, Ach! so üben sie in dieser Zeit nicht Viele. Wenn ich einen mit den Pfeilen schießen lehrte, Macht er mich zuletzt zu seines Schusses Ziele.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Undankbar ist, wer eine Wohltat ohne Zinsen erwidert.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 81. Brief. Übers. Internet Originaltext: Ingratus est qui beneficium reddit sine usura.