Dankbarkeit Sprüche – nachdenklich

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Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?

Altes Testament. Das Buch Hiob (Ijob) (#Hiob 2,10)

Vor dem Baum, der Schatten wirft, soll man sich verneigen.

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Wer sich ganz dem Dank entzieht, der erniedrigt den beschenkten Freund, indem er sich erhebt.

Grillparzer, Die Ahnfrau, 1817. 1. Aufzug, Graf

Man darf wohl eine Bitte abweisen, aber nimmermehr darf man einen Dank abweisen (oder, was das Selbe ist, ihn kalt und konventionell annehmen).

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Und sie erhoben die Hände zum lecker bereiteten Mahle.

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Die Dankbarkeit soll eine der schwersten Tugenden sein. Eine noch schwerere möchte sein, die Ansprüche auf Dank nicht zu übertreiben.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1835

Es kann kein Mensch dem andern etwas vollkommen recht machen, aber dankbar kann man doch sein. Und Dank ist ein Boden, auf dem die Freude gedeiht.

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Ich möchte laut über die Mauern hinausrufen: O bitte beachten Sie doch diesen herrlichen Tag! Vergessen Sie nicht, wenn Sie noch so beschäftigt sind, den Kopf zu heben und einen Blick auf diese riesigen, silbernen Wolken zu werfen und auf den stillen blauen Ozean, in dem sie schwimmen. Beachten Sie doch die Luft, die vom leidenschaftlichen Atem der Lindenblüten schwer ist, und den Glanz und die Herrlichkeit, die auf diesem Tag liegen; denn dieser Tag kommt nie, nie wieder!

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Menschen sind in dem gleichen Maße dankbar, als sie rachgierig sind.

Pope, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Jonathan Swift verfasst

Jene, welche sich der Pflichten der Dankbarkeit entledigen, müssen sich deshalb nicht schmeicheln, dankbar zu sein.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Rechtlichkeit und Dankbarkeit sind unentbehrliche Tugenden, ohne welche die Menschen schlimmer als reißende Tiere sein würden.

Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, gesammelt von Emilie Schröder, 3. vermehrte Auflage 1912 (EA: 1882). An die Marquise du Chatelet, 17. Januar 1739

Nicht erwarteter Dank macht verlegen; man schämt sich im Innern, die Person verkannt zu haben.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Betrachte man doch nicht das Verlorne, sondern das Empfangene, das niemand schuldig war zu geben [...].

Gotthelf, Die Wassernot im Emmental am 13. August 1837, entstanden ab 1838, Erstdruck 1852

Täglich will ich danken für das, was ich empfangen habe, was ich vor Tausenden genieße; immer dankbarer zu werden, soll mein erstes Bestreben sein!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Nicht bloß dem mußt du dankbar sein, der dir Gutes thut, sondern auch dem, der dich mit Bösem verschont.

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In der Dankbarkeit aber steht der Verpflichtete um eine Stufe niedriger als sein Wohltäter.

Kant, Die Metaphysik der Sitten, 1797. Zweiter Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre

Einen dankbaren Menschen erfreut die empfangene Wohltat immer, einen undankbaren nur einmal.

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Ein jeder rühmt die Dankbarkeit, Und in der That läßt man sie selten blicken: Wie ehrerbietig kann die Welt sich vor dir bücken, Bis du dich zeigst zu ihrem Dienst bereit: Doch, nach dem allgemeinen Lauf, Hört die Erkenntlichkeit auch mit der Wohltat auf. Ja, mancher wird sich deiner schämen: Er will bei dir in keinen Schulden stehn, Ob er sich gleich im Unglück nicht entsehn, Die Hilfe von dir anzunehmen.

Deshoulières, Verschiedene Betrachtungen (Réflexions diverses)

Dem Mann, der die Geige baut, dankt allein der Klang.

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Wer Wohltat dir erwies, sei deines Danks gewiß: Die du erwiesest, die vergiß.

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Die nicht zu danken verstehen, die sind die Ärmsten.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Ein Wiener Stammbuch. Dem Direktor der Bibliothek und des Historischen Museums der Stadt Wien Dr. Carl Glossy zum 50. Geburtstage), 1898