Ehe Sprüche – hochzeit
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Nie sprech ich es aus, daß der Ehstand uns mehr Freudengenuß als Trübsal bringt.
Darum ist der ein heiliger Mann, der eine gute Ehe hat, wiewohl es eine seltsame Gabe ist.
Ehen werden im Himmel geschlossen, deshalb fällt man auch so tief.
Bräute lispeln, Weiber kreischen, wie verändert ist die Stimme; Bräutigam streichelt, Ehemann geißelt, wie verwandelt sind die Hände.
Schon bald nach Antritt der ehelichen Reise wird dir zwangsläufig bewußt, daß du dich gar nicht fortbewegst und daß der Ozean noch nicht einmal in Sicht ist – in Wirklichkeit hast du dich aufgemacht, eine Waschschüssel zu erkunden.
Auch Ehe soll Freundschaft sein: und wehe, wo sie's nicht ist, wo sie nur Liebe und Appetit sein wollte!
Wußten sie nicht so gut, als jeder Gemeine, daß in der vornehmen Ehe die Gatten als zwei Fetttropfen im Wasser schwimmen, ohne in einander zu fließen [...]?
In jeder Ehe kommt einmal die Zeit, in der man andere Männer um ihre Schwerhörigkeit beneidet.
Ein leidenschaftliches Konkubinat kann einen Begriff von den Wonnen einer jungen Ehe vermitteln.
Mädchen haben wir, ich weiß, Ihre Augen sind wie Sterne; Lieben, ja, das will ich gerne, Doch nicht um der Freiheit Preis. Wer sich einmal nimmt ein Weib, Geht der ganzen Welt verloren, Ach, und bald hängt er die Ohren Gibt's wohl lust'gen Zeitvertreib?
Frauen können für oder gegen die Ehe sein; vor allem aber wollen sie verheiratet sein.
Wo ist die Ehe, in welcher es kein Aber gibt?
Auf alle Kunst und jeden Beruf bereitet der Mensch sich vor, nur auf den schwersten Beruf nicht, auf die Ehe.
Erst im Laufe der Zeit lernen sich manche Eheleute so gut verstehen – daß es zur Scheidung kommt.
Doch, was man Ehe nennt, was ist's zumeist? Hier Zwietracht, Haß und off'ne Fehde, hier Gleichgültigkeit und schnöde Langeweile, Die gähnend und verdrossen sitzt am kalt Geword'nen Liebesmahl – hier totgehetzte Mannheit, zusammen mit Lebensfrische Gekoppelt –
Die Zahl der jährlich geschlossenen Ehen wird nicht durch die Stimmungen und Wünsche der einzelnen bestimmt, sondern durch große allgemeine Tatsachen, auf welche die einzelnen keinen Einfluß ausüben können. Es ist jetzt eine bekannte Sache, daß die Heiraten in einem festen und bestimmten Verhältnis zu den Kornpreisen stehen.
Ein freier Mann, der unverheiratet ist, kann sich, wenn er Geist besitzt, über seinen Glücksumstand erheben, sich unter die große Welt mischen und als Gleicher unter den angesehensten Leuten gelten. Das wird dem Verheirateten weniger leicht; es scheint, daß die Ehe jedermann in die gewohnte Ordnung einreiht.
Es ist eine süße Lebensgemeinschaft, reich an Beständigkeit, Vertrauen, an nützlichen, realen Liebesdiensten und an gegenseitigen Verpflichtungen. Keine Frau, die kennengelernt hat, wie schön das ist, würde lieber die Geliebte ihres Gatten sein.
Die Ehe ist wie ein Kleid, das man eine zeitlang getragen haben muß, um sich darin ganz behaglich zu fühlen, und das einem dann erst recht lieb zu werden beginnt, wenn es zu reißen anfängt.
Die ideale Frau ist jene, die den idealen Gatten hat.
Die Ehen werden im Himmel geschlossen, und die Torheiten auf Erden begangen.