Ehe Sprüche – hochzeit
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Dickkopf: Aber ich heirat' ja. Kasimir: Das ist der sicherste Weg, um für einen Narren gehalten zu werden.
Will er sauer, so will ich süß, Will er Mehl, so will ich Grieß, Schreit er Hu, so schrei ich Ha, Ist er dort, so bin ich da, Will er essen, so will ich fasten, Will er gehn, so will ich rasten, Will er recht, so will ich link, Sagt er Spatz, so sag ich Fink, Ißt er Suppen, so eß ich Brocken, Will er Strümpf, so will ich Socken, Sagt er ja, so sag ich nein, Sauft er Bier, so trink ich Wein, Will er dies, so will ich das, Singt er den Alt, so sing ich den Baß, Steht er auf, so sitz ich nieder, Schlägt er mich, so kratz ich wieder, Will er hü!, so will ich hott! Das ist ein Leben, erbarm es Gott!
Warum ein rechtes Eheglück So selten wird erschaut: Weil man sein Haus so selten auf Der Wahrheit Eckstein baut.
Die Ehe ist ein Fallstrick, den uns die Natur legt.
Die Ehe ist ein gewagtes physiologisches Experiment, ein Versprechen, das der Geist gibt, aber der Leib vielleicht nicht halten kann.
Die Leute verheiraten einen Feuerbrand an eine Wachsfigur und predigen dem Ehepaar Liebe und Eintracht.
Gestorbne Liebe In nackter Wüste ruht ein Löwenpaar, Das gelbe Fell vom gelben Sand abhebend. Im Schlafe dehnen sich die trägen Glieder. Erwachend, leckt bedächtig eins das andre, Und streckt und reckt sich, gähnt, und schläft von neuem. Ein zweiter Leuenherr zeigt sich in Fernen. Er nähert sich, er stockt, als die Genossen Er unbekümmert vor sich liegen sieht. Nun peitscht sein Schweif, nach Katzenart, die Erde, Er reißt den Rachen auf wie eine Torfahrt, Und Donner rollt ihm aus dem heißen Schlunde. Er kauert sich, und knurrt, und äugt hinüber. Schwerfällig wird das Ehepärchen munter, Schwerfällig kommt es endlich auf die Beine. Der zweite Nobel holt zum Sprunge aus, Und springt, und springt dem Weibchen an die Seite. Das Weibchen dann trabt mit dem Seladon Gemütlich einem Felsendache zu. Das Männchen stutzt, will brüllen, schweigt, Und legt sich wieder nieder: Lat ehr lopen.
Die der Teufel zusammengefügt, kann keiner trennen, Und die Gott zusammengefügt, halten selten aneinander.
Die Rosen die Liebe verblühen im Sommer, die Dornen des Ehestandes überwintern.
Ich glaube nicht daran, daß nureineStellung,einbestimmtes Verhältnis den Menschen glücklich macht, mit Ausnahme der Ehe, wenn man den kleinen Teufel gekriegt hat, der im Himmel für einen bestimmt wurde.
Die erste Stelle im Paradiese werden diejenigen einnehmen, die sich in der Ehe getäuscht haben und doch ausharrten.
Die Ehen wären glücklicher, würde beide Teile sie weniger mit dem Wunsche schließen, glücklich zu werden, als mit dem Vorsatz, glücklich zu machen.
Eine gute Ehe, wenn überhaupt eine solche existiert, will nicht zugleich Liebe sein und sich so geben: Sie möchte eine Art Freundschaft verkörpern.
Ehe: Leiden in Gestalt von Unfreiheit, Sklaverei, Übersättigung, Abscheu, aller Arten geistiger und körperlicher Mängel der Gatten, die man ertragen muss – Bosheit, Dummheit, Falschheit, Eitelkeit, Trunksucht, Faulheit, Geiz, Eigennutz, Laster, und in gleicher Weise physische Mängel, Hässlichkeit, Unsauberkeit, Gestank, Wunden, Wahnsinn…
Vieles auf der Welt kommt zusammen, aber selten die richtigen Paare.
In der Liebe wird der Ernst der Jungfrau bezaubern; in der Ehe, die selber ein langer Ernst ist, möchte leichtes Scherzen und Bescherzen der Welt besser einschlagen.
Von Liebe und Ehe Elise, sprach zur Freundin die Mathilde, Das sogenannte Glück ist meistens schal. Wenn ich vom Leben mir 'ne Meinung bilde, Find' ich die Ehe mehr als trivial. Die Liebe – gut. Ich laß die Liebe gelten. Man sucht sich Emotionen fürs Gemüt. Man schätzt sich gegenseitig, weil man selten, Höchst selten sich und unter andern sieht. Man schwärmt für Nietzsche, Dehmel, Mai und Rosen, Auch macht ein Ausflug [so nach Treptow] Spaß, Man unterhält sich von der namenlosen Geheimen Sehnsucht – unbestimmt nach was. Man hat frisiert und aufgeputzt sein Wesen Und legt ein ew'ges Rätsel ins Gesicht; Man hat vorher in Büchern nachgelesen, Was man mit dem geliebten Jüngling spricht. Er konversiert vom Leben nach dem Tode, Von Maeterlink und dem »Familientag«, Und seine Weste zeigt die letzte Mode, Und hinter ihr ahnt man des Herzens Schlag. Und denk' ich mir die Hochzeit und so weiter, So Tag und Nacht und alles so im Haus, Dann zieht die Seele ihre Sonntagskleider Und auch der Leib zieht manches Schmuckstück aus. Denn die Alltäglichkeit ist voller Roheit Und die Enttäuschung bleibt der Träume Schluß; Ein Weib verliert den Reiz, ein Mann die Hoheit, Wenn er die Hühneraugen schneiden muß. Mit dem, was Schwärmerherzen sich erharren, Hält auch die Wirklichkeit nur selten Schritt; Ich hatt' 'nen Onkel, der an Darmkatarrhen In Capri auf der Hochzeitsreise litt. Mein Artur – Gott, was soll ich weiter sagen, Gleicht er nicht Wedekinds Marquis von Keith? Sein grüner Schlips, sein hoher Doppelkragen Scheint mir ein Teil von der Persönlichkeit. Wenn ich im Traum sein männlich Bild mir knipse, Als Amateurin – ob du Worte hast! Ich seh' ihn stets mit diesem grünen Schlipse, der wundervoll zu seinen Augen paßt. Doch denk' ich weiter – nach dem Hochzeitsfeste – Am Abend – spät – nach Reden, Sekt und Schmaus Zieht er die wundervoll karierte Weste Und zieht [auch seelisch] sonst noch manches aus. Je mehr ich in den Anblick mich versenke, Durchzittert meine Seele Furcht und Hohn – Wenn ich mir Artur ohne Kragen denke, Zerfließt sofort die ganze Illusion.
Liebe hat ihre eigene Sphäre, ihre eigenen Zwecke, ihre eigenen Pflichten, die von denen der Ehe himmelweit unterschieden sind.
Die Schöpfung kennt nichts Edleres, als zwei freiwillig und unauflöslich zusammengeschlungene Hände, zwei freiwillig eins gewordene Herzen und Leben.
Ein jeder, dem gut und bieder das Herz ist, Liebt sein Weib und pflegt sie mit Zärtlichkeit.
Die Ehe ist der engste, schönste, innigste, heiligste und dauerndste Bund, den Menschen mit Menschen schließen können. Die glückliche Ehe ist des irdischen Lebens höchstes Gut.