Ehe Sprüche – hochzeit

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Des Weibes Liebe ist des Mannes Dämon, so wie des Mannes Leidenschaft des Weibes Schicksal ist.

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Die Ehe ist ein Bund, in welchem sich Mann und Weib verpflichten, sich zeitlebens ihr Leid zu klagen.

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Wo treu und fest sich Mann und Weib umarmen, Da ist ein Kreis, da ist der Kreis geschlossen, In dem die höchsten Menschenfreuden wohnen.

Hebbel, F., Gedichte. Aus: An Christine Enghaus, 1846

Das hab' ich mein Lebtag gehört: wenn sich einer als Bräutigam so benimmt, als wenn er nicht bis fünfe zählen könnt', das werden die Ärgsten, wenn s' einmal verheirat't sind.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Mann und Weib Sind Ein Leib.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wären nur die Herren Weiber besser, mit den Frau Ehemännern ginge es wohl noch hin.

Lichtenberg, Sudelbuch H, 1789-1793. [H 4]

Ein Ehemann darf sich in Gegenwart eines Dritten gegen seine Frau niemals ein feindseliges Wort erlauben.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Eine Frau, die eine Männererziehung erhalten hat, besitzt allerdings die glänzendsten Fähigkeiten, die wie keine anderen geeignet sind, ihr und ihrem Mann das Glück zu bringen; aber eine solche Frau ist selten wie das Glück selber [...].

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Es ist kein lieblicher, freundlicher und holdseliger Verwandtnis, Gemeinschaft und Gesellschaft denn eine gute Ehe, wenn Eheleute denn eine gute Ehe, wenn Eheleute in Frieden und Einigkeit leben. Wiederum ist auch nichts Bittereres, Schmerzlicheres, denn wenn das Band zerrissen, von einander getrennt und geschieden wird, nach welchem ist der Kinder Tod.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Die meisten Menschen haben bei ihrer Ehe nur die Fortpflanzung, den Besitz, das Kind im Auge. Aber weder die Fortpflanzung noch der Besitz noch das Kind stellen das Glück dar.

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Wenn der Mann für seine Frau nicht die erste Person ist, dann ist er die letzte.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Leidenschaftliche Liebe ist der gefährlichste Ehewerber.

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Es ist wahr, daß man an der Frau immer den Mann erkennt wie am Bildwerk den Meister. Aus der Frau kann der Mann alles machen, aus der Frau, die liebt.

Ponten, Jungfräulichkeit. Geschichte einer Jugend und Liebe, 1920

Die Ehen sind nicht, wie sie geschlossen werden, sondern wie sie ausfallen.

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Es gäbe viel weniger Enttäuschungen, wenn die Menschen vor der Ehe nicht so sehr danach fragten, wie der andere Mensch ist, sondern wie er auf ihn wirkt.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Zur Einheit und Unauflöslichkeit einer Verbindung ist das beliebige Zusammentreten zweier Personen nicht hinreichend; ein Teil musste dem andern unterworfen und wechselseitig einer dem andern irgendworin überlegen sein, um ihn beherrschen oder regieren zu können.

Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, 1798. Zweiter Teil. Anthropologische Charakteristik

Mutter, was ist die Ehe? Spinnen, Kinder kriegen und weinen.

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Die Liebe hat Flügel an den Schultern, die Ehe Krücken unter den Armen.

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Ein eigenes Unglück hat manches Mädchen: Sie wurde von ihrem Mann – statt verlassen – geheiratet.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Es ist auch ganz gut, wenn die Frau Wasser unter den Wein mischet; Eheleute sagen einander in einer Woche mehr Wahrheiten, als der Ehelose in Jahren erfährt, und das ist noch besser.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Die Ehe

Ein kleiner Unterschied der Charaktere ist wesentlich zum ehelichen Glück.

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