Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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In dieses Lebens buntem Lottospiele Sind es oft nur Nieten, die wir ziehn. Der Freundschaft stolzes Siegel tragen viele, Die in der Prüfungsstunde treulos fliehn.

Schiller, F., Gedichte. Aus seinem Stammbuchblatt an Henriette von Arnim, 2. Mai 1787

Der sichere Freund wird im Unglück erkannt.

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Wer schweigend seinen Freund beschimpfen läßt, Verwettet hat der Mannheit letzten Rest.

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

Erfahrungssatz: Junge Freundschaften sind meist verläßlicher als alte.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Freundschaft macht die Menschen Gottes Engeln gleich, Macht sie froh im Kummer, In der Armut reich; Und an ihrem Stabe Wandeln wir zum Grabe, Sprechen zu dem Freunde: dort Dauert Freundschaft fort.

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Die Freundschaft soll nicht das Zollamt sein, um pflichtgemäß Abgaben durch sie zu erlangen, sondern eine Quelle für wahre Freude und Verschönerung des Lebens.

Ambrosius, Über die Pflichten der Kirchendiener (De officiis ministrorum), 388/389 n. Chr

Die neuen Freunde, die wir uns nach einem gewissen Alter erwerben und welche uns jene ersetzen sollen, die wir verloren haben, gleichen diesen wie Glasaugen, künstliche Zähne und Holzbeine den natürlichen Augen und Zähnen und Beinen von Fleisch und Blut gleichen.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Wir überreden uns oft, jene zu lieben, welche mächtiger sind als wir; nichtsdestoweniger ist es der Eigennutz, welcher unsere Freundschaft erzeugt. Wir geben uns ihnen nicht deshalb hin, um ihnen Gutes zu erweisen, sondern um des Guten willen, das wir von ihnen erwarten.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Wer kann in guten Tagen, So lang das Glücke mild, Und es zu Tische gilt, Von rechter Liebe sagen? Ob einer ist mein Freund, Und ob er's treulich meint, Wird daran nicht erkennet, Wenn er mich Bruder nennet. Wenn's Glück einst von mir weichet, Wer's dann am besten meint, Und mir die Hände reichet, Der ist mein rechter Freund.

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Lass den befreundeten Mann nie fallen ob kleinlichem Vorwand, Und nicht schenke so leicht Glauben dem schlimmen Gerücht.

Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften, übersetzt von Wilhelm Binder 1859. V. 323f.

Da es mir wohl ging auf Erden, Wollten alle meine Freunde werden. Da kam ich in Not, Waren alle Freunde tot. Gott behüt uns vor Regen und Wind Und vor Gesellen, die langweilig sind. Wer guter Meinung kommt herein, Der soll mir lieb und willkomm sein. Wer aber anders kommt herfür, Den hab ich lieber vor der Tür. Sag niemals leise, niemals laut Was dir ein Freund hat anvertraut!

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Ein edler Mensch zieht edle Menschen an Und weiß sie fest zu halten.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 1. Akt, 1. Szene, Leonore zur Prinzessin

Ich bin nicht liebenswürdig, bin es nie gewesen, aber ich bin gerecht. – Freundschaft ist nur ein Name; ich liebe keine Menschen.

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Einen sicheren Freund erkennt man in unsicherer Lage.

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Freundschaft ist wie Geld, leichter gewonnen als erhalten.

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Mit Lachen eine Freundschaft zu beginnen, das ist gar nicht übel. Mit Lachen eine Freundschaft zu enden, das ist gar nicht übel.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Wertvoller als alle Güter ist ein zuverlässiger und tugendhafter Freund.

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Die Freundschaft der meisten Menschen ist nur eine Vorbereitung auf die Feindschaft.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Das Glück der Freundschaft. Freundschaft darf empfindungsvollen Seelen Niemals in des Lebens Stürmen fehlen; Nur wenn uns ihr holder Engel lacht, Schwindet jeder sorgenvolle Kummer; Sie nur reißt uns aus des Geistes Schlummer, Der zur Tugend neugestärkt erwacht. Ganz vom Weltgetümmel losgebunden Sind der Freundschaft wonnevolle Stunden: Still und heiter strahlet unser Glück. Wer an ihrer Hand durchs Leben wandelt, Den entflammt sie, dass er edel handelt; Ruhig blickt er in sein Herz zurück. Doch wem blühen ihre süßen Freuden? Wen erquickt sie auch im größten Leiden? Den, der ihren Wert niemals verkennt. Nicht den falschen, lasterhaften Seelen, Die aus Eigennutz sich Freunde wählen, Blüht die Blume, die man Freundschaft nennt. Nur wenn Gleichgesinnte sich verbinden, Die der Tugend hohen Wer empfinden, Lächelt mild die holde Trösterin. Sie vereinigt durch das Band das Wahre, Denn an ihrem heiligen Altare Fordert sie den unbefleckten Sinn. Darin liegt das höchste Glück des Lebens. Ach so viele suchen es vergebens! Ohne Tugend blüht auch Freundschaft nicht. O mit welcher unbegrenzten Milde Führt sie uns in göttliche Gefilde! Selbst des Kummers Nacht erhellt ihr Licht!

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Geht es mir gut, viel’ hab’ ich der Freunde dann; aber sobald mir Irgendein Leid zustößt, halten nur wenige Treu’.

Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften, übersetzt von Wilhelm Binder 1859. V. 697f

Freunde sollten nur bei glücklichen Gelegenheiten und nur nach einer Einladung erscheinen. In Augenblicken der Not – ohne Aufforderung.

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