Erziehung Sprüche – kinder

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Erziehung ist Leben und setzt Leben voraus.

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Heilig bewahre den Kinderglauben, ohne welchen es gar keine Erziehung gäbe.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Neuntes Kapitel. Über den Kinderglauben. § 74

Der modische Irrtum ist, daß wir durch Erziehung jemand etwas geben können, das wir nicht haben.

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Mit Kindern kann man alles tun, wenn man nur mit ihnen spielt.

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Eines der größten Probleme der Erziehung ist, wie man die Unterwerfung unter den gesetzlichen Zwang mit der Fähigkeit, sich seiner Freiheit zu bedienen, vereinigen könne. Denn Zwang ist nötig! Wie kultiviere ich die Freiheit bei dem Zwange?

Kant, Über Pädagogik. Bemerkungen aus den über diesen Gegenstand bei der Universität mehrmals gehaltenen Vorträgen, hg. von D. Friedrich Theodor Rink 1803. Einleitung

Die Aufgabe wahrer Erziehung beruht nicht nur darauf, die Menschen zu guten Taten zu veranlassen, sondern an ihnen auch seine Freude zu haben; nicht nur rein zu sein, sondern auch die Reinheit zu lieben; nicht nur gerecht zu sein, sondern auch nach der Gerechtigkeit zu dürsten und zu verlangen.

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Um Kindern Moral in Beispielen zu lehren, dazu gebraucht man die Geschichte. Das heißt, ihnen Schwert und Lanze als Messer und Gabel in die Hände geben.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [195]

Die Erziehung kann ihr großes und schwieriges Werk nur vollbringen, wenn man ihr zur Grundlage gute Gewohnheiten gibt und den Gehorsam zur ersten Gewohnheit und zur ersten Bedingung aller Gewohnheiten macht.

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Um Kinder zu erziehen, muß man verstehen, Zeit zu verlieren, um Zeit zu gewinnen.

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Die Herren der Frauen verlangten mehr als einfachen Gehorsam, und sie wandten die ganze Macht der Erziehung an, um ihren Zweck zu erreichen.

Mill, Die Hörigkeit der Frau (Subjection of Women), 1869

Erziehung übertrifft Natur.

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Die beste Erziehungsmethode für ein Kind ist, ihm eine gute Mutter zu verschaffen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1910

Erziehung ist Erziehung zur Freiheit.

Börne, Werke. Historisch-kritische Ausgabe in zwölf Bänden, 1911-13

Es ist eine übertriebene Zuversicht der Eltern, alles von der guten Erziehung ihrer Kinder zu erhoffen, und ein großer Irrtum, gar nichts davon zu erwarten und sie deshalb zu vernachlässigen.

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Jede gute Erziehung erfordert, daß zu Hause die Mutter von den Augen des Kindes, von seinem Munde und von seiner Stirn jeden Wechsel seines seelischen Zustandes abliest.

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Wer Moräste austrocknet, Heerstraßen anlegt, Tausenden Gelegenheit verschafft, sich ihre Bedürfnisse zu verschaffen, Gärten pflanzt, Krankenhäuser stiftet, wirkt auch für Menschenwohl, aber nicht so unmittelbar und durchgreifend als der Erzieher. Jener verbessert den Menschen, dieser veredelt den Menschen selbst.

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Erziehen heißt, natürliche Anlagen entwickeln.

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Man fordere nicht zu viel und verbiete namentlich nicht zu viel! Auch das Kind hat ein Recht zu sein, wie es ist, d.h. Kindliches und Kindisches zu tun und zu treiben, ein Recht, sich als Kind auszuleben.

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Die persönliche Eigenart muß Rücksicht erfahren. Dieselbe ist bei Kindern wohl noch nicht groß, aber sie ist da; wir mögen sie, die schmiegsame, an die unsere schmiegen bis zu einem Grade; aber ihrem Kerne, wenn er einmal entdeckt ist, müssen wir Rechnung tragen. Es ist frevelhaft und doch muß ich sagen, daß ich eine gewisse Scheu gegen gewisse Erziehungsanstalten habe, wie sie draußen jetzt entstehen; sie gleichen und ebnen alles und liefern Alltagsmenschen, mit denen sich ganz gewiß am besten Gesellschaft und Staat bauen läßt, wie man ja auch am bequemsten mit Backsteinen Häuser baut. Aber aus besondern Verhältnissen folgerichtig hervorgewachsne Charaktere, kernhafte Urbilder wären mir unter Umständen lieber.

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Nichts ist leichter, als die Kinder dazu zu erziehen, daß sie gehorchen, gefallen, aufwarten und alles tun, was Eltern und andere Erwachsene begehren. Freilich sind dann die Kinder nichts, nicht mehr als die Eltern. Aber schwerer ist es, Gehorsam und Freiheit zu vereinigen, die Kraft dazulassen und doch zu lenken und sich selber einen Gegner der besten Art zu erziehen.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Wer seyn Kind strafet, zeucht Ehr daraus; wer es nicht strafet, der wird Schande erleben.

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