Ehe Sprüche – hochzeit

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In einer rechten Ehe muß mit dem sicheren Bewußtsein verläßlichen Besitzes doch ein zartes Werben Hand in Hand gehen.

Merian (Hg.), Dein Weg. 366 Gedanken und Gedichte deutscher Denker und Dichter, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1921

Ehemänner und ihre Frauen verstehen einander aufgrund der Tatsache nicht, daß sie verschiedenen Geschlechtern angehören.

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Ich wäre lieber eine Bettlerin und allein, als eine Königin und verheiratet... Der Ehering wäre für mich ein Joch.

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Dieser Zweikampf, den man Ehe nennt.

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Die Liebe war nicht geringe. Sie wurden ordentlich blaß; Sie sagten sich tausend Dinge Und wußten noch immer was. Sie mußten sich lange quälen, Doch schließlich kam's dazu, Daß sie sich konnten vermählen. Jetzt haben die Seelen Ruh. Bei eines Strumpfes Bereitung Sitzt sie im Morgenhabit; Er liest in der Kölnischen Zeitung Und teilt ihr das Nötige mit.

Busch, W., Gedichte. Kritik des Herzens, 1874

Die Ehe ist der Anfang und der Gipfel aller Kultur. Sie macht den Rohen mild, und der Gebildetste hat keine bessere Gelegenheit, seine Milde zu beweisen. Unauflöslich muß sie sein: denn sie bringt so vieles Glück, daß alles einzelne Unglück dagegen gar nicht zu rechnen ist.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. Erster Teil, Neuntes Kapitel

Gott weiß, warum er seine Priester vor der Ehe schützt.

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Mit der Ehe geht es meist wie mit dem Tode: nur wenige sind darauf vorbereitet.

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Die Ehe war zum jrößten Teile vabrühte Milch un Langeweile. Und darum wird beim happy end im Film jewöhnlich abjeblendt.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Danach, in: Die Weltbühne, 01.04.1930, Nr. 14 (Theobald Tiger), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931. Originaltext

Der wirkliche Nachteil der Ehe ist, daß man durch sie uneigennützig wird, – und selbstlose Menschen sind farblos. Es fehlt ihnen an Individualität!

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Jedes brave eheliche Verhältnis endet mit Freundschaft.

Ebner-Eschenbach, Unsühnbar. Erzählung, 1890. 13. Kapitel

Ich kann nicht in den Hafen der Ehe einlaufen. Ich muß mich leider mit einer Hafenrundfahrt begnügen.

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Eine unglückliche Ehe! Keine schlechte Behandlung – nur jenes undefinierbare Unbehagen, jene furchtbare Frostigkeit, die alle Süße unter dem Himmel tötet. Und so fort, von Tag zu Tag, von Nacht zu Nacht, von Woche zu Woche, von Jahr zu Jahr, bis der Tod es endet!

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Die Hauptsache der unglücklichen Ehen ist die Erziehung in dem Gedanken, die Ehe sei dazu bestimmt, glücklich zu machen.

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Die vollkommene Ehe: Wenn die Frau immer wieder über die alten Witze ihres Mannes lacht und er nie über die neuen Hüte seiner Frau.

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Die Liebe ist blind, aber die Ehe operiert sie.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Die Worte des Ehemanns wirken höchstens auf die Ehefrau, wenn er sie einer fremden vorsagt.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Mir wird alles Unveränderliche zur Schranke, und alle Schranke zur Beschränkung. Die Ehe ist eine bürgerliche, physische und in unendlich vielen Fällen auch geistige, Notwendigkeit. Der Notwendigkeit ist die Menschheit unter[ge]ordnet, jede aber ist mit Regalien verknüpft.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1836. Aus einem Brief an E.[lise]

Die Ehe: ein Markt, auf dem nichts umsonst ist – abgesehen vom Eintritt.

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Ohne Ehe ist der Mensch überall und nirgends zu Hause.

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Das wachsende Gefühl für Moral bei Frauen macht Ehen zu einer so hoffnungslosen, einseitigen Einrichtung.

Wilde, Ein idealer Gatte (An Ideal Husband), 1895