Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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Die meisten Freundschaften gehen gerade an dem wieder zugrunde, was sie gebar.

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Doch wenn man die Wahl zwischen alten Freunden und neuen hat, und seien diese auch noch so bezaubernd, so muß man sich auf die Seite der alten stellen.

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Wo ist denn der Ruhesitz der Seele? Wo fühlt sie sich beschwichtigt genug, um zu atmen und sich zu besinnen? Im engen Raum ist's, im Busen des Freundes.

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Der ist mein Freund, der auch hinter meinem Rücken Gutes über mich sagt.

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Die Freundschaft vermehrt das Gute und verteilt das Schlimme: sie ist das einzige Mittel gegen das Unglück und ist das Freiatmen der Seele.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [158.]

Behalte das, was dich beleidigt, in deinem Herzen, und ihr könnt euch begegnen wie zuvor!

Wyss-Vögtlin (Übers.), 700 chinesische Sprichwörter, 1965 (EA: 1942)

Wie tröstlich ist es einem Freunde, der Auf eine kurze Zeit verreisen will, Ein klein Geschenk zu geben, sei es nur Ein neuer Mantel, oder eine Waffe.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 5. Akt, 4. Auftritt, Prinzessin zu Tasso

Wähle dir zum Bundesgenossen einen Mann, den du mehr bewunderst, wenn du ihn siehst als wenn du ihn hörst.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 52. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Eum elige adiutorem quem magis admireris cum videris quam cum audieris

Die toten Freunde Das Boot stößt ab von den Leuchten des Gestad's. Durch rollende Wellen dreht sich der Schwung des Rads. Schwarz qualmt des Rohres Rauch ... Heut hab ich schlecht, das heißt mit lauter jungem Volke gezecht. – Du, der gestürzt ist mit zerschossener Stirn und du, verschwunden auf einem Gletscherfirn, und du, verlodert wie schwüler Blitzesschein, meine toten Freunde, saget, gedenkt ihr mein? Wogen zischen um Bott und Räderschlag. Dazwischen jubelt ein dumpfes Zechgelag. In den Fluten braust ein sturmgedämpfter Chor. Becher läuten aus tiefer Nacht empor.

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Ich glaube fast an jede Freundschaft, die auf den Charakteren ruht; denn man bleibt einander immer notwendig.

Schiller, F., Briefe. An Gottfried Körner, 1. März 1790

Denke der eig'nen Fehler und Schwächen, Wenn du dem Freund, dem Irrenden, grollst! Schwanke nicht erst, ob die Unbill zu rächen, Ob du in Milde vergeben sie sollst. Was dir zum Trost und zur Freude gegeben, Selber verkehrend in Unheil und Fluch, Bringest du sonst in dein innerstes Leben, Störrischen Sinnes, den qualvollen Bruch.

Paoli, B., Gedichte. 1845

Was Freundschaften unauflöslich macht und deren Reiz verdoppelt, ist ein Gefühl, das der Liebe fehlt: Die Sicherheit!

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Willst du ein klares Urteil über deine Freunde gewinnen, so frage deine Träume.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). IX. Sprüche und Widersprüche

Freunde: Sie klopfen an deine Tür oder melden sich vorher an, wenn sie dich besuchen wollen. Griechische Freunde: Sie öffnen deine Tür und rufen: Hier bin ich!

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Es ist unklug, durch Geld Freunde gewinnen, wenn dieses echt und jene falsch sind.

Oesch (Hg.), Spanische Sprichwörter, ausgewählt und gesammelt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Du grollest dem Freunde und wendest Das Antlitz trüb von ihm fort. Was trat doch wohl zwischen euch beide? Ein Nichts – ein harmloses Wort, Das arglos den Lippen entfallen! Er ahnet nicht einmal den Grund, Und darum droht zu zerreißen Ein alter, heiliger Bund! So schaffst du immer dir Sorge und Schmerz, Du stolzes, du eitles Menschenherz! –

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Freundschaft ist ein geschliffener Stahl, Dem schon ein feuchter Hauch einen Rost zuzieht.

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Ach, wehe thut es, den zu hassen, den man geliebt, und mit dem man die Blüte der Jahre in Eintracht verlebt hat!

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Glück gibt Gefährten. Gefahr bewährt den Freund.

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Man verliert mehr Freunde durch Wohltaten, als man durch Dankbarkeit gewinnt.

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Nur wenigen Menschenherzen ist es eingepflanzt, den Freund, umlacht von Segen, ohne Neid zu schaun.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr