Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

1466 Sprüche in dieser Kategorie

Wen du für treu hältst, den fliehe, dann bist du gedeckt. Nimm dich vor Brüdern in acht, vor Verwandten und trauten Genossen: Dies ist die Schar, aus der wirkliche Furcht dir erwächst.

Ovid, Ars amatoria, auch Ars amandi (Die Liebeskunst), entstanden zwischen 1 v. Chr. und 4 n. Chr

Nichts gewöhnlicher als der Name Freund, nichts seltener als die Sache!

Internet

Wer ohne Freunde lebt, bleibt nicht lange weise.

Internet

O wein' dich aus an meiner Brust, Laß in dein Herz mich seh'n; Und wärst du noch so schuldbewußt: Ich kann dich ganz versteh'n. Denn nennen kannst du mir kein Leid, Das nicht schon traf auch mich; Auch mir droht noch Vergangenheit – Und schuldig war auch ich. Auch meine Wange hat gebrannt In der Beschämung Rot – Verloren hab' ich mich genannt Und mir erhofft den Tod. D'rum wein' dich aus an meiner Brust, Ich kann dich ganz versteh'n, Und wärst du noch so schuldbewußt: Getröstet wirst du geh'n!

Internet

Ein verräterischer Freund ist der gefährlichste Feind.

Fielding, Tom Jones – Die Geschichte eines Findelkindes (The History of Tom Jones, a Foundling), 1749

Man muss die Probe machen, wer von den Freunden und denen, welchen „unser Wohl am Herzen liegt“, Stand hält: behandelt sie einmal grob.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Frühjahr 1880 – Frühjahr 1881

Der Reiz der Neuheit und die lange Gewohnheit hindern uns, so widriger Natur sie auch sein mögen, gleich stark die Fehler unserer Freunde zu bemerken.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Jeder treue Freund sei dir Pfand der Freundlichkeit Gottes!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Wer weder Freund noch Bruder hat, der hat weder im Arm noch in der Hand Kraft.

Internet

Und gute Freunde gibt's, die peinlich sind, dem Knopf am Schnupftuch gleich, wenn man vergaß, warum er ward gebunden.

Auffenberg, Sämmtliche Werke in zwanzig Bänden, 1843/44

Wohl Brotfreunde, aber keine Notfreunde!

Internet

Wem der Himmel keinen Freund beschert, Weh ihm! der Mann ist keines Grußes wert!

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851

Mach mit allen Kontrakt, aber mit deinem Freunde vier!

Internet

Freunde erwirb nicht rasch; die du aber erworben hast, verwirf nicht rasch.

Internet

Als ihm vermeldet wurde, dass seine Freunde ihm nachstellten, sagte er: Wie soll man sich helfen, wenn man Freunde gerade so behandeln muss wie Feinde?

Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. VI, 2, 68f. Übersetzt von Otto Apelt, 1921

Mein andres Selbst! Du meine Ratsversammlung, Orakel und Prophet!

Shakespeare, König Richard III. (The Tragedy of King Richard the Third), Erstdruck 1597. 2. Aufzug, 2. Szene, Gloster

Hat man die Liebe durchgeliebt, Fängt man die Freundschaft an.

Heine, H., Gedichte. Aus: Angelique, 8.

Außerdem denk darauf, den Freunden deiner Freunde so viel Gutes zu tun als du vermagst; denn die Freunde deiner Freunde gehören zu deinen Freunden.

Diez (Übers.), Buch des Kabus oder Lehren des persischen Königs Kjekjawus für seinen Sohn Ghilan Schach, 1811. 28. Kapitel: Wie man sich Freunde machen muss

Soviel Herzen such zu fesseln, wie du irgend fesseln kannst! Glücklich du, wenn du auf Erden einen treuen Freund gewannst! Minder wert sind hundert Kaabas, als ein Herz von guter Art, Drum nach einem Herzen richte, statt nach Mekka, deine Fahrt!

Chayyam, Strophen des Omar Chiijam, übersetzt von Adolf Friedrich Graf von Schack 1878

Was uns in unseren Freundschaften so unbeständig macht, ist, daß es schwierig erscheint, die Eigenschaften der Seele zu kennen, leicht aber jene des Geistes.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Es dürfte sich also empfehlen, daß man nicht darauf aus ist, möglichst viele Freunde zu erwerben, sondern nur so viele, als zum gemeinsamen Leben genügen. Es ist ja auch allem Anschein nach nicht möglich, mit vielen innig befreundet zu sein.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1171a (IX, 10.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)