Ehe Sprüche – hochzeit

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Die Ehe ist nun einmal eine Menschenfresserei: Esse ich Dich nicht auf, dann issest Du mich.

Strindberg, Ehestandsgeschichten, 1898

Die Frau Ein reiches Weib schafft dir Bequemlichkeit; Ein kluges Weib vertreibt die lange Zeit, Ein Weib von hohem Rang und vielen Ahnen Kann uns den Weg zum Ehrentempel bahnen; Die Vorteil', ich gesteh's, sind Vorteil' in der Tat, Doch lange nicht so groß, als wenn man keines hat.

Haug/Weisser (Hg.), Epigrammatische Anthologie, 10 Bde., 1807-1810

Es ist doch eine ausgezeichnete Erfindung, die Ehe, alles hat man innerhalb seiner vier Wände, Schlafstelle, Kneipe, Restaurant – alles!

Strindberg, Ehestandsgeschichten, 1898. Brot

Es ist keine schöne Sache, verheiratet zu sein, wenn man auf Schritt und Tritt auf seiner Hut sein muss.

Strindberg, Ehestandsgeschichten, 1898

Die Ehe ist nicht wie heißer Reis, den man ausspucken kann, wenn er einem den Mund verbrennt.

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Man macht dadurch dem Ehestand ein sehr schlechtes Kompliment, daß man nur immer die verstorbenen Männer, die ihn schon überstanden haben, ›die Seligen‹ heißt.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Gott hat ein Creuz über den Ehestand gemacht.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Im Mittelalter hat man ein Leben reich an Taten und noch reicher an Untaten, unter andern auch als Einsiedler abgebüßt; jetzt hat man bloß die Zweisiedelei des Ehestands, um Jugendtorheiten abzubüßen. Kurios, daß die Natur sich darin g'fallt, so ungleiche Geschwisterpaare zu erzeugen, wie z. B. der angenehme Jüngling ›Schlaf‹ einen fatalen Bruder, den ›Tod‹ hat; so hat die reizende Zauberin ›Liebe‹ eine etwas langweilige Schwester, die ›Ehe‹.

Nestroy, Unverhofft. Posse mit Gesang in drei Akten, uraufgeführt am 23. April 1845. 1. Akt, 2. Szene

Das Thermometer der Moralität war von jeher die Ehe.

Hippel, Über die Ehe, 1774 (mehrfach erweiterte und veränderte Auflagen bis 1793)

Ehespruch Das ist die rechte Ehe, Wo zweie sind gemeint Durch alles Glück und Wehe Zu pilgern treu vereint: Der Eine Stab des Andern Und liebe Last zugleich, Gemeinsam Rast und Wandern, Und Ziel das Himmelreich.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter, Stuttgart 1865

In der Liebe genügt es, einander durch seine liebenswürdigen Eigenschaften und durch seine Annehmlichkeiten zu gefallen; in der Ehe aber muß man, um glücklich zu sein, an einander seine Fehler lieben, oder wenigstens sich ihnen anpassen.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Eine glückliche Ehe Das ist die lieblichste Musik, Die schönsten Harmonien, Wenn Mann und Weib in Leid und Glück Sich treu durchs Leben ziehen.

Pesendorfer, Mein Spruchbüchlein, 1913

Liebe ist der Einklang von Bedürfnis und Gefühl; das Glück der Ehe erwächst aus einem vollkommenen Seeleneinverständnis der beiden Gatten.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829. Beginne niemals die Ehe mit einer Notzucht!

Die Menschen heiraten aus den verschiedensten Gründen. Die allermeisten aber haben dabei nur sich selbst und ihre eigenen Interessen im Auge, sie wollen die Oberherrschaft an sich reißen, um den schwächeren Teil zu beherrschen.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Eine Geliebte ist Milch, eine Braut Butter, eine Frau Käse.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [11]

Eine Ehe ist ein politisches Epigramm. Epigramm ist nur ein elementarischer, poetischer Ausdruck – poetisches Element – primitives Poem.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Fragmente über den Menschen

Zwei Brautpaare Weiß ich's, wem noch von beiden Das meiste Unglück droht? Dem Paar mit Geld fehlt Liebe, Dem Paar mit Liebe Brot.

Voß (Hg.), Hamburger Musenalmanach 1776

Wie mans macht … a) Trost für den Ehemann Und wenn sie dich so recht gelangweilt hat, dann wandern die Gedanken in die Stadt . . . Du stellst dir vor, wie eine dir, und wie du ihr, das denkst du dir … Aber so schön ist es ja gar nicht! Mensch, in den Bars, da gähnt die Langeweile. Die Margot, die bezog von Rudolf Keile. Was flüstert nachher deine Bajadere? Sie quatscht von einer Filmkarriere, und von dem Lunapark und Feuerwerk, und daß sie Reinhardt kennt und Pallenberg … Und eine Frau mit Seele? Merk dies wichtige: die klebt ja noch viel fester als die richtige. Du träumst von Orgien und von Liebesfesten. Ach, Mensch, und immer diese selben Gesten, derselbe Zimt, dieselben Schweinerein – was kann denn da schon auf die Dauer sein! Und hinterher, dann trittst du an mit einem positiven Wassermann, so schön ist das ja gar nicht. Sei klug. Verfluch nicht deine Frau, nicht deine Klause. Bleib wo du bist. Bleib ruhig zu Hause. b) Trost für den Junggesellen Du hast es satt. Wer will, der kann. Du gehst jetzt häufiger zu Höhnemann. Der hat mit Gott zwei Nichten. Zart wie Rehe. Da gehst du ran. Du lauerst auf die Ehe. Bild dir nichts ein. Du schüttelst mit dem Kopf? Ach, alle Tage Huhn im Topf und Gans im Bett – man kriegt es satt, man kennt den kleinen Fleck am linken Schulterblatt … So schön ist es ja gar nicht! Sie zählt die Laken. Sagt, wann man großreinemachen soll. Du weißt es alles, und du hast die Nase voll. Erst warst du auf die Heirat wie versessen; daß deine Frau auch Frau ist, hast du bald vergessen. Sei klug. Verfluch nicht deine Freiheit, deine Klause. Bleib wo du bist. Bleib ruhig zu Hause. c) Moral Lebst du mit ihr gemeinsam – dann fühlst du dich recht einsam. Bist du aber alleine – dann frieren dir die Beine. Lebst du zu zweit? Lebst du allein? Der Mittelweg wird wohl das richtige sein.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 15.03.1932, Nr. 11 (Theoald Tiger)

Die Ehe muss ununterbrochen ein alles verschlingendes Monster bekämpfen: die Gewohnheit.

Balzac, Die menschliche Komödie (La Comédie humaine). Physiologie du mariage, 1829 (dt. Physiologie der Ehe, 1842). Ins Deutsche übertragen von Olivia Mauny

Wie dein Ehering sich abträgt, so werden sich auch deine Sorgen abtragen.

Brand, Observations on the popular antiquities of Great Britain: Including the Whole of Mr. Bourne's Antiquitates Vulgares, 1777. Übersetzt von Internet. Originaltext: As your wedding ring wears, your cares will wear away.

Die Ehe haßt den Schein, sie will die Werke.

Immermann, Tulifäntchen. Ein Heldengedicht in drei Gesängen, 1830. Originaltext