Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

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Ein Freund für die gesamte Lebensdauer ist genug. Zwei sind zuviel. Drei fast unmöglich.

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Mit meinen Freunden gehe ich um wie mit meinen Büchern. Ich habe sie irgendwo, wo ich sie finden kann, aber selten benutze.

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So zu mir sprach Abdallah, der Kurde: "Wisse du, warum dein Freund ich wurde. Weil du hörst und schweigst, wenn Andre sprechen, Weil du singest, wenn die Andern zechen. Sahst du Moslems im Gebete liegen, Hast du, Franke, ehrfurchtsvoll geschwiegen. Schmerzlich krank hast du nur Nachts geklaget, Morgens stiegst zu Pferd du unverzaget. Nie das Gestern hört ich dich beklagen, Doch du redest schön von künft'gen Tagen."

Hartmann, Zeitlosen. Erzählende Gedichte, 1858. Abdallah, 1856

O du, mein frühster Freund, vor allen wert, Trost meines Herzens, dem kein Trost mehr lacht! Wenn nun mein Tag auf ewig dich entbehrt, So gönne mir dein Bild im Traum der Nacht! Und wenn, zu neuem Leben dann entfacht, Der Morgen die geheimen Tränen weckt, Dann hält an deiner Gruft die Sehnsucht Wacht, Bis Staub auch meinen armen Staub bedeckt Und zum Beweinen still der Weinende sich streckt.

Byron, Childe Harolds Pilgerfahrt (Childe Harold's Pilgrimage), 1812-18

Sein Tod hat eine fühlbare Lücke in der Kasse aller seiner Freunde zurückgelassen.

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Zähme deine Zunge, dann behältst du deine Freunde.

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Du kannst mich nicht zugleich zum Schmeichler und zum Freunde haben.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Über die falsche Schamhaftigkeit. Übersetzt von Joh. Friedr. Sal. Kaltwasser

Der Mangel an Freunden lässt auf Neid oder Anmaßung schließen. Mancher verdankt seine Freunde nur dem glücklichen Umstande, dass er keinen Anlass zum Neide hat.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein

Ein melancholischer Freund ist eine Plage Gottes.

Heine, H., Briefe. An Moses Moser, 6. August 1829

Schimpfe so, daß du schnell wieder Freund werden kannst.

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Freund eines Großen zu sein erscheint nur denen angenehm, die es nie probiert haben.

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Die drei sind beschwerlich und gefährlich: Freunde, die an der Menschenfurcht kränkeln. Freunde, die Euch das Anrufen des fleischlichen Armes empfehlen; Freunde, die fleischlich viel von Euch halten.

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Es ist nicht so schwer für einen Freund zu sterben, sondern einen Freund zu finden, der es wert wäre, daß man für ihn stirbt.

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Nur kein Essen aufwärmen, keine einmal getrübte Freundschaft wieder zurechtrücken wollen.

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Man weiß gar nicht, was man hat, wenn man zusammen ist.

Goethe, J. W., Briefe. An Christiane Vulpius, 25. August 1792

Es gibt wohl hier und da auf Erden eine Art Fortsetzung der Liebe, bei der jedes habsüchtige Verlangen zweier Personen nacheinander einer neuen Begierde und Habsucht, einem gemeinsamen höheren Durste nach einem über ihnen stehenden Ideale gewichen ist: aber wer kennt diese Liebe? Ihr rechter Name ist Freundschaft.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Es ist der Lieblingswunsch unseres Lebens, einen Menschen zu finden, der uns dazu bringen kann, das zu tun, was wir können. Dies ist der Dienst, den uns ein Freund leistet. An seiner Seite werden wir leicht groß.

Friedell (Hg.), Emerson. Sein Charakter aus seinen Werken, 1906

List gegen List fällt oft den schlauesten Feind; Doch mehr als sie nützt uns ein treuer Freund.

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Wenn mir die Freundschaft hilft, wie kann die Hoffnung wanken!

Körner, Der grüne Domino. Lustspiel, 1811

Die Nadel hat ein Aug', und doch mag sie nur stechen; Ahm' ihr nicht nach, wenn du an Freunden siehst Gebrechen.

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Was Freunde mit und für uns tun, ist auch ein Erlebtes; denn es stärkt und fördert unsere Persönlichkeit. Was Feinde gegen uns unternehmen, erleben wir nicht, wir erfahren's nur, lehnen's ab und schützen uns dagegen wie gegen Frost, Sturm, Regen und Schloßenwetter oder sonst äußere Übel, die zu erwarten sind.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Heften zur Morphologie, 1. Bandes 4. Heft, 1822