Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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Eine so enge Verbindung wie die der Freundschaft muß sich auf wenige beschränken. Wenig sind der Freunde, und die Jugend kann den Getreuen vom Falschen nicht leicht unterscheiden.

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Die Leute meinen, die Freundschaft müsse in der Gleichartigkeit bestehen. Sie sind zu ungeduldig, um die schöne Wirkung abzuwarten, die aus zwei redlichen Gegensätzen hervorgehen kann.

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Der Bodensatz der Freundschaft ist Verdruß.

Shakespeare, Timon von Athen (Timon of Athens), Erstdruck 1623

Wer von jedem Bekannten als von seinem „Freund“ spricht, der hat gewiss keinen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wie ist des Freundes Brust ein sichrer Port! Wie sänftigt bittern Schmerz sein weises Wort!

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Zu seinem Freunde wird wohl jeder lieber den Redlichen, den Gutmütigen, ja selbst den Gefälligen, Nachgiebigen und leicht Beistimmenden wählen, als den bloß Geistreichen.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum zweiten Buch. Kapitel 19. Vom Primat des Willens im Selbstbewusstsein

Fest kann die Freundschaft nur sein in der Reife des Alters und des Verstandes.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr

Freundschaft ist eine wechselseitige Verbindung, nach welcher einer den andern nicht verachtet, obgleich er dessen Schwächen mit Händen greifen kann.

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Nicht geringer fürwahr als selbst ein leiblicher Bruder ist ein redlicher Freund, liebreich und verständigen Herzens.

Homer, Odyssee, Ende 8./Anfang 7. Jhdt. v. Chr. Originaltext der Übersetzung

Es sind nicht alle jemands Freunde, die ihm zulachen.

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Die nächsten Freunde, Die ärgsten Feinde.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Verkehrte Freundschaft ist Feindschaft.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Nimmer schließe zu eng dich an Gefährten; mit weniger Freude fühlst du auch weniger Kummer.

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Das war eine schöne Zeit, als ich In die Urne des Glücks noch griff: Da waren Freunde so viel um mich, Wie Ratten auf einem Schiff. Nun werden die Freunde weniger stets, Weil Stürme drohen und Riff. Dem Schiffbruch seh' ich, entgegen geht's: Die Ratten verlassen das Schiff.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

O schlimme Zeit! So tief kann nichts verwunden, Als wird im Freund der schlimmste Feind gefunden.

Shakespeare, Zwei Herren aus Verona (The Two Gentlemen of Verona), Erstdruck 1623

Halte deinen Mund, und du behältst deinen Freund.

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Ein lauteres Gold ist Freundschaft, ein seltner Edelstein; Zwei Muschelschalen schließen die Wunderperle ein; Die Schalen sind zwei Herzen, die fest zusammenhalten; Wer ihren Hort will rauben, muß erst die Herzen spalten.

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Wenn wir die Gefühle, die unsere Freunde für uns hegen, übertreiben, so geschieht das weniger aus Erkenntlichkeit als aus dem Wunsche, auf unsere Würdigkeit schließen zu lassen.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Die erste Regung der Freude, die wir beim Glück unserer Freunde empfinden, kommt nicht aus unserem guten Herzen oder aus der Freundschaft, die wir für sie empfinden; sie ist vielmehr eine Wirkung unserer Eigenliebe, welche uns mit der Hoffnung schmeichelt, auch unsererseits glücklich zu sein, oder irgendwelchen Nutzen aus unserer Freunde Glück zu ziehen.

Rochefoucauld, Reflexionen oder moralische Sentenzen und Maximen, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Gut immer ist redliche Warnung des Freundes.

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Wenn selbsteigene Fehler mit triefenden Augen du musterst, Weshalb ist so geschärft dein Blick bei den Mängeln der Freunde [...]?

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. Übersetzt von Wilhelm Binder, 1861