Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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Die Freundschaft aus dem Leben wegnehmen wollen heißt, die Sonne aus der Welt verbannen; denn nichts Besseres haben uns die unsterblichen Götter geschenkt und nichts Köstlicheres.

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Verstand und Gemüt: beides verlange ich von meinen Freunden, denn der Verstand allein versteht selten, was das Herz spricht.

Storm, T., Briefe. An Therese Rowohl, im März 1838

Viele, heute befreundet, sind uns morgen Feind.

Sophokles, Ajax (auch Aias oder Rasender Ajax), ca. 449 v. Chr

Die guten Freunde vergessen uns schnell, die haben nächstens wieder einen guten Freund, und deshalb ist es am besten, man sieht sich beizeiten um Feinde um; die behalten uns immer im Gedächtnisse und sagen uns die rühmenswertesten schlechten Eigenschaften nach, wenn wir uns deren schon längst nicht mehr erfreuen.

Spitzer, Wiener Spaziergänge, 7 Bde., 1869-86

Wenn du arm und [be]dürftig bist, so such nicht Große und Reiche dir zu Freunden machen zu wollen. Arme werden von Niemandem geliebt, am wenigsten von Reichen. Mach dir Freunde unter deines Gleichen und nach deinem Stande.

Diez (Übers.), Buch des Kabus oder Lehren des persischen Königs Kjekjawus für seinen Sohn Ghilan Schach, 1811. 28. Kapitel: Wie man sich Freunde machen muss

Wie der Leib ohne Seele, so ist der Mensch ohne Freund.

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Einen Freund gefunden zu haben, das scheinen manche Menschen die Entdeckung eines bequemen Sophas zu nennen, auf welchem sie glauben, sich mit ihren Unarten so recht ausflegeln zu können.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Durch Schweigen verdirbt viel Freundschaft.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Freunde offenbaren einander gerade das am deutlichsten, was sie einander verschweigen.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 3. Buch, 13. Kap., Wilhelm zu Friedrich

Das sind auf dieser Welt schon wahre Wunder von Biederkeit, von denen man bei vertrautem Umgang keinen üblen Dienst zu fürchten braucht, ohne natürlich je den geringsten Freundesdienst erwarten zu dürfen.

Leopardi, Gedanken (Pensieri), 1845

Leider wahr! Wenn ein Mann beim Zusammensturz seines Glücksgebäudes in Jammer gerät und vom Schicksal schwer heimgesucht wird, dann werden ihm selbst die besten Freunde feind, und mancher sagt sich von ihm los, der ihm lange treu ergeben war.

Shûdraka, Das Tonwägelchen (Vasantasena oder Mrcchakatika)

Es gibt nichts Schlimmeres als freundschaftliche Bevormundung.

Tschechow, Krankenzimmer Nr. 6 (Палата № 6), 1892

Freundschaft, nicht Geburt, macht uns zu Brüdern.

Schiller, Goethes Schriften. Dritter Band. Über die Iphigenie auf Tauris, 1787. Dritter Aufzug, Orest zu Iphigenie

Verbreitet ist die Bezeichnung »Freund«, doch selten ist die Treue.

Phaedrus, Fabeln

Es ist besser, man betrügt sich an seinen Freunden, als daß man seine Freunde betrüge.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Süß ist allein dem Unerfahrenen die Huldigung eines mächtigen Freundes, der Erfahrene ist voll Furcht.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 18, 86f. Originaltext: Dulcis inexpertis cultura potentis amici: expertus metuet.

Mit dem Feinde, der uns beleidigt, geht man ins Gericht; einem Freunde, der sich nur auf falschem Wege befindet, sagt man die Wahrheit.

Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Krieges

Freundschaft Wenn Menschen sich aus innrem Werte kennen, So können sie sich freudig Freunde nennen, Das Leben ist den Menschen so bekannter, Sie finden es im Geist interessanter. Der hohe Geist ist nicht der Freundschaft ferne, Die Menschen sind den Harmonien gerne Und der Vertrautheit hold, daß sie der Bildung leben, Auch dieses ist der Menschheit so gegeben.

Hölderlin, F., Gedichte

Die Stimme der Freundschaft in der Not zu vernehmen, ist das Göttlichste, was dem Menschenherzen widerfahren kann.

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Gib dem Freunde nicht so viel Kraft, daß, wenn er ein Feind wird, er es mit dir aufnehmen könne.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Wie werther wird mir alle Tage Deine und meine Freundschaft, und wie wohlthätig ist sie mir schon gewesen.

Schiller, F., Briefe. An Christian Gottfried Körner, 9. März 1789