Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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Wer Niemand schadet und Niemand nützt, Ist vor der Freundschaft der Menschen geschützt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Entfernung und lange Abwesenheit tun jeder Freundschaft Eintrag, so ungern man es gesteht. Denn Menschen, die wir nicht sehen, wären sie auch unsere geliebtesten Freunde, trocknen im Laufe der Jahre allmählich zu abstrakten Begriffen auf, wodurch unsere Teilnahme an ihnen mehr und mehr eine bloß vernünftige, ja traditionelle wird: die lebhafte und tiefgefühlte bleibt denen vorbehalten, die wir vor Augen haben, und wären es auch nur geliebte Tiere. So sinnlich ist die menschliche Natur.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Mancher sucht sein Leben lang Kameradschaft, – aber man muß mit diesem Bedürfnis im Herzen nicht zu Frauen gehen. Sie wollen, eine jede, ausschließlichgeliebtsein, sie wollen aus aller Kraft die Episode der Liebe, aber ohne sie dabei als Episode aufzufassen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Ohne Bruder kann man leben, nicht ohne Freund.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Freundschaft ist – wie die Unsterblichkeit der Seele – etwas zu Herrliches, um an sie glauben zu können.

Emerson, Die Natur (Nature), 1836, aus dem Englischen von Adolph Holtermann, Hannover 1868

Wer ihn nicht braucht, dem wird ein Freund nicht fehlen, und wer in Not versucht den falschen Freund, verwandelt ihn sogleich in einen Feind.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Beachte demnach gegen deine Freunde einen solchen Grad von Zurückhaltung, daß du dich nicht in ihre Macht übergiebst, und gegen deine Feinde einen solchen Grad von Mäßigung, daß du es ihnen nicht unmöglich machst, deine Freunde zu werden!

Chesterfield, Briefe an seinen Sohn (Letters written to his natural son on manners & morals), 1774. London, den 21. August alten Styls, 1749

Freundschaft kann nicht geknüpft werden, wo die Gleichheit in den Voraussetzungen für den geistigen Austausch fehlt.

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Man darf über seine Freunde nicht reden: sonst verredet man sich das Gefühl der Freundschaft.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Das Gefühl der Trennung bestimmt den Wert der Freundschaft.

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Freund sein, Bruder sein, lieben, das öffnet das Gefängnis durch eine höhere Macht, durch eine magische Kraft. Ohne diese bleibt man im Gefängnis.

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An dem Kummer eines Freundes teilzunehmen, ist leicht, aber es bleibt das Zeichen einer außergewöhnlichen Natur, sich an den Erfolgen des Freundes rein mitfreuen zu können.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Freunde sind sich nahe, auch wenn sie getrennt sind, sie sind hilfsbereit, auch wenn sie krank sind, ja, was unmöglich zu sein scheint, sie leben auch, wenn sie schon gestorben sind.

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Verletze lieber den Freund durch Wahrheit, als die Freundschaft durch Lüge.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Wer jedes Freund sein will, ist niemands Freund.

Pfeffel, Poetische Versuche, 3 Bde., 1791/92 (4. vermehrte Auflage in 8 Bänden 1802-05). Aus: Das Chamäleon und die Vögel

Die Freundschaft [...] hat die Jugend vornehmlich zu ihrem Boden und zu ihrer Zeit.

Hegel, Vorlesungen über die Ästhetik, 1835-38 (posthum). II. Entwicklung des Ideals zu den besonderen Formen des Kunstschönen. III. Die romantische Kunstform. II. Das Rittertum. 3. Die Treue

In gewissen Jahren wird das Leben ein fortdauerndes Verlieren. – Gott erhalte mir meine Freunde! Es wäre wirklich schön, wenn man in Gesellschaft sterben könnte, wenn man in Gesellschaft gelebt.

Jean Paul, Briefe. An Emanuel Osmund, 6. März 1814

Freunde in der Not wären selten? – Im Gegenteil! Kaum hat man mit einem Freundschaft gemacht, so ist er auch schon in der Not und will Geld geliehen haben.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Das Urteil der Freunde Unparteiisch ist ein Freund wohl noch nie gewesen, Aber ungerecht wird er nicht selten aus Furcht.

Hebbel, F., Gedichte. Epigramme

Für einen Freund hat man vier Hände und zwei Willen.

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Geleimte Freundschaften müssen vorsichtiger behandelt werden, als nie zerbrochene.

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