Erziehung Sprüche – kinder
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Die Erziehung eines Kindes muss mindestens 100 Jahre vor seiner Geburt beginnen.
Natürlich glaube ich nicht, dass man sich zum Gebären zwingen kann, wohl aber zum Erziehen der Kinder.
Aus Kindern, die zu viel dürfen, werden leicht Erwachsene, die zu wenig können.
Erziehung beginnt mit Poesie, wird gefestigt durch gutes Verhalten und durch Musik vollendet.
Wenn ich es bedenke, so muß ich sagen, daß mir meine Erziehung in mancher Hinsicht sehr geschadet hat.
Ein kluges Kind, das mit einem närrischen erzogen wird, kann närrisch werden. Der Mensch ist so perfektibel und korruptibel, daß er aus Vernunft ein Narr werden kann.
Wehe dem, der ein Kind in Furcht erzieht, und wenn es die Furcht vor Gott wäre! Denn er schändet unabsehbare Menschengeschlechter.
Die Erziehung [...] ist die erste, die wichtigste, die wesentlichste Angelegenheit des Staats, die würdigste, die angelegenste Sorge des Fürsten!
Ein Junger soll nicht reden, man niese denn, so mag er sagen: Wohl bekomm's!
Einen jungen Zweig biegt man, wie man will.
Die natürliche Liebe macht selbst die verständigsten Eltern zu weichherzig und nachgiebig. Sie sind unfähig, das Kind zu strafen, noch es mit einfacher Kost genährt zu sehn, welches doch ebenso nötig ist, als daß ein Kind nicht ewig gegängelt werde, sondern auch mit etwas Gefahr frei gehn und handeln lerne.
Daheim erzogen Kind Ist in der Fremde wie ein Rind.
Von der Rute habe ich keine andere Wirkung beobachtet, als daß sie die Seelen schlaff und feig oder heimtückisch oder starrsinnig machte.
Einen Menschen zum Menschen erziehen zu wollen, ist eitel menschlicher Kram, zum Menschen ist er von Gott geschaffen, daß aber die Seinen ihm den ganzen geschichtlichen Reichtum, den sie überkommen und gesammelt haben, als gute Hausväter (...) treulich überliefern, das ist Erziehung.
Das Vergnügen beim Zeugen eines Kindes verflüchtigt sich bei seiner Erziehung.
Erziehung heißt, die Jugend an die Bedingungen gewöhnen, zu den Bedingungen bilden, unter denen man in der Welt überhaupt, sodann aber in besonderen Kreisen existieren kann.
Erinnern wir uns wohl, daß Erziehung nicht bloß darin besteht, das Gedächtnis zu bereichern und das Verständnis zu erleuchten; sondern daß sie sich vor Allem mit der Richtung der Willenskraft beschäftigen soll.
Sind die Eltern Narren, werden die Kinder Räuber.
Kind und Heimat, wie natürlich. Man weiß ja, daß die Kleinen zwar gerne nach draußen streben, aber noch lieber heimkehren. Da knüpfe man an, lehre ihnen Liebe zum Hause. Ein eigener Herd, eine Familie: in diesem Kreise ist der Mensch vor dem Ärgsten bewahrt; in diesem Kreise entwickelt sich leicht die Arbeitsamkeit, die Opferwilligkeit, das Selbstvertrauen und die Zufriedenheit; in diesem Kreise gedeiht die Liebe zur Gemeinde, die Treue zum Vaterlande. Den Eltern obliegt es, dem Kinde den Grund zur gedeihsamen Weltanschauung zu legen.
Ruhig und langsam die Natur sich selber helfen lassen und nur sehen, daß die umgebenden Verhältnisse die Arbeit der Natur unterstützen, das ist Erziehung.
Eine Erziehung, die nur jetzt bewahren will und durch mikroskopisch-gewissenhafte Aufsicht, Umsicht und Vorsicht ein Musterkind dressiert, leistet Treibhausarbeit, die im Wettersturm des wirklichen Lebens kraftlos zusammenbricht.