Dankbarkeit Sprüche – nachdenklich
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Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?
Vor dem Baum, der Schatten wirft, soll man sich verneigen.
Wer sich ganz dem Dank entzieht, der erniedrigt den beschenkten Freund, indem er sich erhebt.
Man darf wohl eine Bitte abweisen, aber nimmermehr darf man einen Dank abweisen (oder, was das Selbe ist, ihn kalt und konventionell annehmen).
Und sie erhoben die Hände zum lecker bereiteten Mahle.
Die Dankbarkeit soll eine der schwersten Tugenden sein. Eine noch schwerere möchte sein, die Ansprüche auf Dank nicht zu übertreiben.
Es kann kein Mensch dem andern etwas vollkommen recht machen, aber dankbar kann man doch sein. Und Dank ist ein Boden, auf dem die Freude gedeiht.
Ich möchte laut über die Mauern hinausrufen: O bitte beachten Sie doch diesen herrlichen Tag! Vergessen Sie nicht, wenn Sie noch so beschäftigt sind, den Kopf zu heben und einen Blick auf diese riesigen, silbernen Wolken zu werfen und auf den stillen blauen Ozean, in dem sie schwimmen. Beachten Sie doch die Luft, die vom leidenschaftlichen Atem der Lindenblüten schwer ist, und den Glanz und die Herrlichkeit, die auf diesem Tag liegen; denn dieser Tag kommt nie, nie wieder!
Menschen sind in dem gleichen Maße dankbar, als sie rachgierig sind.
Jene, welche sich der Pflichten der Dankbarkeit entledigen, müssen sich deshalb nicht schmeicheln, dankbar zu sein.
Rechtlichkeit und Dankbarkeit sind unentbehrliche Tugenden, ohne welche die Menschen schlimmer als reißende Tiere sein würden.
Nicht erwarteter Dank macht verlegen; man schämt sich im Innern, die Person verkannt zu haben.
Betrachte man doch nicht das Verlorne, sondern das Empfangene, das niemand schuldig war zu geben [...].
Täglich will ich danken für das, was ich empfangen habe, was ich vor Tausenden genieße; immer dankbarer zu werden, soll mein erstes Bestreben sein!
Nicht bloß dem mußt du dankbar sein, der dir Gutes thut, sondern auch dem, der dich mit Bösem verschont.
In der Dankbarkeit aber steht der Verpflichtete um eine Stufe niedriger als sein Wohltäter.
Einen dankbaren Menschen erfreut die empfangene Wohltat immer, einen undankbaren nur einmal.
Ein jeder rühmt die Dankbarkeit, Und in der That läßt man sie selten blicken: Wie ehrerbietig kann die Welt sich vor dir bücken, Bis du dich zeigst zu ihrem Dienst bereit: Doch, nach dem allgemeinen Lauf, Hört die Erkenntlichkeit auch mit der Wohltat auf. Ja, mancher wird sich deiner schämen: Er will bei dir in keinen Schulden stehn, Ob er sich gleich im Unglück nicht entsehn, Die Hilfe von dir anzunehmen.
Dem Mann, der die Geige baut, dankt allein der Klang.
Wer Wohltat dir erwies, sei deines Danks gewiß: Die du erwiesest, die vergiß.
Die nicht zu danken verstehen, die sind die Ärmsten.