Ehe Sprüche – hochzeit

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Man hat die Liebe zur Ehe verurteilt, und das überlebt sie nicht.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)

Die eigentliche Prüfungszeit beginnt erst mit der Ehe. Es ist leichter zusammenzukommen als glücklich beisammenzubleiben.

Bodenstedt, Die letzten Falkenburger, 1887

Es gibt kein Weib auf Erden, dem es nicht, allerdings unbewußt, ein klein wenig lieb wäre, irgend einen Fehler an dem geliebten Manne zu entdecken, denn jedes Weib will ändern, bessern an dem, was es liebt – oder wenigstens trösten.

Hesekiel, Eine brandenburgische Hofjungfer. Historischer Roman aus Joachim Nestor's Tagen, 3 Bde., 1868

Alle Lebensgemeinschaft auf Erden bedingt ein wechselseitiges Schuldigwerden. Und je tiefer sie ist, um so mannigfaltiger. Damit wird aber eine unendliche Aufgabe gegenseitigen Tragens und Miteinander-Wachsens begründet. Eine Aufgabe, die weit über das irdische Leben hinausreicht und keineswegs mit dem Tode der Gatten als abgeschlossen gelten kann.

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In manchen Ehen verleidet manchem die bessere Hälfte das Ganze.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Der Verheiratete lebt wie ein Hund und stirbt wie ein Mensch. Der Ehelose lebt wie ein Mensch und stirbt wie ein Hund.

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Glückliche Ehen haben keine Geschichte.

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Ehe Sie haben sich nichts zu sagen, Sie sitzen still und stumm Und hören die Stunden schlagen, Die Langeweil' geht um. Die Liebe ist längst gegangen, Und auch das Glück ist hin, Und hin ist das Verlangen Mitsamt dem Jugendsinn. Mißmut sitzt ihm zur Seite, Die Sehnsucht sitzt bei ihr, Und traurig alle beide, Ach, bis zu Thränen schier. Keins bricht das tiefe Schweigen, Kein Laut dringt in den Raum, Nur schwere Seufzer steigen, Verstohlen, hörbar kaum. Und die Gewohnheit leise Schwingt ihren Zauberstab Und zwingt in ihre Kreise Die beiden still hinab.

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Stiller Wunsch vieler Männer: "Wollte meine Frau mich nur, wenigstens zeitweise, als Fremden behandeln!"

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Frage dich vor der Ehe: Sind du und deine Erwählte wert, in Kindern fortzuleben?

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Die Ehe z. B. ist sogar das gefährlichste Unternehmen.

Müller (Hg.), Blätter zur Pflege persönlichen Lebens (seit 1914 unter dem Titel: Grüne Blätter), 1897-1941. 1937

Man zetert über manchen, der seine Haushälterin zur Frau macht; von denen, die ihre Frau zur Haushälterin machen, sagt man nichts.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Ehe geht vor: dem Scheuern. Ehe geht vor: der Zeitung. Ehe geht vor: dem Bügeln. Ehe geht vor: dem Beruf.

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Wie man an Blüten und Früchten den Baum erkennt, so wird der Geist der Ehe offenbart an den Kindern.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Jeder Mann, der sogleich im ersten Jahr seiner Ehe den Zauber seines Wertes, den er bei seiner Gattin haben sollte, verliert oder geschehen läßt, daß sie (wie in der Regel versucht wird) jenen Zauber mutwillig zerstört, wird ein unglückliches und verfehltes Leben führen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

In keinem Duett wird so falsch gespielt wie in der Ehe.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Wenn einem Manne das Weib stirbt, so ist es, als ob der heilige Tempel zerstört worden wäre.

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Ach gar so selten glückt's bei Ehen, Daß zwei auch eins zu sein verstehen.

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In der Ehe bedeutet jeder Sieg, den der eine Teil über den anderen davonträgt, immer nur eine Niederlage des häuslichen Glücks.

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Auf ein kurzes »Ja!« folgt in der Ehe oft ein lebenslanges »Nein!«.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Die Ehe ist die Schule der Einsamkeit. Aber man lernt nicht genug in ihr.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927