Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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Geliebter sein heißt nur sich wollen. Freund sein heißt im anderen sich wollen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Verwandte sind uns nicht immer befreundet, aber Freunde immer verwandt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Glaube dich nie vergessen! Wenn man dich braucht, stellt sich die Erinnerung mit Riesenschritten bei dir ein.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Man beweise sich nicht als Freund, schreien die Menschen, wenn sie Beweise der Freundschaft nicht in bedeutenden, wichtigen Krisen, sondern bei hundert kleinen Nörgeleien, Quälereien und Wünschen haben wollen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Wenn Freunde zu oft oder selten sich seh'n, – Wird keine Freundschaft dauernd besteh'n.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Das Beste, was mancher uns tun kann, ist, daß er uns mit seiner Freundschaft verschont.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Freundschaft, die von Lüge lebt, stirbt an der ersten Wahrheit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Man pflegt zu sagen: das sicherste Mittel, Freunde zu haben, sei keiner Freunde zu bedürfen; aber jeder Mensch von Gefühl bedarf Freunde – und sollte es denn wirklich so schwer sein, in dieser Welt treue Freunde zu finden?

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 6. Kapitel, 5.

Im gegenwärtigen Freund den zukünftigen Feind erkennen, und zwar rechtzeitig: darauf kommt es an. Im Leben und in der Liebe. Wer das nicht versteht, tastet sich an einer Kette von Enttäuschungen durchs Leben. Und durch die Liebe.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Was wir in der Regel »Freundschaft« nennen, ist ein so und so oft wiederholtes Sehen der Außenseite zweier Menschen und dafür wird dann in der Regel ein gedankenloses Vertrauen auf die Innenseite gegeben.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Nichts macht die Seele so gesund, Das Aug' so hell und frisch Als eigen Haus auf eignem Grund Mit einem Freund am Tisch.

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Frauenfreundschaft gleicht den silberweißen Farren, Die der Frostwind im Vorüberflug ans Fenster malt – Märchengräser, welche nur des Thauwind's harren, Um zu weilen alsobald!

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Nur der Freundschaft Harmonie mildert die Beschwerden; ohne diese Sympathie ist kein Glück auf Erden.

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Man besitzt Freunde, solange man sie hindert, als solche zu handeln.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Freunde sind in Wohlfahrt lieblich, Und behülflich in der Not, Ohne gute Freunde leben Ist fürwahr der halbe Tod.

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Ein Freund, der zu hoher Gunst gelangt ist, gewährt uns viel, wenn er sich noch zu unseren Bekannten rechnet.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688. Vom Hofe

Seinem Freunde soll ein Freund man sein, und des Freundes Freund auch, doch nehmen soll man sich nie zum Freund seines Feindes Feind.

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Heißer als Feuer brennt fünf Tage bei Falschen die Freundesliebe, dann aber sinkt es, wenn der sechste kommt, und alle Freundschaft zerfällt.

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Die Freundschaft ist gerecht, sie kann allein Den ganzen Umfang deines Werts erkennen.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 1. Akt, 1. Szene, Leonore zur Prinzessin

Wenn vierzig Winter deine Stirne drücken Und tiefe Furchen deiner Schönheit ziehn, Sinkt deiner Jugend Kleid, von allen Blicken Bewundert heut, zerfetzt und wertlos hin.

Shakespeare, Sonette (Sonnets), 1609. Aus: Sonett II

Fürchte nicht Feinde, die angreifen, sondern Freunde, die schmeicheln.

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