Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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Die Gesellschafts-Menschen hängen ihre Freunde mit dem Winterüberzieher in den Schrank und holen sie erst zum Herbst wieder hervor.

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Die wahren Freunde verursachen allen Schmerz und alle Bitterkeit des Lebens.

Fénelon, Briefe. An M. Destouches, über den Tod des Herzogs von Beauvilliers, am 13. August 1714

Das wäre noch recht, wenn uns die Leute Freunde blieben, so lange sie uns brauchen können; allein in den meisten Fällen bleiben sie es nur so lange, als sie uns mißbrauchen können.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Freundschaft ist ein gefährliches Wort für junge Damen; es ist die flügge gewordene Liebe, die nur einen sonnigen Tag zum Ausflug erwartet.

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Es gibt Menschen, die gar keinen vertrauten Freund, sondern nur Bekannte haben; entweder weil ihnen der Sinn für dies Seelenbedürfnis fehlt oder weil sie keinem lebendigen Wesen trauen oder weil ihre Gemütsart kalt, unverträglich, verschlossen, eitel oder zänkisch ist. Andre sind aller Welt Freunde; sie werfen ihr Herz jedermann vor die Füße, und deswegen bückt sich keiner, greift niemand darnach, es aufzunehmen.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 6. Kapitel, 19.

Freundschafft Wo Nutz sich nicht erzeigt, wo kein Gewinn sich weist, Ist Freundschafft nicht daheim, ist über Land gereist.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Nur das Vertrauen läßt Freundschaft bestehn, Ohne Vertrauen wird bald sie vergehn.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Freunde sind nichts als unerträgliche Herren, besonders sogenannte Freunde in der Not.

Raupach, Die Hohenstaufen. Ein Cyclus historischer Dramen, 8 Bde., 1837

Seltsam! Das, was wir unsern Freunden nicht zu Liebe tun wollen, tun wir unsern Feinden oft zum Trotz.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Freunde hast du so viel, wie Tage im Jahre, nur leider Schließt der Plural hier immer den Singular aus.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1845

Ins Album Ich wünsche dir viele Freunde, die alle Zeit Dir gerne zu helfen sind bereit. Und dann wünsche ich dir – zu viel scheint es fast – Dass du nie ihre Hilfe nötig hast.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1889

Gestorbne Freunde sind Ketten, die uns von der Erde ziehen und fester mit einer bessern Welt verknüpfen.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Das Beste, was ich für einen Freund tun kann, ist einfach: sein Freund sein.

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Doch, was alle Freundschaft bindet, ist, wenn Geist zu Geist sich findet.

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Niemals werde der Feind mir verunglimpft, ist er ein guter; niemals werde gelobt, ist ein schlechter, der Freund!

Voß, Epigramme

Hat dich ein Freund getäuscht, so magst du deine Rechnung mit ihm abschließen, aber wirf ihn nicht auf den Schindanger deines Herzens. Bewahre das Bild deines Freundes, wie es war, als er dich liebte und sei ihm dankbar für das, was er dir einmal gegeben hat. So kannst du eine Erfahrung gewinnen, ohne daß sie zur stets fließenden Quelle der Bitterkeit wird.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Erwirb dir das Vertraun von deinem Vaterlande Dann zittre vor der Verläumdung nicht, Wer edel handelt und nach Pflicht, Den rettet wahrer Ruhm aus der vermeinten Schande.

Clodius, Der neuen vermischten Schriften von Christian August Clodius 1. bis 6. Teil, 1780-87. 2. Teil: Scipio, 1780. Originaltext

Dem fremden Freunde Es war Dein Wort ein blitzend Schwert, Das für mich stritt; Es war Dein Wort der Seele Schrei, Die für mich litt. Die herbe Thräne war Dein Wort, Geweint um mich; Ein guter Engel war Dein Wort, Der nimmer wich! Dein Wort, es gab mir neuen Muth, Es drang befreiend stolz zu mir; Du Fremder, sieh mein schlichtes Wort, Es dankt zu tausend Malen Dir!

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Das Einmalige an einer Freundschaft ist weder die Hand, die sich einem entgegenstreckt, noch das freundliche Lächeln oder die angenehme Gesellschaft. Das Einmalige an ihr ist die geistige Inspiration, die man erhält, wenn man merkt, daß jemand an einen glaubt….

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Das ist also keine wahre Freundschaft, daß, wenn der eine die Wahrheit nicht hören will, der andere zum Lügen bereit ist.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XXVI, 98 Originaltext: Nulla est igitur haec amicitia, cum alter verum audire non vult, alter ad mentiendum paratus est

Es ist ein namenloses Gefühl, einen Freund lieben zu wollen aus Erinnerung und ihn fliehen zu müssen aus Ehre.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Viertes Heftlein. 37. Hundposttag